„The Sinner“ – Es wäre eine Sünde die Fernsehserie des Jahres zu verschmähen   

Hier bekommt Jessica Biel Kokain auf die Pussy geschmiert. Ein Screenshot, den ich einfach machen musste
Hier bekommt Jessica Biel Kokain auf die Pussy geschmiert. Ein Screenshot, den ich einfach machen musste

„Wie hat er dich geküsst? Wie angefasst? Und wo? Was hat er dabei gesagt?“
Wenn ein jungfräuliches Mädchen solche Fragen einem Mädchen stellt, das gerade eben erst seine ersten sexuellen Erfahrungen gemacht hat, so ist nicht weiter ungewöhnlich. Setzt das Mädchen ein flehentliches „Bitte“ zwischen seine Fragen, um nicht nur gesprochene Antworten zu bekommen, wissen wir: Ah okay, in der Mädchenfilmreihe „Bibi & Tina“ befinden wir uns hier schon mal nicht.
Wenn die beiden Mädels dann auch noch Schwestern sind, die Erfahrene die Frage „Was hat er dabei gesagt?“ mit „Willst du es?“ beantwortet, ihre Schwester dabei herausfordernd anschaut, die Unerfahrene die Hand der Erfahrenen dorthin schiebt, wo es immer so schön kribbelt, dann, ja dann sind wir bei „The Sinner“, eine der besten Serien, die jemals gedreht wurde. 
  

Mach’s mir, bevor ich sterbe, Schwester

Ich kann mich nicht erinnern, es mir jemals auf eine Szene in einer Fernsehserie gemacht zu machen. Bis gestern Nacht. Wie konnte ich nur, und: wo bleibt die Moral? Hier! Die Unerfahrene ist schwer leukämiekrank, die Küsse, die Berührungen könnten ihre ersten und letzten sexuellen Erfahrungen sein.
So denkt zumindest der Zuschauer, der damit, wie so oft in dieser Netflix-Serie, auf die falsche Fährte gelockt wird. Doch selbst wenn das Mädel gesund gewesen wäre, hätte ich es mir auf die Szene gemacht. Moral hat in der Kunst nichts verloren – höchstens am Ende, als die gute alte Moral von der Geschicht. 
  

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„Baby, das war’s!“

Jeder weiß, sie hat es getan. Niemand weiß, warum

Ein Tag am See. Eine Familienidylle, Mutter, Vater, Kind. Cora Tannetti (gespielt von Jessica Biel) schwimmt weit raus. Sie mag nicht mehr. Warum sie nicht mehr leben will, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, können es nicht wissen, da Cora es selbst nicht weiß. Sie taucht unter.
Und wieder auf. Ob sie es sich anders überlegt hat oder ihr einfach nur der Schneid fehlte, sich auf diese Art umzubringen – auch das wissen wir nicht.
Am Strand zurück, schneidet sie ihrem Sohn eine Birne in mundgerechte Stücke. Ein Lied erklingt, vier Strandtücher weiter rangelt ein Mann im Spaß mit seiner Freundin. Er besteigt sie.
Cora steht auf, das Messer immer noch in der Hand, rennt auf das Paar zu und sticht dem ihr anscheinend völlig unbekannten Mann sieben Mal wie von Sinnen in Schulter und Brust.

Suchtfaktor: gewaltig

„The Sinner“ ist eher ein gewaltiger Film als eine Kurzserie. Unter „gewaltig“ geht’s heute im Kriminalfilm auch nicht mehr. Die Menschen bekommen wahre Kriminalfälle im Fernsehen in hoher Qualität um die Ohren gehauen. Herkömmlich erzählte Krimis rufen also nur noch ein Gähnen hervor.
Ich habe die acht Teile a 45 Minuten letzte Nacht am Stück gesehen. Sechs Stunden also. Bis sechs Uhr morgens. Ging nicht anders. Coras Schicksal hatte mich am Nacken gepackt, niemals hätte ich einschlafen können ohne zu erfahren, was aus ihr wird. Und vor allem: Was sie zu einer Mörderin werden ließ.
Was hat diese Frau durchmachen müssen? Woher stammen ihre vernarbten Venen? Wie kann sie heroinsüchtig gewesen sein, wenn sie noch nicht einmal weiß, wie sie sich Heroin spritzt? Wurde sie zur Prostitution gezwungen? Fiel sie einem Sex-Ring zum Opfer? Einer Menschenjagd? Wie war der Sex auf Ecstasy? Und fand sie es eigentlich geil, als ihr der Mann, der sie entjungfert hatte, Kokain auf die Pussy schmierte?

Eine Frau zum Verlieben

Meine Anteilnahme lag natürlich nicht nur an der glänzend erzählten Geschichte, es war vor allem Jessica Biel, die mein Herz berührte. In beinahe jeder Szene verliebte ich mich neu. „Mary Camden“ aus „Eine himmlische Familie“ ist erwachsen geworden. Das ist auch die einzige Kritik, die ich der Serie machen kann: In der Sexszene oben spielt sie eine 23Jährige, war bei den Dreharbeiten aber bereits 34; und das sieht man auch.      
Aber ansonsten? A Star is born, würd ich mal sagen. War sie bereits vorher, schon klar, aber ich meine, seit „The Sinner“ kann es Jessica Biel mit den ganz großen Charakterdarstellerinnen aufnehmen. Bin ziemlich sicher, irgendwann wird sie einen „Oscar“ gewinnen.

Ich kann Euch die Serie nur ans Herz legen, Freunde, merkt ihr ja. Überraschende Wendungen, fein skizierte Charaktere, die ganz ohne Schwarzmalerei auskommen (es gibt keine nur Guten und keine nur Bösen) und exzellente Schauspieler stellen „The Sinner“ in eine Reihe mit Serienmeisterwerken wie „True Detectives“.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich die beiden männlichen Hauptdarsteller. Christopher Abbott spielt Coras Mann Mason Tannetti. Anfangs ein Muttersöhnchen, fern ab vom wahren Mann, sodass es nicht weiter überrascht, dass es im Bett nicht mehr läuft. Für Cora. Mason bemerkt das noch nicht einmal. Oder etwa doch?
Und natürlich Bill Pullmann als Detective Harry Ambrose, der auf sadomasochistische Spielchen der besonderen Art steht. Ebenfalls zum Niederknien.

Sowas können nur die Amerikaner

Ein Vater eines Freundes sagt gern: „Sowas können nur die Amerikaner!“ Recht hatte er, wobei: Mit „The Sinner“ ist’s wie mit der Mondlandung – wäre ohne uns Deutsche nicht möglich gewesen. Die literarische Vorlage „Der Sünder“ schrieb die Krimiautorin Petra Hammesfahr. Deutsche können also doch noch gute Geschichten erzählen. Deutsche Frauen sogar. Ein kleines Wunder.

„Um mich auf die Rolle einzulassen, habe ich meine eigene dunkle Seite beleuchtet“, sagte Jessica dem Frauenmagazin „Marie Claire“. Was immer das bedeuten soll, es war eine gute Entscheidung.
Und nun wollt ihr bestimmt noch wissen, ob sie es eigentlich geil fand, als ihr der Mann, der sie entjungfert hatte, Kokain auf die Pussy schmierte? Okay, einmal spoilern geht: Ja. Klar.

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