Warum die Bonnie und Clyde-Liebe doch nicht die wahre ist

BONNIE AND CLYDE, from left: Faye Dunaway, Warren Beatty, 1967
Eines der schönsten Paare der Filmgeschichte: Warren Beatty und Faye Dunaway als Bonnie und Clyde

Die Geschichte um Bonnie und Clyde wurde in den letzten 80 Jahren immer mehr verklärt: Die meisten Menschen wissen nicht, dass dieses sagenumwobene Gangsterpärchen der frühen 30er-Jahre aus zwei Arschlöchern bestand, die 14 Morde auf dem Gewissen haben.
Die Wahrheit ist: Die Beziehung zwischen Bonnie und Clyde, die heute als Synonym für bedingungslose Liebe gilt, war auf Irrsinn aufgebaut. Banken zu überfallen und dabei Menschen Kugeln ins Hirn zu ballern – das ist doch kein Leben, Kinder.

Bedingungslose Liebe

Nach der sehnen wir uns wohl alle. Aber sollte diese Sehnsucht gestillt werden? Ich bin mir nicht mehr so ganz sicher. Inzwischen befürchte ich, dass wir Männer mit bedingungsloser Liebe nicht umgehen können. Sie macht uns unaufmerksam, sie macht uns träge, sie sorgt dafür, dass wir die Liebe als selbstverständlich erachten und nicht mehr für sie kämpfen. Und wer die Liebe als selbstverständlich erachtet, wer nicht mehr für sie kämpft, hat sie quasi schon verloren.

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Die ewige Suche nach einer Bonnie

Ach, die bringt doch nichts. Die Bonnies dieser Welt sind längst ausgestorben, die paar, die es noch gibt, sind meist so durchgeknallt wie Bonnie Parker selbst.
Und? Im Grunde brauchen wir keine Bonnie, die jeden Scheiß, den wir Männer veranstalten, widerspruchslos mitgeht. Was wir brauchen sind vielmehr Frauen, die uns davor bewahren, die Scheiße überhaupt erst zu veranstalten.
Vielleicht wirst du mit so einer Frau an deiner Seite nicht den höchsten Berg der Welt erklimmen. Aber dafür werdet ihr auch nicht unter einer Schneelawine verrecken, weil sie vorab den Wetterbericht gecheckt hat. Frauen kümmern sich um solche Dinge.
Und wer weiß? Vielleicht erreicht ihr den Gipfel ja doch. Es wird halt nur ein bisschen länger dauern. Und falls nicht? Wen kümmert’s? Es muss nicht immer der höchste Berg der Welt sein.

Versteht mich nicht miss

„Du. Und ich. Gegen den Rest!“, das gilt noch immer. Auch die Reinhard Mey-Zeilen „Wir sind eins. Dein Glück ist meins. Mein Los ist Deins, das ist, so scheint’s: Das Einmaleins. Der Sinn des Seins. Wir sind eins.“ behalten ihre Gültigkeit. Aber dafür braucht es keine Bonnie. Frauen sind keine Abziehbilder, sie sind Menschen mit Sorgen und Nöten, Wünschen und Träumen.
Auch Bonnie Parker wird Träume gehabt haben. Und die bestanden bestimmt nicht aus einem Kugelhagel in dem sie blutüberströmt zusammensinkt und stirbt.
Bonnie wird den Fehler gemacht haben, den so viele Frauen machen: Zu allem Ja und Amen sagen. Das geht selten gut. Es ist ja nicht so, als das da nix wäre, was diese Frauen an uns stört. Sie fressen sie runter, die ganze Scheiße, bis sie dann irgendwann so voller Scheiße stecken, dass ihnen die Kraft fehlt weiter zu lieben.

Machen wir uns nichts vor

Frauen sind vernünftig, Männer unvernünftig. Beides ist für sich genommen nicht so wirklich das Wahre. Deshalb sollten sich zwei Menschen, die sich lieben, ergänzen, nicht aufgeben. Sobald sich einer aufgibt, wird die Liebe langsam aber sicher verblassen.

Clyde Barrow (1909 - 1934) und Bonnie Parker (1911 -1934) in echt. Circa 1933
Clyde Barrow (1909 – 1934) und Bonnie Parker (1911 -1934) in echt. Circa 1933

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23 Comments

  • Die bedingungslose Liebe fängt bei einem selbst an.
    Das ist der Schüssel, wenn Du selbst zur bedingungslosen Liebe fähig bist sie empfindest.
    Das ist es, das ist wahre Liebe. …eben weiter lesen…

  • Na, ja, die beiden paßten zusammen, scheinbar, beide gleich verrückt :)
    Und darum gehts doch. Wir möchten mit jemandem zusammen passen.
    Daß die beiden sich kaum kannten und wahrscheinlich nur verknallt waren weil sie beide den selben Knall hatten, ist dabei für die meisten nicht sichtbar.
    Zusammen bis zum Tod, das ist sichtbar.
    Natürlich gibt man auch fürsorglich aufeinander Acht wenn man sich liebt aber ich bin erwachsen ich brauche niemanden, der auf mich aufpaßt, mich bewahrt, mich erzieht…um Gottes Willen, das war die Aufgabe meines Vaters und meiner Mutter und denen war ich bedingungslos ausgeliefert. Es geht in der Liebe nicht darum sich bedingungslos auszuliefern. Es geht darum den anderen bedingungslos, nur seiner Selbst willen zu lieben.

