Das Märchen von den bemitleidenswerten Zwangsprostituierten …

Die reizende Nadja Tiller in der Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher – „Das Mädchen Rosemarie“

Wird in den Medien über Huren berichtet, in Talkshows diskutiert, läuft ein Film, der sich um Huren dreht, geht es fast ausschließlich um sogenannte Zwangsprostituierte. Um vierzehnjährige Mädchen also, die aus ihrem Heimatland verschleppt, denen die Pässe abgenommen, die von bösen Männern mit tiefschwarzen Augen erst einmal „eingeritten“ und/oder halbtot geprügelt wurden, bevor sie gewissenlosen deutschen Männern „zu Diensten stehen“. Huren, die ihren Job gern machen, oh, nein, die gibt es nicht. Nicht in den deutschen Medien. Außer auf RTL2. Aber wer nimmt diesen Sender schon ernst?

Neulich bei Günther Jauch ließ man Alice Schwarzer wieder einmal Lügen aus dem Märchenland verbreiten. Sinngemäß sagte sie: Achtzig Prozent der deutschen Huren stünden unter Zwang, die restlichen fünfzehn Prozent würden am Bahnhof stehen und seien drogensüchtig. Frauen und Mathematik. Bislang dachte ich immer, Achtzig und Fünfzehn ergebe Fünfundneunzig, na, egal, weiter im Text.
Unter anderem aus genannten Grund will Schwarzer die Prostitution (die sie noch nicht einmal richtig aussprechen kann, siehe Video) grundsätzlich verbieten lassen. Diese Zahlen haben mit der Realität nichts zu tun. Sie sind nicht belegt – natürlich nicht, wie sollten sie auch? Wie soll eine Umfrage unter Zwangsprostituierten funktionieren? – Alice Schwarzer hat sie sich entweder ausgedacht oder ungeprüft übernommen. Wäre nicht weiter nicht schlimm, gäbe es nicht so viele Menschen, die ihrem Rotz glauben schenken würden.

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„Baby, das war’s!“

Gestern chattete ich mit einer Feministin. Sie war mir auf der Emma-Seite als eine aufgefallen, die noch nicht ganz verloren schien. Sie kommentierte Folgendes: „Prostitution ist verwerflich. Er ist unmenschlich, grausam, widerwärtig und so weiter und so fort.“ Es stellte sich heraus, dass sie von Prostitution null Ahnung hatte. Sie kannte einen krassen Fall aus ihrem Bekanntenkreis (Vater zwang Tochter vor Jahrzehnten zum Anschaffen.) und die Lügen der Schwarzer. Ich klärte sie auf. Und was passierte? Plötzlich sah sie die Sache mit den Huren nicht mehr schwarz, dafür im wohligen Rotlicht. Ja, mehr noch, sie sagte: „Hilfe, ich bin im falschen Job!“

Was ich ihr erzählte? Ein paar Beispiele aus der Praxis. Von dem Vater eines Jungen, dessen Frau kürzlich verstarb. Der die Escort-Agentur, die für meine Freundin Termine macht, anrief, weil er einsam war. Der sie seitdem immer wieder bucht, weil er Zärtlichkeit und Nähe sucht. Von dem Multimillionär, der ihr fünfhundert Euro Trinkgeld gab und ihr mal eben einen Führerschein spendierte, keinen Sex wollte, dafür Kuscheln. Ich hätte ihr noch dutzende positive Beispiele nennen können. Ich beließ es bei: „Seitdem meine Freundin als Freudenmädchen arbeitet, ist sie aufgeblüht. Ihr geht es gut, wie nie zuvor – sie liebt ihren Job.“

Dass es auch Zwangsprostituierte gibt, bestreite ich selbstverständlich nicht. Nur: Ihre Anzahl ist in Deutschland verschwindet gering. Ich nenne keine Zahlen, weil es keine gibt, ich im Gegensatz zu Schwarzer seriös argumentiere, mir nichts ausdenke. Dass es auch Prostituierte gibt, die unglücklich in ihrem Job sind, bestreite ich ebenfalls nicht. Nur: Das sind meist Frauen, denen die Qualifikation fehlt. Wenn ich aussehe wie Dresden ’45, keinen Sexappeal habe, nicht mit Menschen umgehen kann, brauche ich mich nicht zu wundern, dass ich nicht wie meine Freundin in Fünf-Sterne-Hotels, sondern bei Wind und Wetter auf abgefuckten Straßen anschaffen gehen, jeden noch so ekelhaften Freier bedienen muss. Um es mal ganz klar zu sagen: Wenn ich aussehe wie Dresden ’45, keinen Sexappeal habe, nicht mit Menschen umgehen kann, sollte ich nicht als Hure arbeiten. So einfach ist das.

Es gibt zehntausende Huren, die genauso empfinden wie meine Freundin. Für die ist das Prostituierten-Bashing von Schwarzer und ihren Gesinnungsgenossen ein Tritt in den Unterleib.
„Ich wünsche mir, dass mein Job gesellschaftlich als ein ganz normaler Beruf anerkannt wird. Ich möchte mich nicht für etwas schämen müssen, das ich liebe.“ O-Ton meiner Freundin. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

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97 Comments

  • Ich kenne auch die eine oder andere Dame die das Gewerbe wegen des Geldes und / oder der Liebe zum Sex macht und denen es gut geht. Zwangsprostitution ist ein verbrechen dem man Einhalt gebieten muss, keine Frage, aber ich sehe es auch so dass in Deutschland die Zahl der gezwungenen Mädchen Geringer ist als derer die Geld brauchen (nicht für Drogen sondern zum Leben) und die mit dem was ihnen spaß macht gutes Geld verdienen. Kenne aus gerade aus dem Escortbereich ähnliche Storys wie beschrieben, wo begleitete Geschäftsmänner durchaus Wagen, Schmuck oder Reisen sprinegn lassen die neben dem eigentlichen Verdienst stehen. Wie immer Herr Flesch ist es gut zu wissen dass man nicht nur selber die Storys erlebt und erzählen kann. Thank you

  • Was ich an dieser Sache so gar nicht verstehe ..selbst wenn man Null Ahnung von Prostitution hat und sein gesamtes Wissen darüber aus den Medien hat ..jeder der ein wenig Hirn hat kann sich doch ausrechnen , das bei der Masse an Prostituierten die es hier gibt, es gar nicht möglich ist , das die alle dazu gezwungen werden !

