Neues (Männer)-Feindbild: Die „Mom“-Jeans!

Mom-Jeans

Es gibt da diese Frau, sie ist ganz bezaubernd (nee, keine Sorge, nicht der Wonneproppen den das Foto hier drüber zeigt, der soll nur die „Mom“-Jeans symbolisieren), und obwohl wir uns noch nie im wahren Leben trafen, fühle ich mich ihr schon ein bisschen nah und kann es kaum abwarten, dass sie mich besucht. Dabei kenne ich sie erst ein paar Tage, also virtuell und vom Telefon.
Wie haben uns übrigens im Supermarkt kennen gelernt — also auf Tinder. Wobei: Sie behauptet, wir würden uns schon viel länger kennen, hätten mal eine Weile auf Facebook miteinander geflirtet, woran ich mich nicht erinnern kann, egal, spielt für diese Geschichte keine Rolle.

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„Baby, das war’s!“

Ein Grund, warum ich mich so fix auf sie einlassen konnte, waren ihre hochbegabten Brüste. Nee, Quatsch, das stimmt nicht, damit ärgere ich sie nur gern. Also nicht, dass Ihr mich missversteht, ihre Brüste sind tatsächlich hochbegabt, aber das würde natürlich nicht reichen, um mein Herz einen Spalt zu öffnen. Neben ein paar Dingen, die ich vorerst für mich behalten möchte, faszinierte mich an ihr vor allem, dass es so gut zu passen schien. Trotz Sherlock Holmes-artiger Suche fand ich bei ihr keinen Haken.

Bis heute. Und das kam so …

Da sie mich besucht, brauche ich neue Unterhosen, logisch. Und da dachte ich, es wäre ein feiner Zug, wenn ich sie die Hosen aussuchen lassen würde. Selbstverständlich traf ich eine Vorauswahl, schließlich ist bekanntlich niemand geschmackssicherer als ich.
Ich gab bei Amazon also „Unterhosen & Calvin Klein“ ein, schickte ihr den Link und siehe da: Sie wählte exakt das gleiche Modell aus, das ich bei meiner letzen Bestellung selbst gekauft hatte. Ein gutes Zeichen.

Doch dann begann das Drama, ach, was heißt Drama? Eine Tragödie war’s, eine vom shakespeareschen Ausmaß.

Sie schrieb mir eine Nachricht, die ich nicht genau verstand, das Wort Liebestöter kam vor, was mir schon nicht passte. Mir schwante Böses. Ich hoffte aber noch, dass mit Liebestöter meine Hosen gemeint waren, sie vielleicht bei Männern in Wahrheit auf String-Tangas stehen würde, wie in diesem Lied „Stringtanga“(-King) von Funny van Dannen, sich aber nicht traute, mir welche zu empfehlen.
Gut, wäre es so gewesen, auch schrecklich, aber immer noch um Welten besser als das, was dann kam.

Menschen, die zart besaitet sind und Jugendliche unter 18 Jahren, bitte ich nun, meinen Blog zu verlassen, da ich für eventuelle Folgeschäden nicht haften möchte, denn nun, meine Lieben, kommen wir zum Grauenhaftesten, das die Modewelt in ihrer langen Geschichte hervorgebracht hat — darf ich vorstellen: Die „Mom“-Jeans!
Sie schickte mir, ohne Vorwarnung übrigens, ein Foto, das ein eher unschönes  Model in einer völlig unförmigen Jeans zeigte.  

„Was’n das?“, dachte ich.

„Diese Hose 😍 musste sein“, schrieb sie.
„Ähhh, NEEE!“, dachte ich.
„Mom-Jeans heißen die …“
Mom-Jeans, nie von gehört, gibt es in Cala Ratjada nicht — zum Glück! 
„… und ich trage die Dinger so gern. Machen nen scheiss Arsch, aber es sieht immer lässig aus“, schrieb sie.
„Ähhh, NEEE!“, dachte ich („sieht immer lässig aus“) und „JA, Mann!“, dachte ich. („Scheiß Arsch“)
Ich fing an zu schwitzen. DA war er also, der Haken, hat sich tagelang vor mir versteckt, der kleine Wichser!

Ich versuchte zu retten, was zu retten war, legte alles rein, mein bestes Argument war dies: „In den Tagen der Schlaghosen oder in denen der Skinny-Jeans, wenn Dir da auf der Straße ein Mädel in einer Mom-Jeans entgegekommen wäre, hättest Du doch gedacht, die wäre aus einer Irrenanstalt ausgebrochen!“
Der Witz war: Das gab sie sogar zu! Änderte aber nix. Frauen.

