Was wir meinen, wenn wir sagen, wir lieben das Weibliche

Meine beiden Mädchen an einem Tag im letzten Sommer
Meine beiden Mädchen an einem Tag im letzten Sommer
Photo: OF

Ich weiß, die Leuchtfeuer im Leben
Sind unendlich kostbar und rar.
Du bist mir Kurs und Standort, eben
Unbestechlich, klug und wahr.
Und wenn die Seen hoch aufschäumen
Nach all dem Weg, nach all der Zeit:
Bist du die Frau in meinen Träumen
Und meine Heldin in der Wirklichkeit.
Reinhard MeyMeine Freundin, meine Frau

Sicher, es gibt typisch weibliche Eigenschaften, die unheimlich bezaubern. Wenn Frauen einen guten Tag haben, zeigen sie so viel Größe, strahlen so viel Güte aus, sie – und das liebe ich ganz besonders an ihnen – kümmern sich um uns, wie es sonst nur Mütter können.
Andererseits sind sie auch so bedürftig, in einem positiven Sinne. Sie brauchen so viel von uns Männern und wir Männer, hach ja, wir werden gern gebraucht. Frauen, sie sind so verletzlich – wegen was für Nichtigkeiten unsere Mädels drauflos heulen können – das ist schon Wahnsinn. Frauen können Tränen sogar als Waffe einsetzen, die sie uns wie eine Pistole auf die Brust drücken, mit echten Tropfen, mit dem vollen Programm. (Aber das würd‘ ich jetzt nicht zwingend auf ihrer Habenseite verbuchen wollen.)
Aber ist es wirklich das typisch Weibliche von dem wir schwärmen, wenn wir unseren Freunden von unseren Frauen erzählen? Körperlichkeiten – „Dicke Titten, Muschi eng!“ – mal außen vor?

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„Baby, das war’s!“

Eher nicht. Menschen mögen Dinge mit denen sie sich identifizieren können, wahrscheinlich der Grund, warum mich eher Frauen faszinieren, die eben nicht typisch weiblich sind. Meine Liebste kann ihre Biere mit einem Feuerzeug öffnen. Gut, auch sie trinkt nur Mädchenbier, Becks Lemon und so, und auch sie gehört zu den Frauen, die nach zwei Gläsern Champagner beschwipst sind, aber das spielt eine untergeordnete Rolle. Mein Mädchen kann ein echter Kerl sein. Sie dreht sich ihre Zigaretten so nebenbei beim Spazierengehen, wie früher Lucky Luke beim Reiten. Niemals kam ich in die Verlegenheit einen ganzen Tag lang – oder auch nur ein paar Stunden – mit voll gepackten Einkaufstüten hinter ihr her zu dackeln. Oh, nein, Sir! Mein Mädchen hasst shoppen. Sie bestellt ihre Klamotten am liebsten im Netz. Meine einzige Aufgabe besteht daran ihr zu sagen, ob mir ihre neue Jeans gefällt, in Frauensprache: ob sie einen guten Arsch macht. Und selbst das könnte ich mir schenken, denn: Was ich nicht mag, behält sie trotzdem.
Sie hat auch keine von diesen allerbesten Freundinnen, die immer alles sofort erzählt bekommen, die meist mehr über unsere Beziehungen wissen, als wir selbst. Was auch den Vorteil hat, dass sie nicht ständig am Smartphone hängt, um ihrer allerbesten Freundin zu sagen, dass sie sich einen Fingernagel abbrach. Mein Mädchen hasst telefonieren. Klingt gut, nicht wahr? Find ich auch. Dabei habe ich Euch das Beste noch gar erzählt: Mein Mädchen ist nicht launisch! Und das, meine lieben Freunde, ist wahrlich ein Segen. Frauen, die jeder Kleinigkeit wegen die Mundwinkel nach unten ziehen, sind auch für mich schwer zu ertragen.

Vielleicht läuft es deshalb so gut mit meiner Liebsten und mir. Würde das „vielleicht“ sogar gegen ein „höchstwahrscheinlich“ tauschen und einfach mal behaupten: Deshalb streiten wir uns nie. Weil sie nicht nur Frau ist, sondern auch Mensch. Weil in ihr gute weibliche und gute männliche Eigenschaften inne wohnen.
Ja, ich glaube, darin liegt der Schlüssel zur Pforte unseres Glücks.

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31 Comments

  • Ja Olli, ich verstehe Dich voll und ganz. So sollte eine Beziehung laufen.
    Ich hasse Launen auch bei Menschen. Kann sie einfach nicht verstehen, Menschen, die sich wegen Nichtigkeiten den Tag verderben lassen. Bin Deiner Freundin wohl ziemlich ähnlich, wenn ich das so lese.
    Nur gute Freunde sind mir sehr wichtig, aber die hat sie sicher auch. Und Fingernägel sind kein Gesprächsthema, bei uns klar. Und Zigaretten drehen kann ich nicht 😉

    Reinhard Mey könnte ich auch mal wieder hören.
    Wie findest Du Alin Coen? Die macht ja auch tolle Texte….