  • In den Niederlanden ist Hure schon lange ein anerkannter Beruf. Find ich spitze, schon allein um der Zwangsprostitution vorzubeugen.
    Was die Schwarzer labert, ist mal wieder Bullshit, weil sie wieder nur eine Seite der Medaille sieht. Wie du zu sagen, die Anzahl von Zwangsprostitution sei verschwinden gering in Deutschland, halte ich aber für ebenso blöd, wo du doch selber sagst, es gebe keine Zahlen.
    Scheiß auf Statistik, darum geht’s ja eh nicht. Du zeigst auf, dass die andere Seite nicht totgeschwiegen werden sollte und das finde ich toll. Zumahl man bedenken sollte, dass es Prostitution immer schon gab. Sie ist also nicht nur in unserer Gesellschaft verankert und sollte deshalb auch als Teil davon akzeptiert werden, sondern sie ist meiner Meinung nach auch dringend notwendig

  • Ach ja , und was den Satz deiner Freundin angeht .. RECHT HAT SIE !!!!
    Warum ist Toleranz so schwer ?
    Für mich ist eine Prostituierte weder ein besserer noch ein schlechterer Mensch wie ich !!! Es wäre kein Job für mich, aber ein 8 Stunden Bürojob wäre auch nichts für mich.
    Für mich ist jeder erstmal Mensch und wenn ich die Person kennenlerne kann ich mir ein Urteil über sie bilden , aber das hat für mich nichts mit Job , Hautfarbe , sexuelle Vorlieben , Geld oder sonst was zu tun !!

  • Der beste Freund meines Onkels leitet einen erfolgreich laufenden Puff im Süden. Die Mädels sind alle super drauf, bildhübsch und machen ihren Job völlig freiwillig und mit Spaß an der Sache. Der Freund erfüllt zwar der Optik nach jedes Klischee eines schmierigen Bordellbetreibers, aber seine Geburtstagsfeiern sind so was von Konservativ, dass es richtig langweilig wird.
    Schade, dass solche Märchen von Zwangsprostituierte immer noch fest im Weltbild der meisten scheuklappengesteuerten Gutmenschen in Deutschland verankert ist. Anscheinend gehört das zum guten Ton. Außerdem würden den meisten Tatortkommissaren die Fälle ausgehen.

  • Das ist natürlich das Optimalste, wenn es beiden Seiten Spaß macht und fair ist. Zu der Zwangsprostitution kann ich nichts sagen, da ich dazu keinerlei Informationen habe und mich Herrn Flesch anschließe: wenn man seriös diskutiert, sollte man sich nichts aus dem Arsch ziehen. Guter Artikel, der eine wichtige Sache anspricht: für einsame Menschen ist ein Escortservice etwas wunderbares. Es wird gerne mal vergessen, dass die Prostitution nicht immer mit bloßem schnellen ficken zu tun haben muss, sondern auch Menschen die nötige körperliche Nähe bringen kann.

  • frau s. will ja auch das gleiche wie die katholische kirche bei homosexuellen: natürlich ist sie aus feministischen gründen auf seiten der vom patriarchat missbrauchten armen prostituierten, aber nur, um sie ins lager der ehrbaren und moralkonformen bürger zurückführen.
    beim thema zwangsprostitution wär ich mir da nicht so sicher…ich hab mal nen artikel einer prostituiertengruppe gelesen, die das auch in den bereich der märchen verwies, zumindest in unseren gefilden. wichtigstes argument bei deren statistik: es gibt so gut wie keine verurteilung auf dem sektor, also gibt es auch so gut wie keine belegte zwangsprostitution. das fand ich schräg…welche verschleppte 15-jährige (wenn sie überhaupt der polizei ins netz geht) sagt denn vor gericht gegen ihre zuhälter aus? ich möchte mal, zwar ahnungslos, aber pauschal, bestreiten, dass es ausgerechnet im bereich prostitution / kinderprostitution keine signifikante kriminalität in europa gibt.

    zurück zur glücklichen hure: im grunde prostituieren sich ja viele arbeitnehmer und ehefrauen auf eine art, um ihren lebensunterhalt zu sichern. aber jede hure sollte schon so ehrlich sein, dass es einer gewissen…moralunabhängig nicht ganz so gesunden…seelischen grundstruktur bedarf, um ständig irgendwelche typen die grenzen des eigenen intimen schutzbereichs massiv überschreiten zu lassen. aber das wiederum ist privatsache und nicht verurteilbar.

    • Apropos, warum regt sich denn niemand über Minderjährige Stricher auf die vorwiegend von verkappt bisexuellen Familienvätern „gebucht“ werden?

      Es scheint als würden den Feministinnen nur weibliche Opfer wichtig sein. Von männlichen Zwangsprostituierten und sogar von weiblichen Tätern, Stichwort Sextourismus in z.B Sri Lanka, verlieren die kein Wort.

      In Berlin ist übrigens was Minderjährige betrifft die Stricherszene stärker vertreten als Minderjährige Mädchen die auf den Strich gehen.

      Nirgendwo ist die Empörung und Aufmerksamkeit der Leser und Filmzuschauer aber so groß wie wenn es die schwächsten trifft, sprich minderjährige Mädchen. Das in Kombination mit erzwungenem Sex ist ein Quotengarant.
      Deshalb bedienen Krimis wie der aufgemotzte, angeblich moderne Tatort vorwiegend solche Themen um die Quoten zu erhöhen.

  • Sehr gut geschrieben….

    Aber ich glaube fast das sie sich wieder einlullen läßt.
    Prostitution wird niemals in unserer Gesellschaft geduldet werden…
    Leider…

  • eine gute freundin von mir ist in diesem gewerbe tätig und ist überglücklich :)
    sie ist ihr eigener chef und macht nur das was sie will … sie macht viele männer glücklich …
    meine meinung “ wenn es diese frauen nicht geben würde , würde es viel mehr vergewaltigungen und zwangsprostitution geben “ aber das ist meine meinung!!

  • Und ja da kommt er wieder der erhobene Finger vom so geächteten Bodyhunter. (Vielleicht schaffens wir ja in Runde 2 mal abseits meines NICKNAMENS, der rein gar nichts mit mir als Person zu tun hat) vernünftig zu diskutieren.
    Aber auch das wird die Heiligen und Fans des Herrn F. vermutlich widerum nicht davon abhalten, geflissentlich mit Ironie und Sarkasmus gespickte Sätze zu übergehen und schlichtweg das zu lesen was sie zu lesen glauben.
    Immerhin habe ich ja damit quasi meine eigene Relegion geschaffen, aber das ist natürlich ein ganz ganz anderes Thema.
    Eigentlich traurig, aber ich muss noch was vorweg schicken….NEIN! Ich habe nichts mit Emma am Hut oder zu tun. Wobei es mir die Damen schon fast sympathisch macht, wie hier auf andersdenkende reagiert wird. Oder wollt ihr tatsächlich in der tuffigen euch gleichgearteten Welt eures Meisters unter euch sein? Das wär aber schlecht für Ollis Klickzahlen ^^ Also nehmts einfach hin, ich bleibe und wende mich eben nicht vor Graus und Schrecken beleidigt ab wie die von euch so angeprangerten Emmas (Wobei ich ja glaube, das fern aller Texte eben nicht wie in euren Kommentaren bevorzugt betitelt alles frigide Emanzenlesben sind, und es da doch den ein oder andern Schlüpfer zu erobern gibt, bei dem es sich auch lohnen würde^^)

    Ach ich könnt ja noch soviel anfügen und mich auf gestrige Kommentare beziehen, die wirklich SO WEIT, aber auch so weit von gesundem Menschenverstand entfernt liegen…aber ich muss ja nun auch entlich Ollis Text würdigen.

