Als ich mir einmal zweimal Tripper einfing

oliver flesch - tripper - gonorrhoe

Ich konnte ihn riechen. Er roch nicht fischig, wie sonst, wenn es zwischen den Beinen der Mädels krankt, er roch nach Moder, nach Muff, nach einem alten feuchten Keller. Ich war erst Siebzehn, ich hatte noch nicht so furchtbar viel Erfahrung, dachte nur, die könnte sich da unten auch mal wieder waschen, und leckte tapfer weiter.

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Sex, der süchtig macht – Band I: Wie Du länger durchhältst und öfter kannst

Sex. Für wahre Männer.

Sex für Frauen mit Soul

„Baby, das war’s!“

Ich lernte sie 1987 auf einem Rockabilly-Konzert in der Hamburger Fabrik kennen. Eigentlich war ich mit meiner Freundin Kirsa dort. Die war süße Sechzehn und sollte ein paar Monate später die Mutter meines großen Sohnes Joel werden. Bevor ihr mit ihr zusammenkam hatte ich mit unzähligen Mädchen rumgemacht, ich war bereits seit sechs Jahren im Geschäft, aber Kirsa war die erste Frau, mit der ich schlief. Und das war das Problem. Ich liebte sie, ich liebte sie sogar sehr, aber es gab da draußen noch so viele andere Mädels, mit denen ich schlafen wollte. So ist es halt, wenn man Blut geleckt hat und die Hormone Polka tanzen.

Dass sie bereits schwanger war, wusste ich an dem Abend in der Fabrik nicht. Hätte aber wohl auch nichts geändert. Ich war so dermaßen scharf auf dieses kleine vierzehnjährige Mädchen, nennen wir es Laura, mit dem Pferdeschwanz, dem Puppengesicht und dem Petticoat, dass ich gar nicht anders konnte, als ihr in einer verstohlenen Ecke meine Zunge in den Mund zu schieben, sie an die Hand zu nehmen und mit ihr zu verschwinden. Einfach so. Ohne ein Wort zu sagen. Gut, was hätte ich auch sagen sollen?
Noch heute, nach all den Jahren, schäme ich mich dafür, dass ich die Frau, die mein Baby im Bauch trug, einfach so stehen ließ. Die Band spielte mit Red Cadillac And A Black Moustache (https://www.youtube.com/watch?v=UIoaNwNY8yY) einen meiner Lieblingssongs, als wir uns wie Diebe in der Nacht hinausschlichen.

Ich wohnte noch zu Hause, meine Eltern waren im Urlaub und so taten wir es in deren Ehebett. Als ich gerade versuchte in ihre widerspenstige Nadelöhrpussy einzudringen, klingelte es an der Tür Sturm. Kirsa. Scheiße. Wir stellten uns tot, aber ich bin sicher, Kirsa wusste, dass ich da war. Und dass ich nicht allein war. Es muss die Hölle für sie gewesen sein.

Eine Woche später fuhr ich mit einem Freund auf Interrail-Tour. Eine feine Sache. Wers nicht kennt: Mit einem Interrail-Ticket konntest du mit der Bahn vier Wochen lang durch ganz Europa fahren. Wir begannen in Amsterdam, klar, erst mal eindecken, fuhren weiter an die französische Atlantikküste, Wetter scheiße, ab ans Mittelmeer, nach Cannes und Nizza, Wetter gut, aber Steinstrand, blöd, zurück nach Bordeaux, Wetter gut, Surfen gelernt, ein Traum, dann Rom, London, dort die Beach Boys live gesehen. In Lacanau traf ich mich für einen Tag mit Kirsa. Wir hatten uns zwei Wochen nicht gesehen, was eine Ewigkeit ist, wenn du Siebzehn bist. Wir liebten uns am Strand in der Abenddämmerung. Es war einer der besten Ficks, den ich je hatte. Es war Seelensex.

