Mein allererste Blog-Beitrag war ein Liebesbrief

In meinem Liebesbrief an meine Leser erwähnte ich meinen allerersten Blog-Beitrag. Und weil meine Leser genauso neugierig sind wie ich, wollen sie wissen, wie er sich so liest. Hier ist er also, eine Art Liebesbrief voller Schmalz an eine Frau, die mir mal viel bedeutet hat.

Meine Lampe, meine Tisch-Musikbox, meine Ex: Das ist die Adressatin meines ersten Blog-Beitrags
Meine Lampe, meine Tisch-Musikbox, meine Ex: Das ist die Adressatin meines ersten Blog-Beitrags

Es ist

Kurzer Einschub: Dir gefällt dieser Beitrag? Das freut uns. Du möchtest unsere Arbeit unterstützen? Das freut uns fast noch mehr. Wie? Ganz einfach: Bestell Dir eines unserer Bücher!
Klick aufs Cover, um mehr zu erfahren.

Sex, der süchtig macht – Band I: Wie Du länger durchhältst und öfter kannst

Sex. Für wahre Männer.

Sex für Frauen mit Soul

„Baby, das war’s!“

Es ist ihr Geruch, den ich vermisse, ihr wahrer Geruch, nicht der aufgesprühte. Den konnte ich mir nie merken, wechselte auch ständig. Obwohl der auch, klar, immer lecker war. Aber den konnte man in einem Geschäft kaufen, und damit zählt er nicht. Denn die besten Dinge im Leben sind bekanntlich nach wie vor frei erhältlich.
Was ich meine, ist ihr ganz eigener Geruch, nach dem Aufwachen im Speziellen. Wenn sie sich in seltenen Momenten noch einmal an mich schmiegte, ihren Arm um meine Schulter schlang, ihren Kopf behutsam auf meine Brust legte.

Die abgetragene Cordjacke meines Vaters hing noch Jahre nach seinem Tod neben der Kellertür im Haus meiner Mutter. Und jedes Mal, wenn ich an ihr vorbeiging, musste ich dran riechen. Es war wie ein Zwang. Wohlige Wehmut überkam mich dabei. Die Jacke schenkte mir Erinnerungen an meine Kindheit, meine Jugend. An meinen Papa. Irgendwann war die Jacke weg. Einfach weg.
Ich vermisse sie noch heute.  
Bis vor Kurzem besaß ich noch ein getragenes Shirt von ihr, an dem ich nicht ein Mal gerochen habe. Ich wollte, ich wollte so gern, aber ich konnte nicht. Zu groß war die Angst vor der Erinnerung.

Es ist ihr Anblick, den ich vermisse. Meist schlief sie vor mir ein, was mir dann die Gelegenheit gab, sie noch einen Moment zu beobachten. Manchmal zuckten ihre Mundwinkel, manchmal lachte sie leise, und manchmal – und das war wahrlich am zauberhaftesten – sprach sie im Schlaf. Unzusammenhängendes  Zeug ohne Sinn und Verstand.

Es ist ihre Schönheit, die ich vermisse. Nein, nicht die Schönheit, die Männern auf den ersten Blick in die gierigen Augen schießt. Die war auch nicht zu verachten, um Gottes willen, auch ich bin bloß ein Mann, – und wenn es einer zu schätzen wusste, dass man sich nach ihr den Hals verrenkte, dann war ich das. Aber was ich noch viel mehr vermisse, ist die Schönheit ihrer Seele. Das klingt ungriffig und lässt sich auch nicht erklären. Um sich am Leuchtfeuer ihres Wesens wärmen zu können, muss man sie kennen, so wie ich sie kannte.

Und man sollte es nicht für möglich halten, aber ich vermisse sogar ihre Zickigkeit, ihre Wankelmütigkeit, ihre Unreife, ihr Desinteresse an Dingen, die nicht so ganz unwichtig sind. Ja, all das, was mich zur Weißglut treiben konnte, vermisse ich.

Vor allem aber ist es ihre Liebe, die ich vermisse. Die Liebe, die sie in ein paar magischen Momenten meines Lebens nur mir schenkte.

«Ich hatte immer das Gefühl, ich würde dich mehr lieben als du mich, daran bin ich kaputtgegangen», sagte sie in unserem letzten Gespräch.

Sie hat mich «mehr geliebt als ich sie»? Oh, welch ein Irrtum! Wer sich an eine falsche Vorstellung gewöhnt, dem wird jeder Irrtum willkommen sein, das wusste schon Goethe. Dass man sich aus dem Irrtum wie erquickt wieder zum Wahren hinwendet, allerdings auch.

Der Brief erschien übrigens auch in meinem Buch „Baby, das war’s!”, das ihr hier erwerben könnt:

Photo: © Oliver Flesch

Stopp! Warte kurz! Klick noch nicht weiter – die nächsten zehn Zeilen werden Dein Leben verändern!

  • Du bist ein wahrer Mann und möchtest ein Sex-Gott werden? Gute Entscheidung! Wenn Du wissen willst, wie Du jede Frau süchtig fickst, trage Dich hier ein.  

    Du bist eine richtige Frau und möchtest für Männer der Fick ihres Lebens werden? Braves Mädchen! Wenn Du wissen willst, wie Du jeden Mann süchtig fickst, trage Dich hier ein.

  • Dir gefällt meine Arbeit? Schön! Dann werde Fan meiner Facebook-Seite. Dort erlebst Du mich täglich ungefiltert und hautnah.

Tweet about this on TwitterShare on Google+0Share on Tumblr0Pin on Pinterest0Digg thisShare on Reddit0Email this to someonePrint this page

3 Comments

  • „Um sich am Leuchtfeuer ihres Wesens wärmen zu können, muss man sie kennen, so wie ich sie kannte.“

    Olli . Das ist so schön, mir kommen die Tränen. Ein wunderschöner Liebesbrief.

  • Aha, dass hat mich doch jetzt neugierig gemacht. Das ist eine original Fernbedienung von AMI Rowe aus den 60ern zur an die Wand oder am Tisch Montage für eine Jukebox. So etwas nannte man früher auch wallbox oder bei AMI Wallette.

    Manche bauen sich heute so etwas auch zur Fernsteuerung moderner „Musikserver“ wie einem iPod um. Eine Jukebox war ja im Grunde nichts anders, nur eben mechanisch.

    • Jetzt hab ich mir das Foto angeschaut. Tatsächlich eine hübsche 😉
      Mein Focus war auf den tollen Brief gerichtet und mit verschleiertem Blick hab ich dann auch nur kurz zum Bild geschaut.
      Was sieht der visuell ausgerichtete Mann ? Hübsche Frau und Jukebox. 😀
      Oder einfach nur den Untertitel gelesen 😀 Ich nicht 😀

Kommentar verfassen