Die Frau, die mich in der U7 nicht mit dem Arsch anguckte und mich damit glücklich machte

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If I Oh I (Could Be With You Tonight)

Nolan Strong & The Diablos

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Sex, der süchtig macht – Band I: Wie Du länger durchhältst und öfter kannst

Sex. Für wahre Männer.

Sex für Frauen mit Soul

„Baby, das war’s!“

In einem sind wir alle gleich. In unseren Herzen. Gleich dumm. Herzen sind nicht klug, sie haben kein Hirn, sie können nur auf sich selbst hören, da beißt sich der Schwanz in die Katze.
Der kleine Prinz behauptete einst, mit dem Herzen würde man besser sehen. Antoine de Saint-Exupéry hätte ihn lieber den kleinen Idioten nennen sollen. Nur Idioten erzählen solch einen Unsinn. (Ach, das war gar nicht der kleine Prinz, der das sagte? Eine andere Figur? Der Erzähler? Ja, was weiß denn ich? Ihr glaubt doch nicht etwa, ich hätte das Buch gelesen.)

Das Herz sieht in Wahrheit nicht mehr als …, als …, Shit, es gibt keinen populären Blinden mehr, den ich zu einem Vergleich heranziehen könnte, wieso eigentlich nicht? Werden Behinderte nicht besser gefördert als je zuvor? Glaubt Ihr, Ray Charles verbrachte seine Ferien in einem Sommercamp der Aktion Mensch?! Sei’s drum: Herzen sehen nicht besser als Jamie Foxx in dem Film Ray, um mal eine Brücke zur Neuzeit zu schlagen.
Glaubt Ihr nicht? Das glaube ich aber für Euch mit!

Am Anfang einer Liebe sieht es alles in der Farbe eines Hubba-Bubba-Kaugummis, Geschmacksrichtung Himbeere. Kannste komplett knicken. Im direkten Anschluss wird es ein wenig übermütig, fühlt sich zu sicher, auch nicht die beste Voraussetzung um klar zu sehen. Es folgt die Phase der Gleichgültigkeit, die mit einer Sehbehinderung von 110 Prozent einhergeht; und endet mit The End in kompletter Dunkelheit.

Warum schmerzt das Ende so sehr? Weil noch Liebe für den anderen in Dir wohnt, klar, das ist die Grundvorrausetzung, aber genauer bitte …
Meines Erachtens aus drei Gründen.
Du liebst sie/ihn noch, wie gesagt.
Dein Stolz ist verletzt. Dass sie/er Dich verließ, hältst Du für eine Missachtung des Gerichts.
Du glaubst so eine/so einen bekommst Du NIE wieder.

Grund eins und zwei musst Du so hinnehmen; kannst nur drauf hoffen, dass sie irgendwann verblassen. Hart, ich weiß, gerade Grund zwei ist so überflüssig wie ein drittes Knie, dem Schwachsinn arg nahe. Das meinte ich eben, als ich von blinden Herzen sprach.

Aber an Grund drei kannst Du arbeiten. Du könntest losziehen um Deinen (Achtung: Unwort!) „Marktwert“ zu testen. Wenn Du feine Antennen hast, brauchst Du Dich dafür noch nicht einmal nackig zu machen. Mir zum Beispiel reicht ein Blick einer Frau, um herauszufinden, ob sie auf mich steht. Mehr möchte ich auch gar nicht. Ficken auf Liebeskummer ist für mich so ziemlich das Erbärmlichste auf diesem kleinen blauen Ball, nach dem Kommen möchte ich nur noch gehen oder dass sie geht, es ist so ernüchternd, es ist wie … (Los, Freunde, die beste Metapher gewinnt! Haut was Gutes raus!)

In Berlin kannst Du Deinen Marktwert an jeder Ecke testen. In der U-Bahn zum Beispiel. Heute Morgen sah ich diese umwerfende Frau in der U7. Sie saß auf zwei Uhr, einen Vierersitz weiter. Sie strahlte dieses Leuchten aus, von dem wir neulich sprachen. Sie sechzig Sekunden anzuschauen war, als würde man ihr bei einem sechs Stunden-Shoot zuschauen, bei dem sie jede Mimik zeigt, die das menschliche Gesicht zu bieten hat. Lachen, Lächeln, Stirnrunzeln, eine (!) Augenbraue hochziehen und so weiter und so fort.
Sie besaß genau das richtige Maß an Schönheit. Schön genug, so dass sich jeder dritte Mann nach ihr umdrehen würde, wenn wir Hand in Hand durch die Straßen gehen. Nicht so schön, dass die Männer denken würden: „Ist das tatsächlich ihr Freund oder hat sie eine Wette verloren?!“

Das Blöde war nur, dass sie all ihre Blicke nicht mir zuwarf, sondern ihrem Freund, der ihr gegenüber saß. Er konnte mich nicht sehen, aber ich ihn; ich dachte: „Ist das tatsächlich ihr Freund oder hat sie eine Wette verloren?!“

Ich versuchte ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Hab weniger Möglichkeiten, weniger mimische Qualitäten, auf die ich guten Gewissens setzen mag, doch ich gab alles. Nicht um sie klar zu machen, erwähnte ja, dass ich im Moment eh kein Interesse habe, es war für mein Selbstbewusstsein, für meine Zukunft, für das Wissen: Da geht noch was! Und wenn da was geht, dann geht da was Gutes!
Doch sie schaute mich nicht an. Noch nicht mal mit dem Arsch. Und plötzlich, ganz plötzlich, nur für einen Sekundenbruchteil, durchzuckte mich dieses allumfassende Glücksgefühl, das sich nur alle Jubeljahre mal blicken lässt, dieses „Nina Ruge“-Glücksgefühl, das Dir mit Nachdruck sagt: „Alles wird gut!“

Dass sie mich nicht anschaute, noch nicht mal mit ihrem süßen Arsch, den ich sah, als sie aufstand um auszusteigen, das, ja das, das machte mich glücklich. Viel glücklicher, als wenn sie mich interessiert angeschaut hätte. Sie liebt ihren Typen, der zumindest optisch eine echte Pfeife war. Gut für meinen Glauben. Gut für meine Hoffnung.
Gut für die Liebe. Es gibt sie also noch, die guten Frauen.
Gut für mich …

Berlin-Kreuzberg, Mai 2012

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