Zurück in Hamburg spürte ich beim Pissen ein leichtes Brennen. Ich machte mir keine Gedanken. Wird schon wieder vergehen. Erst als das Brennen von Tag zu Tag heftiger wurde, sich ein eitriger Ausfluss dazugesellte, das Brennen beim Pissen schier unerträglich wurde, fragte ich meine Mutter, woran das liegen könnte. Sie legte ihre besorgte Mine auf und sagte: „Du musst zu Dirk. Und Kirsa auch.“ Dirk war ihr Cousin und Dermatologe. Der legte eine belustigte Mine auf, ich hatte so ein bisschen den Eindruck, er genoss es in meiner entzündeten Harnröhre einen Abstrich zu machen. Er stocherte nur kurz, aber es reichte. Ich schrie. Schätze, jeder andere wäre gestorben.

Als ich Dirk erzählte, dass meine Freundin schwanger sei, sah er plötzlich meiner Mutter ähnlich. Besorgte Mine. Sie müsse sich unbedingt untersuchen lassen, mit einer Gonorrhoe sei bei Schwangeren nicht zu spaßen, er erzählte etwas von einem frühzeitigen Blasensprung und einer daraus resultierenden Fehlgeburt, doch ich hörte kaum noch hin, dachte nur: „Scheiße! Wie bring ich es Kirsa bei?!“

Ich entschied mich ihr die Wahrheit in einer homöopathischen Dosis zu verabreichen. Das klang dann so: „Du, Kirsa, große Scheiße, große Scheiße, frag mich nicht wos herkommt, ich schätze mal, ich habs mir in Frankreich auf einer dieser versifften Strandtoiletten eingefangen, also, ich hab Tripper und du musst dich jetzt ganz schnell untersuchen lassen!“
Und so ging ich mit meiner sechzehnjährigen Freundin abermals zu Dirk, der wieder die besorgte Mine meiner Mutter auflegte. Überflüssigerweise. Ich hatte Kirsa nicht angesteckt. Na immerhin. Und auch mir ging es schon viel besser. Antibiotikum sei Dank. Nach ein paar Tagen konnte ich wieder pissen wie ein Großer.

Zwei Wochen später. Ich sitze im Zug von Hamburg nach München. Bin verabredet. Mit einer Frau. Einer richtigen Frau. Keinem Mädchen. Die ältere Dame war nämlich bereits Einundzwanzig und wenn du Siebzehn bist, ist Einundzwanzig so wie heute Einundachtzig – nur in lecker.
Es war stickig in dem Zug, ein glühend heißer Sommertag im August und damals gab es statt Klimaanlagen Fenster, die man öffnen konnte. Nachdem ich mir eine eiskalte Coke gegönnt hatte, musste ich pissen. Wieso brennt das denn schon wieder?! Oh, nein, BITTE nicht!

Wie es weitergeht, Freunde, erfahrt Ihr im zweiten Teil von „Als ich einmal zweimal Tripper hatte …“

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27 Comments

  • Sehr gut geschrieben. Das Thema? Natürlich wie immer ganz hart am Limit, aber durchaus auch mit aufklärerischen Qualitäten. Schon mal einen Misthaufen gerochen und geleckt? Und mit der Lady war ich ähnlich wie du einfach mal zwischendurch vom Tisch aufgestanden und abgezogen, an dem auch meine damalige Freundin und noch weitere Freunde, auch welche von mir, sassen. Kurz rüber an den See draussen vor der Stadt und sie dann gleich im Freien auf der Wiese gepoppt. Das gequatsche unter uns Studenten am Tisch war mir wohl zu langweilig gewesen. Den Geruch habe ich leider auch zu spät bemerkt, und damals dachte ich noch, ich hätte einen Ruf zu verteidigen, und man ist ja Gentleman. War aber wohl nichts ernstes, und ich habe es im Leben bisher nur einmal erlebt. Ach ja, jetzt fällt es mir ein: Buttersäure.

    • Ach ne, Pentansäure („Valeriansäure“) duftet nach Misthaufen, sehe ich gerade. Wie entsteht die denn? Muss ich gleich mal nachforschen. :)

      • Scheisse, mir schwant was (http://de.wikipedia.org/wiki/Darmflora). Oder sie muss irgendwann vorher grosse Mengen Baldrianwurzel zu sich genommen haben, oder hat bereits mehrere Tage einen besonders sauerstoffundurchlässigen Schlüpfer getragen. Aber zum Thema missglückte Hygiene fallen mir noch mehr Geschichten ein, weshalb mir das Ganze auch so wichtig ist, aber die muss ich nicht alle erzählen. Aber vielleicht erzähl ich euch später noch, warum ich in Ecuador lediglich Glück gehabt habe, und von einer Geschlechtskrankheit verschont geblieben bin.

