Schlagzeilen. Sie sagt … Er sagt … Heute: Warum Lesben keine Kinder adoptieren sollten … / Teil II

Unsere Autorin Nala steht auch auf Frauen. Aber eben auch auf Männer. Bi also. Ich begrüße das. Sehr. Könnte damit zusammenhängen, dass Nala meine Freundin und mich demnächst besuchen wird. Ganz unverbindlich. Erstmal. Aber sicher.  Photo:  Russado
Unsere Autorin Nala steht auch auf Frauen. Aber eben auch auf Männer. Bi also. Ich begrüße das. Sehr. Könnte damit zusammenhängen, dass Nala meine Freundin und mich demnächst besuchen wird. Ganz unverbindlich. Erstmal. Aber sicher.
Photo: Russado

Es gutmenschelt sehr in Nalas heutigen Zeilen. Aber das musste nach meiner Steilvorlage – Link zu Teil I: http://wp.me/p2om3b-1Zg – auch so sein. Ach, ich finde sogar, das muss grundsätzlich so sein. Sie ist die Stimme der Vernunft in meinem Blog. Mein Engel auf der linken Schulter, der sich vom Teufel auf meiner rechten gleichzeitig angezogen und abgestoßen fühlt. Ich mag sie. Sehr sogar.
Na, dann mal los, Nalalinchen …

Wenn es etwas gibt, was ich absolut nicht leiden kann, sind das Pauschalisierungen und Schubladendenken. Natürlich ist mir klar, dass der Mensch dieses Denken benötigt, um zu grob zu differenzieren und einzugliedern, und sicherlich bin auch ich nicht geschützt davor, ebenfalls hier und da eine Pauschalaussage zu tätigen. Trotzdem versuche ich, derartige Aussagen auf dem Minimum zu halten.
Gerade dann, wenn es um Themen geht, die sich um Kinder und Adoption drehen, hört man immer wieder von Vorurteilen und Pauschalisierungen.
Nun kämpfen homosexuelle Paare nicht erst seit gestern darum, ebenfalls das Recht zu haben, ein Kind zu adoptieren.
Und es ist ihr gutes Recht!
Denn mal ernsthaft: Die gleichgeschlechtliche Neigung und Identität sagen nichts, und zwar absolut gar nichts über die Qualitäten einer Frau als Mutter aus.

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„Baby, das war’s!“

Nun wird oftmals angeprangert, dass in lesbischen Familien der „Vater“ fehlen würde. Dieses Argument hinkt, denn aus eigener Erfahrung als ehemals alleinerziehende Mutter (auch bei solchen Müttern wird gern die „fehlende Vaterfigur“ angeprangert) weiß ich, dass die Zeit, wo eine Mutter ihr Kind alleine manipulieren kann, begrenzt ist. Spätestens im Kindergarten oder in der Schule bekommt das Kind zwangsweise auch den Einfluss aus anderen Familien mit. Und natürlich sucht es sich eine Vaterfigur aus – egal ob es der leibliche Vater ist oder jemand ganz anderes.
Die Neigung spielt keine Rolle.

Ein weiteres Argument ist dann oft auch, dass das Sozialleben auch die sexuelle Neigung des Kindes massiv beeinflussen würde. Das ist selbstverständlich nur bedingt richtig, denn würde die sexuelle Neigung ausschließlich anerzogen sein, würden sämtliche heterosexuelle Paare heterosexuelle Kinder groß ziehen, während Kinder von homosexuellen Paaren ebenfalls homosexuell würden. Natürlich spielt die soziale Erfahrung in der Kindheit eine große Rolle für das künftige Leben als Erwachsener, und Kinder orientieren sich auch bis zu einem gewissen Altern an der Einstellung und Meinung der Eltern. Wer aber nun Angst hat, dass lesbische Paare ausschließlich männerhassende Kinder groß ziehen würde, der irrt. Warum? Die Tatsache, dass eine Frau homosexuell ist, darf zum einen nie gleichgesetzt werden damit, dass sie Männer hasst. Denn das Eine geht nicht automatisch mit dem Anderen einher. Im Gegenteil – Männerhass kann völlig unabhängig der Neigung sein. Natürlich kann eine derartige Kombi zustande kommen, aber die Chancen dafür sind verhältnismäßig gering.
Auch bei diesem Argument spielt also die Neigung keine schwerwiegende Rolle.