    YEAH…er hat es geschafft er macht die Emanze zur Hure. Respekt!
    Vorbildlich wenigstens, das uns aller F. eindeutig erwähnt, das er sich eben nicht auf Statisitken beruft, die es (auch von meiner Seite Zustimmung) gar nicht geben dürfte. Allerdings suggeriert der Text, gerade eben des ja nicht zu erbringenden Gegenbeweises, das die Masse alles Supi und Dupi findet. (Bei den Freiern ist mir das durchaus dank Flatrates und massiv sinkender Einzelpreise durchaus klar).
    DIE MASSE, und da beginnt der Hase zu hinken. Tatsächlich kann ebenso wenig Herr F. (der zudem zweifelslos einen exquisiten Geschmack hat) wie Frau S: beurteilen, was die Masse tatsächlich fühlt, denkt, dazu bewegt usw.
    Prostitution erstreckt sich ja gottweiss nun nicht nur auf ausschliesslich Escortdamen, die den gehobenen Ansprüchen unserer heutigen Gesellschaft genügen und auch dementsprechend entlohnt werden.
    Hier ist ja auch keine Sprache von der 4 fachen Mutter, die einfach erkannt hat, das Beine breit machen fürn 50er schneller geht als 40 Stunden die Woche (in gefühlter Sklaverei) putzen zu gehen, um dann am Ende des Monats doch nichts auf der kante für die Kinder zu haben. Auch DAS ist eine Form von Zwangsprostitution. Einfach weil irgendwann der Erlös, den Rest überflügelt. Aber da wären wir eher in dem politisch/wirtschaftlichem Aspekt. Und ob den Frau S. tatsächlich gemeint hat, wage ich aus der Ferne nicht zu beurteilen.

    Aber, nach wie vor..gibt es die Zwangsprostituion, in ihrer reinen Form. Noch immer werden junge Mädchen vor allem aus den osteuropäischen Ländern in deutsche Bordelle „eringeschifft“. Klar auch dazu gibt es keine konkreten Zahlen. Aber dennoch sollte man nicht die Augen vor so etwas verschliessen und sagen: „Hey ich kenn da genug, die machens zumindest nicht aus persönlichemn Zwang (wie gesagt der wirtschaftliche steht auf einem anderen Blatt)“.

    Natürlich leben wir nicht mehr in den (ludenmässig) goldenen 80ern. Und vielleicht sinds nicht mehr SO viele die noch gezwungen werden. Aber es gibt sie. Und jede davon ist eine Zuviel.

    „Es gibt zehntausende Huren, die genauso empfinden wie meine Freundin.“
    und es gibt Zehntausende die das vielleicht nicht so empfinden, bzw. gar nicht erst zugeben würden.

    • Immer unergibig sich mit dem Papst übers Ficken zu unterhalten. Mit diesem Satz „die wirklich SO WEIT, aber auch so weit von gesundem Menschenverstand entfernt liegen.“ haste eindrucksvoll bewiesen, dass du nichts begriffen hast, nichts von Frauen verstehst, nicht dazulernen willst. Von daher habe ich null Interesse näher auf deinen Kommentar einzugehen.

    • Die gibt es, aber die meisten Prostitiuierten arbeiten freiwillig.

      Wie oben schon erwähnt gibt es btw nicht nur junge Mädchen die sich aus Osteuropa Zwangsprostituieren, es gibt genauso Jungs.
      Siehe dazu den Film „Operation Zucker“ der im Vergleich zu dem Tatort der das Thema Zwangsprostituion immer gerne aufgreift, ein relativ realistisches Bild aufweist.

      In Berlin und vor allem in Prag sind es mehr Jungs die anschaffen als Mädchen.
      Warum interessiert das kaum? Weil es weniger empört. Vor allem Frauen sind der Meinung das nur Mädchen und Frauen „echte“ Opfer sein können.
      Frauen genießen vor allem in Deutschland eine Art „Opferabo“.

  • Äh…Herr Flesch…das bezog sich keineswegs aufs Ficken…auch nicht aufs deine Kommentare, und noch weniger auf den von dir verfassten Eintrag…eher mehr auf die mehr oder wenige dümmliche Ringelpietz ohne Anfassen Runde die sich in deinen FB Kommentaren breit gemacht hat, vor allem meines Namens wegen. Richtig lesen tun scheinbar eh die Wenigsten. Millionen Worte und noch der ein oder andere (Hut zieh)…aber der Grossteil ergötzt wenn ich es so vorsichtig formulieren darf, sicher eher an dem was du schreibts, und plappert das nach was du von dir gibts, bzw. beschränkt sich darauf Beleidigungen zu sehen wos keine gibt, sich am Nicknamen aufhängen usw. usw.
    Aber hey Shit Happens, dachte ja eigentlich das gerade du ein wenig mehr LIEST als ein zwei Sätze 😉

    • Was mich immer wieder fasziniert sind Menschen wie du, die andere anpissen (und nichts anderes war dein erster Kommentar) und dann wie kleine Mädchen über die Reaktion jammern.

  • Ich piss nur die an, die mich anpissen um bei deiner Wortwahl zu bleiben…was du draus machst…nun ja…
    Aber sieh einfach was du sehen willst (offenbar).
    Btw.: Süss…kleines Mädchen hat mich noch niemand genannt ^^ Aber gibt ja für alles ein erstes Mal 😉

      • Ich für meinen Teil behaupte mal, das Olis Freunde nix einfach nur nachplappern. Seine Seite ist eine, auf der jeder offen reden und seine Meinung sagen kann (wie du es ja auch tust, Bodyhunter). Ich schätze Oli eher so ein, das er auf Menschen, die ihm in den Arsch kriechen und ihm nach den Mund reden, gerne verzichtet. Wir sagen hier unsere eigene Meinung und plappern ihm nix nach…..und ganz nebenbei haben wir auch einfach ein bisschen Spass hier! So!