  • Gut geschrieben und vorallem beschrieben. Danke für den Schmunzler, Oliver.

    Ecuador? Interessiert mich nun auch. Erzähl ruhig weiter tacatacataca !!! :-)

    • Manchmal bin ich froh, dass ich so ein gutgläubiger, naiver und unschuldiger Junge bin, zumindest habe ich mich damals so gefühlt, obwohl ich alles andere als brav war. Heute weiss ich, dass ich genau deshalb mehr erlebt und ausprobiert habe wie so manch anderer, der sich wirklich für cool gehalten hat. Ich habe das lediglich ausgestrahlt, was auch sehr viele Leute wohl provoziert hat, mich zu testen. Sinnlos, wie sie dann feststellen durften. :)

      Gerade eben hatte ich das Bild wieder ganz deutlich vor Augen, habe ich mich an die ganze Geschichte wieder genau erinnert, sie und ich vor dem grossen Spiegel im Badezimmer seines Hotelzimmers, in dem wir alle am Ende nach einer exzessiven Sauftour gelandet sind. Er, dass war der Abgesandte vom Banco Central del Ecuador, ich, dass was der deutsche Diplomand, der besser spanisch sprechen konnte wie die Leiter eines Projekts der deutschen Entwicklungshilfe. Und ich darum schon immer einem ganz anderen Zugang zu den Menschen vor Ort hatte wie die anderen Deutschen mit ausgeprägtem Sendungsbewusstsein und Helfersyndrom. In einer open air Diskothek am Strand von Atacames hatte er mich kurz dem Jugend- und Bildungsminister von Ecuador vorgestellt, der links und rechts in Begleitung zweier recht hübschen, jungen Damen war, zwei Prostituierte, wie er mir später erzählte. Als wir dann später in der Nacht zurück nach Esmeraldas fuhren, ich weiss nicht mehr, ob ich damals gefahren bin oder auf den Rücksitz sass, hat ihm seine Freundin während der Fahrt einen geblasen. Im Hotel angekommen ist er dann aber wohl auch zu ihrer Überraschung sofort ins Bett gefallen und eingeschlafen. Irgendwann ist sie ins Bad gegangen und da stand ich nun, hinter ihr im Türrahmen. Wir sahen uns beide nur über den Spiegel an und sie fragte mich ob es mich stören würde, wenn sie sich ein wenig frisch macht. Ich verneinte. Ob mir ihre Brüste gefielen, wollte sie dann irgendwann wissen. Ich nickte. Ob ich sie mal berühren wolle. Sehr gern, versuchte ich ihr zu erklären, doch sie sei seine Freundin, und so etwas würde ich respektieren. Nachdem sie sich irgendwann abgetrocknet hatte legte sie sich zu ihm ins Bett und ich verabschiedete mich höflich und wünschte ihr eine gute Nacht. Ich traf ihn erst eine oder zwei Wochen später wieder, denn er war plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Er hätte sich bei der Hure die Syphilis eingefangen und hätte sich erstmal auskurieren müssen, war seine Erklärung bei unserem Wiedersehen auf meine Frage, wo er denn so lang gewesen wär‘. 😉

  • Nun, wo der Blogeigner sich dazu entschieden hat, mir – evtl. unter Vorbehalt – wieder Raum in seinem Stübchen zu lassen (@ Karla&Aca: klickt doch nochmal zurück), erscheint mir folgender Auszug aus
    „Alle Türen offen“ (Peter-Paul Zahl, damals inhaftiert) als Einstieg nicht ganz unpassend:

    […]
    zurückgebomt
    in die steinzeit:
    penetrant mann zu sein
    der aus dem bilderbuch
    vom alten krieg
         mit dem einen
         dem kleinsten schwächsten
         finger ganz langsam
         die rundung des bauchs
         ertasten
         mit angewinkelten armen
         & beinen
         unsere vorzeit beschwören:
         sich betrügen
         beim empfinden
         von leichtigkeit:
         in vollmondnächten mit südwind
         riechen wir
         eure gegenwart
         in der abwesenheit
         schwestern
    zurückgebombt in die steinzeit
    raschelnden vierfarbdrucks
    in die steinzeit jener
    die uns bewachen
    und grinsen
    und ihre witzchen machen
    […]

    Tja Olli.

