Tod einer Pornodarstellerin: Wurde August Ames Opfer der Zivilisationsseuche „Politische Korrektheit“?

August Ames - DEAD
August Ames | 1994 bis 2017 | Wohl von „politisch korrekten“ Weltverschlechterern in den Tod getrieben

August Ames brachte das nötige Rüstzeug mit, um es im pornografischen Geschäft nach ganz oben zu schaffen. Ein hübsches Gesicht, natürliche Brüste von unnatürlicher Größe und die Gabe, so zu tun, als würde ihr nichts mehr Freude bereiten, als sich vor der Kamera penetrieren zu lassen. Und es lief ja auch. Es gab kaum eine US-amerikanische Pornopreisverleihung in den letzten Jahren, in der die Kanadierin mit polnischen Wurzeln nicht mindestens nominiert war.
Und auch in ihrem Privatleben schien alles okay zu sein. Sie war mit ihren 23 Jahren längst glücklich verheiratet.
August Ames starb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Vermutlich Selbstmord. Gott weint und die Welt fragt sich: „Warum?“

Der tiefe Fall aus dem Pornohimmel begann erst letzte Woche mit einem Beitrag auf Twitter. August Ames schrieb, dass sie aus „gesundheitlichen Gründen“ nicht mit Darstellern drehen würde, die zuvor in Schwulenpornos vor der Kamera standen. Völlig verständlich. Es ist und bleibt nun einmal so, dass sich vornehmlich Männer, die es mit Männern treiben, mit HIV infizieren.
Dass ihre Sorgen durchaus berechtigt waren, belegen ein paar Zeilen aus den letzten Jahren:

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Es dürfte also niemanden geben, der kein Verständnis für Ames Entscheidung hätte, nicht mit schwulen oder bisexuellen Darstellern zu drehen. Eigentlich. Doch es gibt bekanntlich eine Menge Irrer da draußen, in der virtuellen Welt im Besonderen. Und so kam es, dass besagter Tweet und der daraus resultierende „Shitstorm“ höchstwahrscheinlich ihr Todesurteil war.

„Bist wohl homophob!“, laute der Hauptvorwurf der „politisch korrekten“ Faktenflüchtlinge. Anfangs versuchte sich August zu wehren: „Ich bin NICHT homophob. Viele Frauen drehen nur nicht mit Männern, die bereits Gay-Pornos gedreht haben – aus gesundheitlichen Gründen. So, wie ich auch. Ich setze meinem Körper keinem Risiko aus, denn ich weiß nicht, was sie in ihrem privaten Leben tun“.
Vergeblich. „Also bist du homophob“, bekam August zur Antwort. Ihre Kraft ließ nach. Ihre Tweets wurden verzweifelter: „Ich muss mich für gar nichts rechtfertigen. Soll ich mich etwa dafür entschuldigen, dass ich extra Schritte unternehme, um meinen Körper zu schützen? Fickt euch Leute, die mich angreifen, obwohl ich keinerlei böse Absichten habe. Ich liebe die Gay-Gemeinschaft. Aber ICH ENTSCHEIDE wen ich in meinem Körper haben will. Kein Hass bitte.“
Doch ihre Bitte blieb ungehört, es folgte Hasskommentar auf Hasskommentar. August Ames war am Ende. In nur drei Tagen wurde sie von den „politisch korrekten“ Weltverschlechterern in die Ausweglosigkeit getrieben. Es reichte nur noch für ein „Fickt euch alle“.
Einen Tag später erhängte sie sich (vermutlich).

August Ames - DEAD - Final Twitter

Sicher, nur weil sich ein paar Trottel vorm Rechner auskotzen, muss man sich nicht gleich umbringen. W e n n die Seele heile ist. Davon war August Ames Seele weit entfernt. Die wurde bereits in ihrer Kindheit zerstört. Geisteskranke Mutter, vom Großvater missbraucht, vom Vater, der ihr nicht glaubte, in ein Kinderheim abgeschoben, da war sie gerade mal 12 Jahre alt. Depressionen folgten.
Sie litt Zeit ihres Lebens darunter, dass ihre Eltern sie als Lügnerin darstellten. Noch kurz vor ihrem Tod wollte sie sich mit ihrem Vater aussprechen, doch der hatte daran kein Interesse.
Von Psychologen bekam sie auch keine Hilfe, nachdem die erfuhren, was August beruflich macht, hieß es immer nur: „Genau das ist der Grund, weshalb Sie sind, wie Sie sind.“
Wäre ihre Psyche gefestigt gewesen, so hätte August den „Shitstorm“ wohl weggelächelt. So wie es die meisten Menschen tun, einschließlich mir. Doch das war sie nun einmal nicht.