  • Auch wenn ich mit meinen jetzigen Kommentar womöglich wiedermal eine aufs Dach bekomme, muss ich sagen das ich so einige Kommentare bezüglich des Nicknames absolut unsachlich und etwas kindisch und insgesamt am Thema vorbei gezogen fand! Über den Inhalt der kommentare von Bodyhunter brauchen wir, denk ich, nicht reden, da ich ein eingefleshter Fleschleser bin, aus Überzeugung, Neugier, Lust an Liebe und ich liebe Lust…. aber auch weil er uns Affenfrauen gegen den Kampf gegen die Emma´s unterstützt, unser mediales Sprachrohr ist! Den das was die betreiben ist ein Kampf gegen vernünftig denkende menschen des 21. Jahrhunderts!
    Ich schlage vor das ihr euch jetzt an die Hände nehmt, imaginär natürlich und mir nachsprecht: piep piep piep wir haben uns alle lieb! …… 😀 ok jetzt war ich albern, macht einfach weiter wie bisher und ich brauch nie mehr in ne Buchhandlung! Ausser der neue Flesch liegt aus! 😉 Schönen Abend euch…..

      • ich weiß das es grundsätzlich nicht um Nicks ging! 😉 trozdem sind Nomennicht immer Omen, doch das weisst du auch! Nenn mich ja auch La Luna und bin eher der sonnige Typ! 😀

  • hmnn ich weiß net. Genauso wie schwarzer es verteufelt find ich redest du dir das grad zu schön.
    1. find ich gibts nen eindeutigen unterschied zwischen escort u. prostituierte trennen.
    2. ist wie bei einem Spitzensportler der Körper ist das Kapital. Beim Spitzensportler hoffe ich das er mit Anfang 30 soviel verdient hat, dass er nicht mehr arbeiten muss u. sein Geld für ihn arbeitet (um zahlen zu nennen: 5mio euro auf dem bankkkonto sind das bei 1-2 prozent zinsen selbst nach abzug der steuern ein ordentliches sümmchen mit dem man sehr gut ein jahr auskommt). Bei Prostituierten zweifle ich stark daran. Hier glaube ich persönlich eher das diese Mädels auf ihren reiche Traumprinzen hoffen u. naja wenn ihr Kapital verfällt was machen sie dann? Dinge, welche sie nicht mögen um ihren Lebensstandard zu halten oder hören sie auf? u. ab dem Augenblick verkaufen sie ihre Seele u. es wird zum Zwang u. ab hier beginnts menschenunwürdig zu werden. Glaub das ist dann die sache von der die schwarzer redet. find der film Hotte im Paradies stellt das Dilemma mit der Prostitution ziemlich gut da.

    • Ich kenn den Typen, der das Drehbuch schrieb ziemlich gut. Wir schrieben einst zusammen eines. Dazu nur so viel: Vergiss es einfach. Es war so 70er. Klar kommt so etwas noch vor, aber eher vereinzelt.

      Ich ziehe meine Infos im Übrigen nicht nur über meiner Freundin. Ich bin Hamburger. Ich kenn viele von den alten und neuen Jungs und Mädels der Reeperbahn ausgesprochen gut.

      „Seele verkaufen“, das ist eine Plattitüde. Die Friseurin, die für 5 Euro arbeitet, verkauft mehr Seele, wenn du diese Plattitüde bedienen willst.

  • Eine Sekunde lang habe ich beim Lesen der Kommentare befürchtet, es artet in eine Pissparty aus xD

    Aber um sachlich beim Thema zu bleiben: In Herrn Fleschs Bericht bin ICH diejenige, mit der er schrieb. Er hat mich von den Titten-Taliban (geiles Wort xD) wirklich befreit, obwohl ich nie wirklich dazu gehörte. Auf jeden Fall finde ich es sehr sehr gut, auch mal die andere Seite zu hören. Es gibt tausende Berichte über Zwangsprostitution. Frauen werden hier und da gezwungen, sie werden zusammengeschlagen und so weiter. Über die andere Seite hört man nichts. Obwohl man sich damit befassen sollte, bevor man etwas ablehnt.
    Ich gebe es zu, habe ich auch nicht getan, ganz einfach weil es mich immer wieder aufs Neue schockt, wenn ich eine Bekannte treffe, die vom eigenen Vater zum Anschaffen gezwungen wurde. Und zwar seit ihrem 14. Geburtstag. Sie ist nicht in er Lage, eine Beziehung zu einem Mann zu haben, in die Öffentlichkeit geht sie nur mit mindestens 2 Freundinnen, weil sie vor jedem Mann, den sie sieht, panische Angst hat. Natürlich ist sie in Behandlung, aber ein vollkommen „normales“ Leben wird sie niemals führen können. Da ich bisher nur dieses Beispiel kannte und eben auch nur die negativen Berichte aus der Presse, stand ich Prostitution selbstverständlich bisher sehr ablehnend gegenüber. Aber Frau ist ja weltoffen und tauscht sich gerne aus und hat was neues gelernt.
    Für mich wäre der Job nichts, wenn ich ehrlich bin. Ich erfülle schlicht und ergreifend die körperlichen Voraussetzungen nicht. Wäre das gegeben… Wer weiß, da bin ich ehrlich. Wobei mich da hauptsächlich das Geld locken würde. Wenn man bedenkt, dass eine Prostituierte an einem Abend mehr verdient als so manch einer im ganzen Monat, macht das schon ziemlich nachdenklich.

    Zum Thema Seele verkaufen… Tut jeder. Jeder, der einer Arbeit nachgeht, morgens „Guten Morgen Chef“ und abends „Schönen Feierabend Chef“ sagt, dabei lächelt und denkt „Ach leck mich doch dort, wo die Sonne nie scheint“ hat seine Seele schon verkauft.

    Mittlerweile (auch dank des Gesprächs) sehe ich die Sache folgendermaßen: Job ist Job, entweder man mg ihn oder eben nicht. Wenn man ihn mag, ist es ok, dann hat niemand den Mund darüber aufzumachen.

    Ein Beispiel von mir privat, was nichts mit Prostitution zu tun hat, was aber auch um den Job geht. Ich als Frau habe es mich GEWAGT, in eine Männerdomäne vorzustoßen! Ich arbeite tagtäglich nicht nur mit Computern, sondern auch noch mit der darin befindlichen Technik! Uh, Frauen und Technik, geht ja gar nicht xD
    Hörte ich zumindest täglich. Wir waren 20 Leute, 19 davon männlich. Gegen welche Sprüche ich mich durchsetzen musste, könnt ihr euch sicher vorstellen ^^
    Und heute? Wenden sich etliche von ihnen an mich, wenn sie Probleme mit Computern haben. Ich liebe meinen Job. Und ich würde ihn mir niemals wegnehmen lassen, nur weil einer meint, es gehört sich nicht, bla bla bla.