Ich versuchte ihr zu erklären, dass sie völlig hirngewaschen ist, diese Mutter-Nietenhosen in Wahrheit kacke aussehen, der Kaiser zwar schon was anhat, aber eben Mom-Jeans, was aufs Gleiche hinausläuft; dass sich ein homosexueller Modeschöpfer diese Hosen ausdachte, um sich über Frauen lustig zu machen, ihnen die Weiblichkeit zu rauben.
Doch sie hatte nur ein Pffft für mich übrig, und den Satz: „Ich find sie fancy und passend zu Berlin und zu meinem Oköfotzen-Prenzlauer Berg-Style.“ 

Ich gab noch nicht auf. Natürlich gab ich noch nicht auf. Wir Deutschen mussten schon viel schlimmere Krisen durchmachen, wobei mir da grad keine einfällt, zumindest nicht in Sachen Mode.
„Und wo …“, fragte ich sie per Sprachnachricht, bereits leicht erregt, und das nicht vor Lust, „… wo verdammt ist euer Stolz, was eure Ärsche angeht?! Ich mein, es lief doch Jahrzehnt lang so:
Frau kauft Jeans. Frau steht mit dem Rücken vorm Spiegel und sagt: Kuck mal, Schatz, wie geil mein Arsch in der neuen Jeans aussieht!
Frau wäscht Jeans zweimal. Steht wieder mit’m Rücken zum Spiegel, runzelt die Stirn und sagt: Die sitzt nicht mehr, Scheiße, ich brauch ne Neue.
Mann fragt: Hä? Wo sitzt die nicht mehr?
Na am Arsch! Kuck doch mal!
Ich kuck doch! Sitzt perfekt, schön knackig. Ficken?
Nur, wenn du mir ne neue Jeans kaufst!

SOOO lief es doch immer!
Also, ich frag nochmal: WO ist euer Arschstolz? Aufgefressen, von einem Monster, der Mom-Jeans, die Mom-Jeans hat euch Frauen kaputt gemacht.“

Auch von all diese Wahrheiten ließ sie sich nicht überzeugen. Nun schaltete sie in den Beleidigtmodus: „Mir wird das jetzt alles zu viel.“   

Gut, dachte ich, dann müssen wir eben die Woche in der Wohnung bleiben. Hm. Nee, auch kein Modell, sie will ja auch was von der Insel sehen. Ach, Scheiß drauf, dann sehe ich die Mom-Jeans halt als Test. Sie weiß nun, was ich von denen halte, und sollte sie es ernst meinen, ich ihr auch nur irgendwas bedeuten, wird sie ihren Ökofotzen-Stil im Prenzlauer Berg lassen und mich in Hot-Pants aus Jeansstoff überraschen, die ihre Beine zeigen, die übrigens, wie man so sagt, bis in den Himmel ragen.

Ich ließ sie sich erst einmal beruhigen, bevor ich mein letztes Ass ausspielte: „Die Mom-Jeans, hörst du, die Mom-Jeans wurde, wie der Name schon sagt, für Mütter gemacht! Für Mütter, die aus der Form geraten sind, DUUU bist aber NICHT aus der Form geraten! Du hast eine großartige Figur, mit der ich gern ein bisschen angeben würde! Ist denn das zu viel verlangt?!“

Oh! Das mit dem Abgeben wollen kam gar nicht gut an. Hätt ich wissen müssen, sicher, war auch ein Nachtrag aus dem Eifer des Gefechts heraus, gehört gar nicht zum letzten Ass.
Ich gab mich geschlagen. Vorerst. 

Ich widme diesen Text meinem Kumpel Niels Ruf, der in Berlin ihr Nachbar ist und der, da bin ich sicher, Mom-Jeans genauso ablehnt wie ich.

Ich nochmal kurz: Selbstverständlich gab ich ihr diesen Text zum Lesen, bevor ich ihn veröffentlichte. Sie fand schon auch lustig, griff aber nochmal an: „Und die Valentina, die Ex von Niels, die du ja sooo heiß findest, trägt übrigens auch Mom-Jeans! SO!“

DAS war natürlich eine Steilvorlage! Ich sagte nur: „Ach so! Na, dann weiß ich ja nun endlich, woran die Beziehung gescheitert ist.“

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