    Obiges ist wohl ein Hergang, an dem noch so viel mehr dranhängt, wofür Dir möglicherweise die erlösenden, erklärenden Brocken bisher fehlen.

    Du erzählst den Fortgang als Mann, der sich unter Männern behaupten will/muss, und doch sehe ich einen Wendepunkt, der die einsamere und damit authentischere Seite Deines Selbst aufblitzen lässt:

    „Noch heute, nach all den Jahren, schäme ich mich dafür, dass ich die Frau, die mein Baby im Bauch trug, einfach so stehen ließ.“

    Scham ist ein revolutionäres Gefühl (Marx).

    Bleib dran, da geht noch was.
    😉

    • Bist du eigentlich auch mal Dave Stewart begegnet, Angie? Es gibt da so ein Lied von ihm: Tragedy Street.

      [Lyrics corrected and complemented by Aca (2013)]

      You’ve been feeling so bad
      Like you’ve been kicked in the head
      You’ve been feeling like murder lately
      You should have spent the week in bed
      Where you don’t have to face yourself
      But Angie (Angie) Angie (Angie)

      How come you’re always
      In the middle of a tragedy
      How come you’re always
      Walking down Tragedy Street

      She’s the goddess of war
      One kiss and she’ll blow your mind
      She’s been sleeping with an army of souls
      And leaving their bones behind
      Cos she just loves to live in pain
      Angie (Angie)
      I want you to know

      I love you

      GUITAR SOLO

      (Why oh why)
      Tell me why
      (Why oh why)
      You’re always walking down Tragedy Street

      And it does you no favour
      To prophezise your vision of doom
      I’ve seen you crawling up the wall for hours
      And talking to empty rooms
      But you don’t have to explain
      Angie (Angie) Angie (Angie) Angie baby (Angie baby) Angie (Angie)

      (How come you’re always)
      How come you’re always
      (In the middle of a tragedy)
      (How come you’re always)
      How come you’re always
      Walking down Tragedy Street
      (How come you’re always)
      Angie baby
      (In the middle of a tragedy)
      (How come you’re always)
      How come you’re always
      Walking down Tragedy Street
      I can see it in your eyes
      I can see it in your face
      And when I kiss your lips
      It’s the aftertaste
      Of tragedy tragedy tragedy
      Down Tragedy Street

      Angie baby

      (How come you’re always)
      (Walking down Tragedy Street)

      • @ Aca

        Of course not.
        DER ist allerdings dasselbe Baujahr wie mein Dad 😀

        Wie siehtsn jetzt aus?
        Mailen ja/nein?

      • Los jetzt, küss mich. :) Irgendwie bist du ja schon süss, Kleines, aber ich glaube zu jung und unbewusst für mich, und deine Fotos habe ich halt auch noch nicht gesehen. :)

      • „Also…

        Ich bin Anfang 30 und dass ich weiblich bin erkennt man allein schon daran, dass ich neben Ausbildung, Studium, Beruf, Ehrenamt, etc. auch seit mehr als 10 Jahren bereits tägliche (natürlich unbezahlte) Care-Arbeit verrichte:

        Erst habe ich nacheinander meine (nicht im Altersheim wohnenden) Omas bis zum Tod mit-gepflegt, dann Kinder bekommen (hat sich nur kurz überlappt).

        Für meine Altersklasse ist das (heutzutage) ungewöhnlich (geworden), für die meisten Ü50-jährigen aber dürfte das Standart sein.

        Ja, es gibt auch Männer, die ihren Familienmitgliedern helfen (mein Freund bspw. geht seit Jahren jeden Samstag für seine Ü90-jährige, alleinlebende Oma einkaufen), und ja, es gibt auch Frauen, die sich dem entziehen wollen oder das nicht leisten können.“

        Das hast du vor fast exakt einem Jahr geschrieben, Angie. Jetzt erklär mir also bitte, wozu ich mit dir Briefchen austauschen sollte, warum ich dir noch mehr Aufmerksamkeit schenken sollte, wie ich es eh schon getan habe?