    Job ist Job und jeder muss selber wissen, was er machen will.

    Und ich wollte eigentlich keinen Roman schreiben, tzä!

    • Ich bin stolz auf DICH! Und ein bisschen auf mich. Weil ich Dich aus den Klauen der Titten-Taliban befreit habe. 😉
      Ach, übrigens, ich hab hier zwei kaputte Festplatten liegen, wichtige Dinge drauf. Alte Stories, alte Privatpornos. Zwei Männer sind bereits gescheitert. Trauste Dich? 😉

      • Was genau ist denn kaputt? Anschluss, geben sie Geräusche von sich, klingt es, als ob man versucht ohne Kupplung zu schalten? Drehen sie überhaupt noch? Ein paar mehr Infos brauche ich schon, bevor ich mich an eine Diagnose wage 😉

    • Zum Thema Seele verkaufen, ich habe selbst ne Weile aus Spaß mitgemacht, spreche also aus Erfahrungen:

      Die Sexbranche ist mit keiner anderen Branche zu vergleichen. Einem stinkenden, aber reichen alten Sack die Eier zu kraulen und ihn auf Kommando nette Worte zuzusäuseln, und sich dann das Mißgeschick gefallen zu lassen, dass der werte Herr sein Sperma doch entgegen der Absprache ins Gesicht spritzt… das ist demütigend und ekelhaft und hat nichts mit der Erfahrung einer Sekretärin zu tun, die ihren Chef nicht mag. Das sind Ausnahmen, aber sie kommen vor.

      Ich teile Olivers Meinung voll und ganz, es ist kein schlechter Job und angesichts der Kohle, die frau damit verdienen kann, wirklich genial, aber wer versucht so zu tun als wäre Prostitution ein Job wie jeder andere, der hat einfach keine Vorstellungen davon, was alles so abgehen kann und wie die Herren drauf sein können, wenn sie meinen, sie hätten sich eine Frau für Geld gekauft.

      • „Stinkend“?! WTF?! Gibts bei ihr nicht. Sollte ein Schwanz tatsächlich mal nicht nach Rosen duften 😉 – gehts sofort unter die Dusche! Und: Sollte sie – aus welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage sein, einen Kunden zu bedienen, lehnt sie ihn ab.

        „Und wie die Herren drauf sein können, wenn sie meinen, sie hätten sich eine Frau für Geld gekauft.“ Kann ich auch nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil sogar. Bislang hat sie jeder Kunde respektvoll behandelt.

        „Ins Gesicht spritzt“?! WTF II?! Ich weiß ja nicht, was Du angeboten hast, aber Gesichtsbesamung ist bei ihr nicht vorgesehen. Und sollte doch mal ein Tropfen, der für ihren Bauch bestimmt war, im Gesicht landen, was eine geschickte Hure zu vermeiden weiß, ja, mein Gott. Als Jugendlicher ließ ich mir bei einer Kosmetikerin Pickel ausdrücken. Sie war ein echter Pro, aber manchmal landete ein Spritzer Blut in ihrem Gesicht, auch nicht schön, aber auch kein Weltuntergang. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, warst Du nur kurz anschaffen, will sagen: man gewöhnt sich an Vieles.

      • Damit geht aber auch jeder anders um….
        Ich bin auch in diesem Bereich tätig….nur als Nebenberuf.
        Klar gibts stinkende Männer, aber die müssen vorher eh immer erst duschen. Vorher läuft da nix^^
        Klar gibt es auch Männer die glauben sie könnten sich alles erlauben. Man muss sie aber auch wissen wie man die Männer händelt^^

    • Wunderbarer Roman :-) und du hast vollkommen recht: jeder soll den Job machen,den er liebt,ganz egal,was es für einer ist. Einen Job nur wegen der Kohle zu machen ist meiner Meinung auf lange Sicht hin ziemlich schädlich. Ich liebe meinen Job auch,auch wenn ich nur ne einfache Büromaus bin….und ich habe das Glück,meinem Chef nicht nach dem Mund reden zu müssen,sondern kann auch mal sagen,wenn was scheisse läuft :-)

  • Nun Oliver, offensichtlich warst Du noch nicht dabei, sonst würdest Du nicht so reden.

    Manche Männer stinken, auch wenn sie gerade aus der Dusche kommen. Das ist Angstschweiß, Nervosität, Aufgeregtheit. Keiner meiner Freunde hat jemals so gerochen, keine Ahnung, was diese Männer essen müssen, um so zu riechen…

    Und was die falsch landenden Spermaladungen anbelangt: Ich sagte „entgegen der Absprache“. Es gibt trotzdem Herren, die „vertun“ sich im Eifer des Gefechts.

    Bevor Du weiter unkst: Ich habe mir die Männer äußerst genau nach Aussehen, Eloquenz, Position, Name und Preis ausgesucht und alles andere als am Bahnhof gestanden. Die meisten Männer waren sehr respektvoll, und da mein Service auch für sie nicht billig war, haben sie mit Champagner, tollen Hotelzimmern, Blumen und manchmal auch Geschenken dafür gesorgt, dass es für uns beide ein unvergessliches Erlebnis wird. Aber… es gab eben Ausnahmen, und das sah man den Herren nicht an der Nase oder ihrer gesellschaftlichen Position an.

    Fakten hin oder her: Das Befriedigen von nackten, sexwilligen Männern ist etwas anderes als Brötchen verkaufen oder Briefe tippen. Es ist schmutziger und kann bei weitem demütigender sein.

    Ich bin wie Du der Meinung, dass Prostitution ein ehrbarer Beruf ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass man in seinem Kampf um Gerechtigkeit so tun muss, als wäre es ein nobler, sauberer Job, bei dem man ausschließlich mit Wattebällchen jongliert und den Duft von Rosen einatmet. Ich bin mir nicht sicher, ob Du wirklich dieses Bild hast, ob es Dir so vermittelt wurde oder ob Du einfach übertreibst, um Deinen Punkt zu belegen.

    • PS Ich war nicht dabei, stimmt. Aber ich bin Swinger. Kenn mich auch also auch mit Männergerüchen ganz gut aus, weiß also, was Du meinst. Bleib trotzdem bei meiner Grundaussage: (Fast) jeder Job hat Vor- und Nachteile. Müsste meine Freundin für einen Hungerlohn einen Pissjob machen, dann, ja dann, täte sie mir leid. Aber als Hure? Nope.

      Deine Beschreibung klingt, als wärste oft abgefuckt gewesen, bis heute, vielleicht – nur eine Frage – warst Du nicht die Richtige für diesen Job. WAS, meine Liebe, sollen denn BITTESCHÖN Altenpfleger etc. sagen, die sich BUCHSTÄBLICH um menschliche Scheiße kümmern müssen?