  • Sehnsucht ist übrigens ne Sucht. Sucht entsteht aus einem Mangel. Wen ich möchte, das jemand meinen Mangel beseitigt, das Loch, meine Leere füllt ist es nicht bedingungslos dann hat man ja einen Anspruch und das hat mit einer Bedingung zu tun.

  • „Frauen sind vernünftig, Männer unvernünftig.“

    manchmal,
    manchmal muss aber auch der Mann die Frau zur Vernunft bringen.

  • Hihi . Hat mein mir angetrauter neulich auch gesagt, auf der Arbeit sei ein hübsches Mäuschen, die zu allem nur Ja sagt . Auch wenn er sie dann etwas „hochzieht“ , sie es nicht merkt, und immernoch zustimmt. Das fände er furchtbar.

    Glaub ich ihm glatt. Auf Augenhöhe wollen sie uns gern begegnen, die, die wir lieben.
    Außer, wir knien gerade vor ihnen 😉
    Dann ist es wieder okay 😀

    Ich kann Dir nur beipflichten Olli.
    Das ist das reale Leben.
    Arbeitsteilung, wenn man so will.
    Er führt und sie passt trotzdem auf ihn auf.
    Und jeder ,Frau und Mann, hat seine Kernkompetenzen, und dadurch flutscht das gemeinsame, große Ganze.
    Und keiner nimmt sich zu ernst. 😉
    😀

    • Was diese Bonny und Clyde Geschichte aussagt, ist das Team, welches man bildet. Beide zusammen schaffen mehr, als einer allein.
      Das symbolisiert sie. Soll sie symbolisieren.
      (Jede Schneeflocke für sich allein, ist wunderschön, aber welche Kraft haben sie, gemeinsam.)

  • Die Liebe zu definieren ist immer eine heikle Angelegenheit.

    Doch das Frauen die vernünftigeren Wesen wären halte ich für ein feministisches Gerücht. Für eine Verklärung des Weiblichen, des Femininen. Für eine Überbewertung des Yin.

    Und das man um die Liebe (oder für Sie) kämpfen kann halte ich auch für ein Gerücht.

    Das es dagegen „nicht immer der höchste Berg der Welt sein muss“, oder sein kann, dass finde ich einen schönen Satz. Denn die höchsten Gipfel der Welt sind nur was für Extremisten, doch in den Extremen lauern bekanntlich auch die Gefahren.

    Sich für die Liebe aufgeben muss niemand und sollte man auch nicht. Weil man sich sonst auflöst, gar nicht mehr existent ist, und zumindest die irdische, also auch die zwischenmenschliche Liebe ein eigenständiges Gegenüber, ein du, ein nicht ich braucht. Geistige Verschmelzung ist zwar auch ein schönes und auch reales Phänomen, doch sollte auch das immer nur ein zeitweises Phänomen bleiben. Bestimmte Männer und Frauen allerdings, und dazu zähle ich mich auch, bewerten diese Form von inniger Verbundenheit über, was meist in der eigenen Kindheit begründet liegt.

    In meinen Augen ist die Liebe jedoch eher wie ein Tanz, der gerade durch seine Dynamik aus Annäherung und Entfernung, aus Nähe und Abstand erst zu dem wird, was auch uns Menschen ausmacht. Eine Mischung aus Individuum und gesellschaftlichem Wesen.

    Schlucken können sollten Frauen allerdings schon, denn sonst können sie auch sonst nichts schlucken. 😀

  • 20. Juli 2015. Irgendwo im heiligen Deutschland.

    Oftmals werden Menschen gefragt was sie denn tun würden wenn sie eine Zeitmaschine hätten, die sie in die Nähe von Adolf Hitler bringen könnte. Viele, eigentlich die meisten Antworten, dass sie ihn dann umbringen, eine Waffe mitnehmen würden, um ihn zu töten.

    Folgende Antwort habe ich aber noch nie gehört: Ich würde in der Zeit zurückreisen um sein bester Freund zu werden. Denn mit mir als Freund wäre das alles nicht passiert.

    Und darum brauche ich auch keine Zeitmaschine. Ich bin im hier. Im hier und jetzt. Bei mir. Wirke hier. Frei und willig. Auf der Suche nach klugen Möglichkeiten.

  • Wenn Reinhard Mey der erste Feminist ist, ist Oli der zweiten.
    Frauen sind nicht vernünftiger als Männer, auch wenn sie vor dem Bestieg des Gipfels den Wetterbericht checke: Das Steigeisen und das Kletterseil haben wir Männer eingepackt. Und somit sind wir wieder bei der Erkenntnis: Wenn wir auf dem Gipfel ankommen, dann nur, weil wir es gemeinsam in Angriff genommen haben.

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