      • @ Aca

        So, wie die Frage gestellt ist, muss ich antworten: Weil Du neugierig bist.

        Aber gut, muss ja auch nicht.

        BTW: auf der Seite, von der Du das Zitat hast, wurde bereits mein Folgekommentar nicht mehr veröffentlicht.

        Ich habs halt echt drauf… 😉

        @ Olli

        Der Original-Titel gefiel mir besser. Vom Klang.

    • Habe ich erst neulich jemand kennengelernt, auf der Strasse. Hat mir erzählt, er wär‘ Steuermann auf so einem riesigem Containerschiff. Zu gross selbst für die Elbe, um den Hamburger Hafen anzulaufen. Lässt sich gar nicht erst die Frontzähne machen, weil die ja bei der nächsten Schlägerei in irgendeiner Hafenkneipe eh nur wieder rausfliegen würden. Trinkt wohl auch ganz gerne, und war gerade zu Besuch bei seiner Tochter. Geht aber nicht in’s Hotel weil er sich wohl angewöhnt hat, oder er kann sogar nur im Freien schlafen, wenn er an Land ist. So jemand ist immer für viele Monate am Stück weg, und doch scheint er mehr Kinder über die ganze Welt verteilt zu haben wie so manch anderer. Seine Tochter ist jedoch sein ein und alles, dass konnte ich selbst aus dieser rauen, heiseren Stimme sofort raushören. Es lag auch viel Schmerz und Sehnsucht, unterdrückte Traurigkeit in dieser Stimme. Ob das alles wahr ist was er mir erzählt hat weiss ich nicht, aber wie ein normaler Obdachloser mit einer imaginierten Persönlichkeit kam er mir auch nicht vor. Ich fand ihn sogar ausgesprochen sympathisch, dafür das er so ein seltsamer Mann ist. Auf jeden Fall ist er ein sehr einsamer Mensch, der wohl schon sehr viele Dinge erlebt hat, die andere nicht erlebt haben. Von ihm würde ich mir an einem sonnigen Tag jederzeit wieder Geschichten erzählen lassen, bei einer Flasche Saurer Apfel.

      • Ja, bist du. An der kleinen Sommersprosse auf der Nase habe ich es erkannt. :) Ein sehr professionelles Foto, gerade weil es auch das Thema Mietvertrag zum Gegenstand hat. Darf ich Fragen, wie es dazu gekommen ist, denn für einen Schnappschuss wirkt es einfach zu perfekt?

      • ja, das bin ich ^^
        Wie soll’s dazu gekommen sein? Beim Papiere sortieren wg Umzug hatte ich die Idee zum Blog, Kamera geschnappt, abgedrückt, fertig. Nix besonderes also 😉

        Ich wusste nicht, dass du und meine Sommersprossen schon per Du sind ;D

      • Mit Selbstauslöser, oder zack, Kamera in der einen Hand, Mietvertrag in der anderen? Das Foto kannst du an eine Agentur verkaufen, Roxxy, dass meine ich im Ernst.

        Was diese eine Sommersprosse angeht, die schenkst du bitte mir, doch um das zu verstehen müsstest du ich sein. :)

        Das Lied Cielito Lindo versuche ich dazu nur für dich gerade umzutexten, denn ese lunar, diese Sommersprosse sitzt bei dir nicht junto a tu boca, sondern en tu naricita. Und das mit den ojitos negros habe ich auch schon geändert, porque los tuyos son azules y tan bellos como el cielo. 😉

      • Ich kann leider kein Spanisch 😀 Aber ich lass es mir dann übersetzten.

        Herzlichsten Dank für das Kompliment, aber ich verkauf dann doch lieber vielsagendere Bilder 😉
        Und ja, Mietvertrag in der einen, Kamera in der anderen Hand – ein Hoch auf’s Multitasking 😀

        Na wenn du mir sogar n Lied umdichtest, schenk ich dir auch zwei Sommersprossen <3

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