      • Altenpflege etc. könnte ich nicht machen. Das kann sicherlich ähnlich eklig sein, hat aber dieses gesellschaftliche Stigma nicht und deshalb ist es einfacher, damit umzugehen. Auch Bäckereifachverkäuferin will ich nicht sein. Die stehen zu früh auf 😉

        Ich hab den Job aus Neugierde und Spaß gemacht. Es war immer ein Nebenjob und ich habe das Geld nie „gebraucht“. Das war mir auch wichtig, um nicht in eine Abhängigkeit zu kommen. Ich habe ihn jedoch durchaus eine Weile lang gemacht. Und ich habe ihn aufgegeben, als ich merkte, dass mich das viele, viele Geld dazu verlockte, Dinge zu tun, die doch keinen Spaß mehr machen und auch meine Neugierde nicht mehr befriedigen.

        Ich war also nie in der Position, in der ich mich an irgendetwas Ekliges gewöhnen musste. Ich bin tatsächlich nie abgefuckt genug gewesen, um mich mit den Nachteilen dieses Jobs abzufinden. Es war eine Weile lang gut und geil, und jetzt mache ich etwas ganz anderes. Ich habe damals viel gelernt, vor allem, dass man/frau selbst bestimmt, wie viel Geld sie wert ist. Das gilt nicht nur für die Prostitution, sondern für jeden anderen Job. Und so mache ich jetzt etwas, was mich nie abfuckt, trotzdem aber mehr oder weniger dasselbe Geld einbringt. Ohne stinkende Körper.

      • “… hat aber dieses gesellschaftliche Stigma nicht und deshalb ist es einfacher, damit umzugehen.”
        Richtig. Und genau deshalb schrieb ich diesen Artikel. Um ein Umdenken einzuleiten.

  • Eines der ältesten Gewerbe überhaupt, wir können froh sein, dass es solch “ Freudenhäuser “ gibt, wer weiss, was sonst passieren würde…….. wo sollen die Männer denn hin mit ihrer Lust ?!

  • und ich bekomm nen Hals wenn Altenpflegerin immer als ekligster Beruf hingestellt wird den es gibt! NEIN es wird nicht 8 Stunden scheisse weggeräumt! Auch alte Menschen kacken nicht öfter als ihr!!
    Überlegt mal wieviele gemeinsamkeiten eine Altenpflegerin mit einer Prostituirten hat!! Sie müssen beide gut zuhören können, einfühlsam sein, fürsorglich sein und vielleicht auch Dinge tun die sie nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen zählen! Beides sind Dienstleister!!

    • Das hat niemand getan, Laluna. Es gab nur einen Vergleich zur Prostitution, und da wurde betont, dass dieser Job nicht eklig sei. Also?

  • achja ich wolle auch „nebenberuflich“ mir was dazu verdienen! 3 Männer trotz duschen gestunken!! so Geruch hab ich noch nie vorher gerochen an Männern privat! das hat mir die Lust auf den Job versaut!
    So riechen meine Patienten selbst mit Harninkontinenz nicht!
    Ist übrigens eine rießen Marktlücke, also Huren in Altenheimen und Behindertenheimen!

  • Ich denke, es gibt durchaus Huren, die den Beruf gerne machen, aber eben auch Frauen, die es – wie schon erwähnt – unter Zwang machen oder auch aus einer Not heraus, z. B. Drogenabhängige. Generell werden Escortladies, Damen die in einem Nobelpuff arbeiten oder gar auf eigene Rechnung, eine andere Einstellung haben (und auch eine andere Klientel) als die Mädels auf dem Straßenstrich oder in billigen Schmuddelbordellen.

    Von daher sollte man das Ganze nicht verdammen, aber auch nicht total schönreden.

  • Du hast schon recht. Die Diskussionen strotzen vor Klischees. Alle, die schon einmal mit einer Hure gesprochen haben, fühlen sich zu Expertinnen und Experten berufen. Der Tatort wird als authentische Reportage interpretiert. Zahlen gibt es keine verlässlichen, denn die Daten werden einfach nicht neutral erhoben – von keiner Seite. Fakt ist auch, daß v. a. die Niederlande, und dann vielleicht schon Deutschland extrem progressive Einstellungen haben, die man in anderen Ländern so nicht finden wird. Und wenn hier Zwang die Ausnahme ist, ist sie in anderen Ländern die Regel. Ganz sicher wird es noch sehr lang dauern, bis es ein Beruf ist wie jeder andere. Das kann man beklagen, aber ’s wird erstmal sicher nichts ändern. Wenn Du diesen Job nicht gern macht, zerstört er Dich mehr, als wenn Du Dich bei Aldi an der Kasse „prostituierst“ – ich glaube, da führt kein Argumentationsweg dran vorbei. Wann eben aus den „freien Stücken“ ein Zwang wird, weil man vielleicht auf dem Rest des Arbeitsmarktes keinen Fuss mehr fassen kann, weil man vielleicht doch nicht so tough war wie man dachte – weiss niemand vorher. Ein Job, der jung und ledig und kinderlos paradiesartige Verdienstmöglichkeiten öffnet, ist vielleicht später – mit Familie? – nicht mehr realisierbar.

    Ich weiss, du plädierst für Offenheit und Toleranz, nur: Der Blick in konservativere Gesellschaftsschichten zeigt, daß wir da sehr weit von entfernt sind. Mögen viele Freier noch so respektvoll und kultiviert daherkommen – zuhause bei ihrer Familie sind das wieder ganz andere Menschen, und was manch Kerl über Huren an despektierlichen Kommentaren bereithält, lässt schnell den Unterkiefer klappen..
    Irgendwo in einem anderen Forum hatte mal ein neunmalkluger Schweizer genörgelt, eigentlich würden nur verwöhnte Wohlstandsfrauen und eifersüchtige Ehefrauen gegen Prostitution sein, weil sie so überheblich sind und selbst diesen Dünkel tragen würden. Ich persönlich glaube das nicht. Ich glaube, daß auch und besonders die Kunden Teil des Problems sind. Nicht, weil sie „Verbrecher“ sind, das schwedische Lieblingsargument. Sondern weil garantiert immer wieder Respektlosigkeiten den Verkehr behindern. Solche Kunden, die denken, dass sie mit Geld keine Dienstleistung, sondern einen Teil des Menschen kaufen, solche, die sich nicht an Absprachen halten. Das sind sicher auch solche, die es an der Supermarktkasse und im Restaurant an Respekt mangeln lassen gegenüber den Angestellten – aber ich wage zu behaupten, dass vielen Huren dieser Respektmangel mehr zusetzt, weil sie ohnehin mit dem Ruf ihres Berufs zu kämpfen haben. Und ich glaube einfach nicht, dass da alle Huren cool drüberstehen.