    • Bist du ein Mädchen, oder ein Junge? Ist aber egal. Versöhnungssex ist immer ein Zeichen von LSE, Menschen mit geringem Selbstwertgefühl, mangelnder Eigenliebe, mangelndem Selbstbewusstsein.

  • Nicht launisch… Lotto Jackpot! In fünf Ländern…
    und du darfst nicht vergessen Olli, deine weibliche Ader 😉
    (WAT? denkst du jetzt…)

    Romantik und Liebe! Da bist du mehr Frau als die meisten … drum kann ich dich trotz mancher Diskrepanzen, bei denen ich nicht mit dir konform gehen, ziemlich gut leiden..
    weil ich auch so ein romantisches Arschloch bin wie du (positiv konnotiert)

    Fuck, das klingt schwul…

    Fresse!!

    • Steh dazu. Engst vorm „schwul sein“ haben nur Männer, die keine sind. Wahre Männer sind immer das zu dem Augenblick, was in dem Augenblick ansteht. Dazu müssen sie auch Frauen lediglich Grenzen setzten können. Darum erst hat auch die Liebe und Romantik einen Platz in ihrem Leben.

      • Ein Wunder, dass wir uns überhaupt verstehen. Tun wir aber vielleicht auch gar nicht, sondern glauben es manchmal nur, und manchmal nicht.

        Happiness is a warm gun.

      • Jetzt weiß ich was passiert ist!
        Ich kann mich nur entschuldigen, ich bin schuld.
        Es tut mir leid.
        Was ein Zufall, daß Du jetzt grade das mit dem Verstehen postest,
        ich wollte das nur mal eben unter deinen letzten Post setzen.
        Ich hab Dich lieb.

      • Zwischen verstehen und miteinander zurecht kommen ist auch noch mal ein riesiger Unterschied, Bianca.

        Ich versteh‘ unglaublich viele Menschen, aber mit den wenigsten möchte ich zusammen leben.

        Es gibt nur ganz wenige, die ich dauerhaft in meiner unmittelbaren Nähe ertrage, die einfach nur mit mir sein können.

        Trotzdem freue ich mich über die Existenz von so vielen vollkommen unterschiedlichen Menschen, von denen ich die meisten für eine Bereicherung sowohl für mich wie auch für das Leben an sich halte.

        Viele davon mag ich sogar, und einige davon habe ich auch lieb. Danach kommt und fühle ich Stille.

  • also wenn ich das foto oben dezent übersehe, könnte ich denken, du schreibst über mich *geschmeichelt in den spiegel guck*

    aber dein mädchen hat mich vom ersten bild, das ich hier gesehen hab, gefallen 😉 wäre ich n kerl, würd ich sie dir abwerben :p

  • Schöner Artikel. Freue mich für dich, das du glücklich bist mit der Frau. Kann dieses: „Menschen mögen Dinge mit denen sie sich identifizieren können, wahrscheinlich der Grund, warum mich eher Frauen faszinieren, die eben nicht typisch weiblich sind.“ gerade sehr nachvollziehen. Ich gelange zur Feststellung, dass mir Leute die nicht „typisch“ sind auch immer mehr und mehr gefallen… weiß nur nicht ob das nur das jetzige kurzfristige Interesse ist, weil es etwas Neues ist, oder ob diese Vorstellung für mich Zukunft hat… auf jeden Fall genieße ich gerade die Zeit mit dieser Person. Sie tut mir Gut und ich Ihr, das ist das einzige was vorerst zählt :).

  • Schon Xiao Yixin, Tochter von Prinzessin Hutu wusste zu berichten …

    Aber leset selbst, wie das schöne Geschlecht in anderen Kulturen seine Rolle als Frau versteht. Und damit meine ich nicht in irgendeiner exotischen Kultur einer für die Welt unbedeutenden Minderheit, von der hier im Westen ausser in feministischen Kreisen noch nie jemand etwas gehört hat. Damit meine ich eine Jahrtausende alte Kulturnation, die schon in wenigen Jahrzehnten eine, wenn nicht sogar die führende Industrienation der Welt sein wird – China. Denn egal wie exotisch und auch befremdend folgende Worte für manche Menschen im derzeit schon aussterbenden Europa klingen mögen, ist dies der Geist der bereits die Zukunft bestimmt.

    http://www.epochtimes.de/Die-traditionellen-Werte-einer-chinesischen-Frau-a1136464z.html

  • Schön Olli, da hast du tatsächlich das seltene Exemplar erwischt. Eigentlich quasi die Traumfrau eines fast jeden Mannes. (Gibt ja immer noch die Ausnahmen, die lieber das Heimchen am Herd oder die Trash Tussi haben wollen.) Aber ich behaupte mal, um eben solche seltenen Exemplare einzufangen muss man(n) selbst schon auch den entsprechenden „Coolness“ Faktor mitbringen. Und davon gibts garantiert noch weniger Männer als Frauen, die der Deinen ähneln 😉

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