Kommen wir also zum Punkt: Nur weil es hier oder da homosexuelle Frauen gibt, die Männer hassen oder ein gestörtes Verhältnis zu ihnen haben, nur weil es homosexuelle Frauen gibt, die Probleme mit der Moral oder dem Sexualverständnis haben, heißt das nicht, dass deshalb alle homosexuellen Frauen keine Kinder adoptieren sollten. Die Qualitäten einer Mutter hängen meiner Meinung von ganz anderen Dingen ab. Die Entscheidungshürde, welches Kind in welche Familie vermittelt wird, sollte an anderen Stellen festgelegt werden. Lesbische Paare sollten also Kinder adoptieren dürfen, wenn das Prüfverfahren entsprechende Punkte berücksichtigt und das Kind bei ihnen in einer liebevollen, sicheren und behüteten Umgebung aufwächst.

Nala Martin

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15 Comments

  • Keine Einwände, bis auf Einen… Welche Stelle sollte das denn prüfen und die Kriterien festlegen… Die Prüfverfahren für „normale“ Adoptionen sind doch schon völlig daneben. Hier wären die normalerweise zuständigen Stellen völlig überfordert.

  • ich zitiere mich an dieser Stelle nochmal vom anderen Artikel “ Natürlich können gleichgeschlechtliche Paare liebevoll ihre Kinder aufziehen. Aber nicht wenige vergessen vor lauter Kampf um Anerkennung und Toleranz, daß Kinder kein Instrument sind, um ihren Status als Paar zu legitimieren. Und was ich erlebt habe (wie Bianca schon sagt, SChwulenpaare sind da in der Tat benachteiligt, und das ist vielen Lesben total wurst), war teilweise schon erschütternd. Ein Kind braucht Vorbilder aus beiderlei Geschlecht, und wenn beispielsweise manche Frauen Männer nur als eierkratzende Primaten sieht, dann sollte sie nicht das Recht haben, Kinder zu adoptieren, da ihr die moralische Reife fehlt, Kindern moderne soziale Werte zu vermitteln (ebenso wie Männer, die ein entsprechend albernes Frauenbild haben). Kinder sind kein Besitz, und es gibt daher kein Recht darauf, eines zu besitzen, es gibt nicht mal das unumstössliche Recht, welche aufzuziehen, wenn man selbst keine bekommen kann: es ist ein Glück, wenn es so ist, aber keine Benachteiligung, wenn es nicht so sein sollte. Das richtet sich aber längst nicht nur an Lesben, an Schwule, das richtet sich an ganz viele.

    Kurzum: Mein Kind soll nicht mich glücklich machen, sondern hat das Recht, glücklich zu sein.

    Ich finde interessant, dass einige Studien zu Regenbogenkindern betonen, wie waaaaaaaaahnsinnig tolerant und aufgeklärt diese Kinder sind, dass es viel besser laufen würde als in Hetero-Familien. Fast so, als wären Heteros zu blöd, Kinder liebevoll und harmonisch zu erziehen. Der entscheidende Punkt ist doch, dass jedes Homo-Paar weiss, gegen welche Vorurteile es kämpfen musste und vielleicht noch immer muss und welche Hürden es zu nehmen hat. Es will wohlüberlegt sein, ein Kind diesen Hürden auszusetzen (die oft ganz leise und scheinheilig daherkommen) – es kostet mehr Arbeit, mehr Mühe, mehr Kraft, Jeder, der etwas anderes erzählt, lügt sich selbst die Tasche voll. Wenn ein Lesbenpaar mit Kind in ein bayerisches Dorf zieht, weil es so gern auf dem Land lebt, nenne ich es Starrsinn. Sich allen Ernstes wundern, dass der ganze Haufen um einen herum tuschelt. Die Kinder sind nicht dazu da, für den Kampf um Toleranz eingespannt zu werden, und wenn ich so etwas erlebe, muss ich kotzen. Natürlich ist die Familie MutterMutterKind fest zusammengeschweisst und nach innen harmonisch. Aber ist es gut, zu spüren, dass es nur nach innen Harmonie gibt, und alles außerhalb der Familie potentiell vorurteilsbeladen, gar feindlich ist? Daß ich mich als Kind IMMER erklären muss?
    Ich glaube, die Gesellschaft ist noch nicht bereit dazu. Nach den heftigen Reaktionen in Frankreich, unseren angeblich so tiefentspannten Nachbarn, zur Homo-Ehe: Würde man sein Kind gern einem solchen Klima an Hass und Ignoranz aussetzen? Ich würde das für mich nicht wollen. Kann es aber nicht beurteilen.
    Ich merke schon, daß manche Kinder mit weitaus geringeren Widerständen schwer zu kämpfen haben.
    Aber es ist nur meine einfache Meinung. es heisst nicht, dass es nicht gelingen kann, MutterMutterKind, VaterVaterKind. Nur müssen diese Familien sich vollkommen darüber im klaren sein, wie hoch ihr Einsatz sein muss.“