    • Es gab bislang keinen Respektmangel, Karla. Nicht ein einziges Mal. (Kommt vielleicht noch.)
      Männer mögen unter Kumpels mal abfällig von „Nutten“ sprechen, nur: Als Freier sind sie plötzlich GANZ klein mit Hut. Ich spreche da auch aus eigener Erfahrung. Nicht nur des Hutes wegen. 😉 Huren sind für die meisten Kunden Respektspersonen.

        • Wie kommst Du darauf?
          Im Übrigen: Wir reden über normale Freier. Wir reden nicht über solche, die sich Drogenopfer vom Bahnhof holen. Oder nach Thailand fliegen. Das sind weder richtige Freier, noch richtige Huren.

      • Doch, einmal, Oli. Damals, in Mexiko. Aber da warst du noch jung, und doof :) Aber sie war ja eigentlich auch keine richtige Hure, sondern ein dummes, unwissendes Mädchen am falschen Ort. Du hast dich seit dem sehr verändert, mein Freund, und zwar zum guten, auch wenn du immer noch ein ziemlich verrückter Typ bist. Aber du gehst jetzt verantwortungsvoller mit deiner Verrücktheit um, auch wenn du es sicherlich auch noch nicht immer schaffst, aber du bemühst dich. Und nur darum geht es. Für Männer wie uns geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, für das was sie tun, und das was sie sagen. Und mit dem Aussprechen von Wahrheiten und unserer Suche nach ihr übernehmen wir mehr Verantwortung wie die, die sich selbst und uns noch etwas vormachen wollen, vorzumachen versuchen.
        Ich habe mich bei dieser Diskussion deshalb absichtlich bisher zurückgehalten, gerade weil sie so vielschichtig und komplex ist, und zudem auch noch politisch instrumentalisiert wird. Und sie berührt Grundsatzfragen zum Thema Sexualität, Kriminalität und Gewalt, und damit auch Grundsatzfragen zur Rolle der Frau und des Mannes in der Gesellschaft, wie auch Bereiche ihrer von der Natur ursprünglich vorgegeben Aufgaben und Rollen in der Evolution.

        Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt. Mir hilft es immer bei so schweren Fragen mich zu fragen, was den das Gegenteil von etwas ist, was es bewirkt, wozu es führt, wozu es dient, warum es überhaupt da ist und was es verhindert. Fangen wir mit der ersten Frage an:

        Was ist das Gegenteil von Zwangsprostitution?

      • Richtig. Und richtig freiwillig heisst sogar ohne Geld, in und aus Liebe. Und dann ist es im Grunde genommen jede (fast jede, Ausnahmen bestätigen die Regel).

        Das Hauptproblem liegt daher an der Natur der Dinge, und dagegen ist kein Kraut gewachsen.

        Sie einmal im Monat beziehungsweise alle 9 bis 12 Monate richtig, so das man sie nicht wiederkennt, und wir wenn wir jung sind am liebsten jeden Tag zwei bis drei mal, und am Wochenende auch mal mehr (six x in a row, auch ohne Additive). Mein Rekord: 26 mal allein in der ersten Woche (oder war es nur eine Arbeitswoche? :))

        Klar, am Anfang, wenn sie verliebt sind machen sie für etwa drei Monate alles, aber wirklich fast alles mit, denn das Ziel ist dann ja noch das Gleiche: Jackpot, Treffer, Versenkt, und das passiert ja im Durchschnitt dann auch in dieser Zeit, wenn man der Natur und unseren Millionen kleinen Freunden freien Lauf lässt.

        Es ist darum ein Wunder, wie brav und gesittet wir trotzdem alle (fast alle, Ausnahmen bestätigen die Regel) eigentlich sind, aber die haben halt auch noch nicht Dresden oder Berlin 45 miterlebt. Den Beruf und die Rolle der Prostituierten sollte man daher achten und respektieren, auch wenn diese spezielle Sozialarbeit am Menschen nur eine auf ein paar Jahre begrenzte Sache bleiben sollte, und selbstverständlich immer freiwillig stattfinden muss. Das der Bereich natürlich auch viel dunkle Energie anzieht versteht sich von selbst, gerade weil es eben ein Tabuthema ist, ein Spiegel, die materielle Manifestation des kollektiven Schattens ist.

        Würden auch Männer immer das bekommen, was sie sich wünschen, gäbe es wohl auch weniger Prostitution. Prostitution ist im Grunde bereits der Kompromiss, die Alternative zu Mord und Totschlag, Gewalt in der Ehe, sexuelle Gewalt im Alltag. Ein Mann fühlt sich geliebt und begehrt, wenn er abspritzen darf. Was ist daran so schwer zu verstehen? Beim Sex darf er endlich auch mal küssen, streicheln, schmecken, riechen, warme Haut fühlen, sich wild und stark fühlen, bekommt Vertrauen und Wert, Selbstbestätigung geschenkt, was gibt es schöneres?

        Was sind das eigentlich für „Nichtprostituierte“, möchte man da beinahe fragen, die daraus trotzdem einen Deal zu machen versuchen, obwohl sie doch das gleiche im Sexualakt bekommen wie der Mann. Eine gute Frau liebt Sex.

    • Die größte „Respektlosigkeit“, die mir mit großer Regelmäßigkeit begegnet ist, war die der Männer die meinten, mich aus diesem Job „retten“ zu müssen. Sie haben einfach nicht respektiert, dass ich es aus Lust an der Sache machte. Nicht nur mit ihnen – das glaubten sie gerne – sondern auch mit anderen Männern.

  • @ Oliver: Grundsätzlich hast du recht. Ich arbeite seit 4 Jahren nebenbei als Escort und liebe diesen Job. Dein Post ist mir aber zu unkritisch bezüglich schlechten Arbeitsbedingungen in der Branche, und auch Zwangsprostitution ist gerade am Strassenstrich nicht nur ein minimales Randphänomen. Es gibt mehr möchtegern-Kunden als in anderen Branchen, welche respektlos sind (was natürlich an der Stigmatisierung von Prostituierten liegt). Diese muss man nicht treffen und sie stellen eine Minderheit dar, aber es ist doch sehr mühsam und ein echtes Problem. In manchen scheinbar seriösen Bordellen und Escort-Agenturen läuft vieles nicht so wie es sollte. Ich meine damit nicht Zwangsprostitution, sondern kleinere Rechtsverstösse und Inkompetenz, wie sie auch in der restlichen Arbeitswelt vorkommt. Nur leider etwas häufiger.