„Ich verlange, dass der Tod meiner Schwester ernstgenommen wird. Mobbing ist kein Spaß!“ Das sagt ihr Bruder. Ein frommer Wunsch. Die „politisch korrekten“ Gutmenschen und ihre Helfershelfer in Politik und Justiz wähnen sich ja stets auf der richtigen Seite.

August Ames - DEAD II
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3 Comments

  • „Genau das ist der Grund, weshalb Sie sind, wie Sie sind.“?

    Falsch. Es ist genau anders herum. Durch die Kindheit und Jugend wird ein Mensch geprägt, stark und selbstbewusst oder unsicher und wackelig gemacht. Ihr Beruf, oder sagen wir mal, ihre Tätigkeit war daraus lediglich eine Konsequenz.

    Um so dramatischer darum auch das nicht mehr „geliebt“, begehrt, bewundert, anerkannt oder sogar gebucht werden, die überraschende, unerwartete Zurückweisung selbst nach schon so viel Erfolg. Hat allerdings auch mit der Sehnsucht nach Perfektion zu tun, die der Mob/Zuschauer/Wähler nur zu gern auch auf solche Darsteller projiziert, die ja bewusst deswegen auch nur vorteilhaft in Szene gesetzt werden oder sich selbst setzen. Ist also auch eine Art Koabhängigkeit.

    Das muss sie jedoch so stark in die Regression zurückgeworfen haben, diese Zurückweisung, darum heisst es ja auch Re-gression, dass selbst ihr Mann ihr dann nicht mehr helfen, sie stützen, stabilisieren, da wieder herausbekommen konnte. Dabei war „Fickt euch alle [selbst]“, „fuck y’all“ schon der richtige Ansatz, wie man damit umgehen muss. Eiskalt, mit all den scheinheiligen, selbstgefälligen, selbstgerechten Arschlöchern.

    Darum sollen Väter ihre Töchter ja auch lieben und ihnen genug Zeit und Aufmerksamkeit schenken, ebenso wie auch ihren Söhnen. Weil es das ist, was einen Menschen stark macht: Sich geliebt fühlen.

    • Unwahrscheinlich. Die wenigsten Dummen (Unwissenden/Ungebildeten/Unerfahrenen) werden plötzlich klug. Dummheit hat ja eine Vorgeschichte, hat auch Gründe, und die sind selten physiologischer Natur.

      Nur ein Beispiel: Vielen Menschen wird schon in ihrer Kindheit ihre natürliche Neugier abtrainiert, wenn sich zum Beispiel Eltern durch die ständige Fragerei genervt fühlen und das dann auch zum Ausdruck bringen (muss nicht mal verbal sein). Weil sie sich vielleicht davon ebenso überfordert fühlen, wie einstmals auch schon ihre Eltern (Teufelskreis).

      Die meisten werden darum gedacht haben: „Geschieht ihr recht“, „Gut das sie weg ist“ oder „Das war ja abzusehen, so wie sie ist“.

      Wenn sie überhaupt denken (reflektieren, nachdenken, vorausschauen, vorausplanen) und nicht nur unbewusst agieren und reagieren, eher Trigger-Wesen sind.

      Ein Problem (Fluch und Segen zugleich) der „world wide (wired) community“ ist nämlich auch, dass so plötzlich auch grösserer Gruppen von Menschen dort zusammenfinden, die statistisch betrachtet real lokal eher selten anzutreffen sind, es dadurch aber auch zu Konzentrationen bestimmter Verrücktheiten oder Neigungen und Abneigungen im Netz kommt. August hat also den Fehler gemacht, ein paar Spinner im Netz für den Rest der Welt zu halten. Was gerade für Menschen in Gesellschaftlich randständigen Positionen gefährlich ist, da sie sich in der Realität dadurch auch selten positives Feedback holen können. Darum warne ich davor, wie vor Ruhm überhaupt, sich diesen vor allem im Netz zu holen. Ruhm („Liebe“, Anerkennung) sollte man sich eh nie im Aussen holen, erarbeiten, doch das machen täglich Milliarden von Menschen und die Darsteller der Unterhaltungsindustrie sowieso.

      Auguste ist darum ein typischer Fall einer „Gefalltochter“, deren (unzählige) „Liebhaber“ und Bewunderer sie unerwartet fallen gelassen haben, sie jedoch echte Liebe von Bewunderung nie zu unterscheiden gelernt hat, und damit auch die richtige Bedeutung, Deutung von beidem. Für sie ist darum Buchstäblich die Welt zusammengebrochen, aus der sie ihr ganzes oder zumindest grosse Teile ihres Selbstbewusstseins bezogen hat, mit den entsprechenden Folgen für ihr Ego.

      Es gibt darum auch nicht selten Filmdiven und andere ehemals Prominente, die sich ab einem gewissen Alter oder Ansehensverlust vollkommen von der wahren Welt zurückgezogen haben.

      https://www.tantra.de/664/papatoechter/

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