      • Nun, das hast Du wohl Deiner leicht polemischen Ader geopfert?! Ich finde Deine Allgemeinerung natürlich zuviel, weiss doch aber, dass Du einfach Dein Provokationsgen ausleben musst.

        Nein, aber als Nachtrag, mal im Ernst, wer sich mal zur Gemüte führt, wieviele homophobe Äußerungen es so im Schulalltag und -kontext gibt, und wie fest-brutal hier hetero-Lebensmaximen hochgehalten werden, der würde da nicht gern ein Kind mit Mutter und Mutter oder Vater und Vater hinsenden wollen. Die Kinder werden ausgegrenzt. Mag irgendwo in großen Städten zwei, drei Orte geben, wo das möglich ist, dass Kinder aus Regenbogenfamilien in Frieden leben können, ohne marginalisiert oder exotisiert zu werden.
        Ich meine, viele Homosexuelle haben noch einen sehr schwierigen Weg des „Outings“ hinter sich, wo man doch denken möchte, sowas sei heut nicht mehr nötig, und wir alle wären uns unserer Facetten bewusst. Der Schulhof ist ein blühender Ort für Schwulenwitze, ich erkenne da mittlerweile sogar leichte bis erschreckende retro-Tendenz der Diskriminierung, die zu meiner Schulzeit nicht möglich gewesen wäre bzw. mindestens einen Tadel und einen fetten Strafaufsatz gekostet hätten.

    • Mir bleibt nichts anderes übrig als das zu unterschreiben, Karla.
      Was einen Unterschied zu homosexuellen und heterosexuellen Paaren ausmacht ist dieser: Bei homosexuellen Paaren sind die Kinder immer zu 100 % gewollt. (Außer in ganz wenigen, merkwürdigen Einzelfällen.)
      Ich würde eher einem Hartz IV Paar, welches das siebte Kind erwartet, um welches es sich ohnehin nicht kümmert (Achtung, ich pauschalisiere hier bewusst) einen Paragraphen zur Zwangssterilisation unterbreiten als mich darum zu kümmern, was die Erziehungsberechtigten eines Kindes zusammen im Schlafzimmer treiben.
      Entschuldigung, ich wollte nicht ausfallend werden, und allen unverschuldeten Hartzern (ich warte auch momentan auf meinen Uniplatz, hartze also) sorry, dass ich euch jetzt als Beispiel hervorgezogen habe.
      Was ist mit Eltern die auf BDSM stehen? Was passiert den Kindern dort? Laufen sie an der Leine oder in Lack und Leder herum?
      Ich weiß nicht, ob ich Sexualität als Kriterium für das Recht auf Nachwuchs ansiedeln möchte.

      • wir werden in diesem Land nie, nie nie nie wieder Menschen zwangssterilisieren, weder aufgrund niedriger Bildung, sexueller Neigung, Behinderung, Rasse etc., soviel hoffe ich für die Zukunft, Goldbeere. Ich verstehe schon Deine Bedenken, dass einem Riesenfamilien mit niedrigem Bildungsgrad ein Dorn im Auge sind – und dass es hier sicher auch Benachteiligungen und Verhältnisse gegen das Kindswohl gibt. Dennoch darf sich niemand anmassen, anderen das Gebären verbieten zu wollen, weil er sie als unterschichtig deklariert. Und aus diesem, wie soll man es sagen, Gebärneid heraus die Forderung artikulieren, dass jede Lebensgemeinschaft, jeder Mensch das Recht auf ein Kind hat – denn es bedeutet doch irgendwann auch die Kommerzialisierung des Kindermachens. Leihmütter, die Kohle kassieren. Teure Verpflanzungen befruchteter Eizellen usw. usf. Ich bin sehr froh, dass viele für die Fortpflanzung entwickelte Hilfsmittel in diesem Land verboten sind, und dass Adoptionen strenge Auflagen haben. Homosexuelle Lebensgemeinschaften stehen nun einmal zunächst vor dem Problem, wie überhaupt an ein Kind gelangen…da sie gemeinsam nicht reproduzieren können. Gut, es gibt Mittel und Wege der Improvisation, von mir aus, möge man kreativ sein. Aber mehr will ich nicht, denn nur, um politisch korrekt allen Menschen die Erfüllung ihres Kinderwunsches zu ermöglichen, möchte ich persönlich nicht, dass die ethischen Massstäbe zur Reproduktion umgewandelt werden in einen (irgendwie mechanischen) Produktionsprozess.