    Sexarbeit wird in den Medien völlig verzerrt dargestellt, das stimmt. Aber du stellst diesem Zerrbild nur ein weiteres gegenüber, nämlich dass die Mehrheit der Sexarbeiterinnen diesen Job supertoll finden. Das stimmt genauso wenig. Ich denke die meisten stehen ihm eher neutral gegenüber, sehen es weder als Selbstverwirklichung noch als totale Erniedrigung, sondern einfach als ein Job der sie (meistens für eine begrenzte Zeit) über die Runden bringt, mit vielen Vor- und Nachteilen. Dem Zerrbild der Medien sollte man nicht mit dem anderen „extrem“ gegenübertreten, sondern mit der Realität.

    • Es wird immer verschiedene Meinungen und Erfahrungen geben…
      Nur weil diese Magdalena schlechte Erfahrungen gemacht hat heißt es nicht das alle Huren so fühlen.

      Klar wird es immer Zwang irgendwo geben….das wird aber jeder klardenkende Mensch wissen.

      Manch eine Hure kommt mit den Phantasien ihrer Freier klar….die andere nicht so gut…
      Tja….so spielt das Leben.

  • Meiner Meinung nach der erste No-Go Beitrag auf deinem Blog… Bis mir eine bessere Beschreibung einfällt würde ich ihn spontan als gedanken- und rücksichtlos bezeichnen

  • „Nur: Ihre Anzahl ist in Deutschland verschwindet gering. Ich nenne keine Zahlen, weil es keine gibt, ich im Gegensatz zu Schwarzer seriös argumentiere, mir nichts ausdenke“
    Ja, aber wenn niemand Zahlen kennt, weiss auch niemand, ob der Anteil der Zwangsprostituierten verschwindend gering ist. Der Artikel ist genauso polemisch wie Schwarzers Prostitutionshetze, nur andersherum. Enttäuschend.

      • Aber es ist beides wichtig, habe ich jetzt gelernt. Fühlen und logisch Denken. Und eine Zwangsprostituierte ist im Grunde jede Frau, die ihren Mann nicht liebt, wenn sie noch Sex mit ihm hat.

        • Also DAS weise ich jetzt mal entschieden zurück.
          Wenn die Frau in keinster Weise von ihrem Mann abhängig ist, zudem noch ganz allein das Geld nach hause bringt….dann prostituiert sie sich in keinster Weise…!

          Das ist mir wirklich zu allgemein…..

      • Sicher. Man kann auch eine „Zweckgemeinschaft zur wechselseitigen Versorgung mit irdischen Gütern und Bedürfnissen“ bilden, eine ZWVIGB, aber meine Aufgabe hier auf Erden scheint eine andere zu sein.

  • Je nach Sichtweise kommt es auch immer auf die Quellen an. Deine Freundin hat gute Erfahrungen gemacht und vermittelt dir: „Mir geht es durch den Job gut.“ Wie hätte sich deine Einstellung verändert, wenn deiner Freundin durch den Job etwas negatives zugestoßen wäre. Ich weiß aus Erfahrung, dass mittlerweile ( glücklicherweise) auch Prostituierte ihre Vergewaltiger anzeigen, denn es gibt leider tatsächlich Männer, die glauben allein dieser Beruf macht eine Frau zu Freiwild und diese dann auch so behandeln. Nicht nur Zwangsprostituierten widerfährt das sondern, auch ganz „normalen“ Prostituieren. Du schreibst zudem, es gibt nur eine geringe Anzahl von Zwangsprostituierten, dass stimmt so leider auch nicht, es gibt bei der Polizei (in jeder Stadt) eine ganze Abteilung, die sich nur mit diesem Thema beschäftigt, weil es eben keine Seltenheit ist, weil es ein Milliardenmarkt ist und es viele Opfer gibt.

    Beste Grüße
    Chris

  • Warum wird eigentlich auf den Prostituierten herumgegackt und nicht auf den Freiern, die unbedingt eine 14 jährige Mai Ling brauchen?
    Ja. Frauen haben Spaß am Sex. Wenn er gut ist. Warum also kein Geld dafür verlangen?

    Wenn man etwas gut kann gehört man dafür ordentlich entlohnt. Jetzt frage ich mich: Ist es die Schuld des Opfers, wenn es zwangsprostiuiert wird, oder die des Täters, welcher das Opfer ausnimmt?

    Alter! Wir wissen alle wenn die Salami 69 Cent kostet, ist das Vieh (welches auch immer verwurstet wurde) sicher nicht im Streichelzoo aufgewachsen. Ich kanns aber nicht guten Gewissens kaufen und sagen: Tja! Wärs halt ka Wurst geworden!

    Zwangsprostitution hat zu tun mit Angebot und Nachfrage. Da das Angebot nach der Nachfrage reguliert wird, fehlt noch immer die nötige Aufklärung seitens der „Täter“.

    • Oh, auf die Freier der 2, 3 ZPs, dies bei uns gibt, wird sogar kräftig gehackt. Wobei man da auch zwischen denen, die 14-jährige missbrauchen und denen, die es mit ü18 machen, unterscheiden muss. Es steht ihnen ja nicht zwingend auf der Stirn, dass sie unter Zwang stehen.

  • Sehr erfrischend, nach dem Prostitutions-Bashing der letzten Zeit einen Artikel wie diesen zu lesen. Reißerisches und lobbyistische Veröffentlichungen wie im aktuellen „Spiegel“ geben die öffentliche Meinung vor, und die Masse glaubt sich mangels besseren Wissens in ihren Vorurteilen bestätigt zu sehen. Es ist für Branchen-Unkundige schwer vorstellbar, daß man diesen Beruf gerne ausübt. Was mich betrifft bedauere ich nur eines: Das ich nicht schon viel früher den Schritt gewagt habe, als Escort zu arbeiten, sondern fast bis zum dreißigsten Lebensjahr damit gewartet habe!

    Ich bin es mehr und mehr leid, mir die Schauermärchen der Ahnungslosen unkommentiert anzuhören. Die Dreistigkeit, wie Schwarzer, Solwodi & Co. in meinem und aller Kolleginnen Namen meint sprechen zu dürfen. Der Versuch, uns entweder als dümmlich oder verzweifelt darzustellen, als verwirrte Opfer, die eben im Namen des Feminismus auf den „Rechten Weg“ zurückgebracht und gerettet werden müssen – bei Uneinsichtigkeit auch gerne mit Zwang, sowieso.

    Ich liebe meinen Job, er tut mir gut, ich bin froh, daß ich ihn gefunden habe! That’s it.
    Romy

    P.S.: Im Übrigen Herr Flesch: Auch abgesehen von diesem Artikel ein grandioser Blog! Sie haben einen weiteren Fan.

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