      • Lust auf Frust, Karla? Ich bin jetzt gerade bei einer Stunde und 36 Minuten, und schon jetzt kann ich sagen, dass ich 80% von dem leider bestätigen muss und kann, was in diesem Film erklärt wird. Lediglich bei zwei Themen habe ich noch so meine Zweifel, Ausserirdische und Freie Energie, und bei einem weiteren Thema verbietet es sich in Deutschland eh von selbst, eine abweichende Meinung zu haben, aber auch schon der Rest plus die neuesten Erkenntnisse zum derzeitigen Stand der globalen Überwachung über das Internet genügen, um mir ernsthaft Sorgen zu machen, ob du mit deiner Vorhersage was das Thema Zwangssterilisation betrifft richtig liegst. Was in diesem Film verbreitet wird entspricht fast exakt meinem Wissensstand, den ich seit 2008 erstmals gezielt, eigenständig und unabhängig angesammelt habe. Auslöser war das, was ich von meiner „Nazi“ Oma geerbt habe und das Buch „Die Kreatur von Jekyll Island“, das ich zu der Zeit am lesen war, in Kombination mit natürlich allem anderen, was ich im Lauf meine Lebens bereits schon vorher erleben, erfahren und lernen durfte. Bin jetzt mal gespannt, was der Film am Ende für ein Fazit aus seiner Erkenntnis zieht.

  • Ich finde dieses Thema extrem schwierig !!!
    Denn mal bitte ganz ehrlich , wenn man sich mal umsieht und guckt , wer und was alles Kinder in diese Welt setzt …..grausam !!!
    Und bei vielen weiß man doch schon sehr früh , dass sie keine Chance haben werden.

  • Zwang zur Sterilisierung: das sollte sich die ganze Menschheit viel eher im Hinblick auf Überbevölkerung überlegen. Prinzip: Nach dem xten Kind muss Schluss sein. Schonmal wer die neuesten Zahlen und weitere Hochrechnungen für die kommenden Jahrzehnte gesehen…? Erschreckend. Da erscheint es einem ganz grundlegend doch deutlich sinnvoller, Kinder zu adoptieren, die Eltern bräuchten, als noch mehr in die Welt zu setzen (immer vorausgesetzt, die potentiellen Eltern sind überhaupt als Eltern geeignet – aber die Bewertung halte ich persönlich da – abgesehen von Extremfällen wie ohnehin schon Trinker, gewalttätig etc. oder ganz normalen Kausalitäten wie ‚könnten rein materiell kein Kind durchbringen‘ – prinzipiell für sehr sehr schwierig.. bei vielen zeigt sich doch erst nachher, ob sie mit dem Kind überfordert sind oder erstaunlich gut klarkommen)..

  • Die Hauptfragen in diesem Kontext scheinen ja zu sein, wie und zu was erziehen Homosexuelle Kinder, also besser, schlechter oder nur anders, und wenn anders stehen die Fragen im Raum, gibt es dadurch dann mehr Heterophobe, mehr Männer- und/oder Frauenhasser, mehr Homosexuelle, mehr sexuelle Desorientierung in der Pubertät usw..

    Und darauf scheint es genauso viele Antworten zu geben, wie es Meinungen dazu gibt, da Fragen der sexuellen Orientierung schon immer ein umstrittenes Thema waren und immer noch sind, und wohl immer bleiben werden.

    Wir wissen es nicht, ist darum die einzige ehrliche Antwort, denn wir sprechen hier von der Zukunft, und auch im Bereich der Sexualität ist die Forschung alles andere als Unvoreingenommen und Ergebnisoffen.

    Was missglückte Triangulierung betrifft gibt es allerdings sehr wohl Informationen und Erfahrungswerte über die mögliche Folgen, Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, und daher kann ich Nalas Meinung hierzu, egal wie viel Mühe sie sich persönlich bei der Kindeserziehung gemacht hat nicht ohne weiteres Teilen.

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