Unter die Haut

Jedem Tag sollte ein Moment innewohnen, der Dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Erst dann, so finde ich, kannst du sagen: Es war ein guter Tag.

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„Baby, das war’s!“

Ich war am Nachmittag mit einem alten Freund in Kreuzberg verabredet. Für die Bahnfahrt nahm ich ein Buch aus dem Regal. Eines, das ich bislang so ein bisschen verschmäht hatte. Meine Herzensdame hatte es mir zu Weihnachten geschenkt und irgendwie roch es für mich nach einem Mädchenbuch. Ein Liebesroman halt. Doch eigentlich hätte ich es längst lesen müssen, schließlich hatte sie es mir wärmstens empfohlen und mein Held Nick Hornby (High Fidelity) pries es auf dem Rücken überschwänglich an: „Fesselnd, klug und wunderbar zu lesen.“ Doch wie gesagt, irgendwie traute ich mich nicht ran.

Es läuft nicht so gut mit mir und meiner Herzensdame im Moment. Offen gesagt, läuft es gar nicht. Wir sind nicht zusammen, wir sehen uns noch nicht einmal. In solchen Zeiten lese ich keine Bücher. Dafür fehlt mir die Ruhe. Romane lese ich eh selten, eher Sachbücher oder Biografien. Ich habe beim Lesen die Unbekümmertheit meiner frühen Jahre verloren, mir fällt es schwer, dem Autor seinen Shit abzukaufen. Es muss schon verdammt gut geschrieben sein, um mich in die Handlung zu ziehen. Vielleicht auch weil ich selbst schreibe, bin ich äußert kritisch. Gleich auf der ersten Seite las ich etwas von einem Paar, das auf einem „schmalen Einzelbett“ lag. Das reichte mir schon. Hätte ich eine Zeitschrift dabei gehabt … Hatte ich aber nicht.

Vielleicht sollte ich Euch meinen Gedankengang erklären: „Schmales Einzelbett, oh, Gott! Was für Anfänger! Alle! Autor, Lektor! Warum erzählt er mir, dass das Einzellbett schmal war? Was soll es sonst sein, wenn zwei Menschen drauf liegen? Breit? Und überhaupt: Schmales Bett! So etwas schreibt man nicht. Genauso wenig wie „hohes Haus“. Warum nicht? Nun: Was ist ein hohes Haus? Ist es ein Plattenbau in Marzahn? Oder das Empire State Building? Ein hohes Haus sagt gar nichts. Ein schmales Bett auch nicht.

Und dann las ich weiter. Ich las von zwei Menschen, die aufs selbe College gingen, gerade ihren Abschluss gemacht hatten, in ihrer kargen Wohnung auf einem Einzelbett lagen, sich über ihre Zukunft unterhielten und sich zwischendurch küssten. Doch es war keine klassische Liebesgeschichte, die beiden passten überhaupt nicht zusammen. Er war ein selbstsicheres Kind der Oberschicht, ihr Bettlaken roch nach billigem Waschmittel. Er sah sich in der Zukunft reich und berühmt, sie sah sich gar nicht mehr, weil ein Atomkrieg die Welt auslöschen würde. Ihr müsst wissen: Der Anfang des Buches spielt 1988, in den letzten Tagen des kalten Krieges also. Er wollte nur ficken, sie sehnte sich nach Liebe.

Und plötzlich war ich drin. Hier unterhielten sich zwei echte Menschen in authentischer Sprache, garniert mit passendem Zeitkolorit. Ich las große Sätze der Popkultur, wie diesen hier: „In den vergangenen vier Jahren hatte er, über die Stadt verteilt wie Tatorte auf einer Karte, unzählige solcher Schlafzimmer gesehen, in denen man nie weiter als zwei Meter von einem Nina-Simone-Album entfernt war.“ Ich las lustige Sätze (sie ist gerade auf Toilette, er stöbert in ihrer Wohnung): „Noch ein Buch. Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte. Was für ein Idiot, dachte er in der Gewissheit, dass ihm so ein Irrtum nie unterlaufen würde.“

Ich kaufte David Nicholls, so heißt der Autor, jedes Wort aus seinem Buch Zwei an einem Tag ab. Das kommt so selten vor, deshalb freute es mich so sehr. Ich hielt einen Augenblick inne, blätterte auf die ersten Seiten zurück um dort eventuell etwas über den Autor zu erfahren.

Oh, eine Widmung! Mit Bleistift geschrieben. Von ihr. Die hatte ich ja noch gar nicht gesehen.

Dieses Buch hat mich zu Tränen gerührt. Es ging mir unter die Haut.

So wie Du.

Deswegen ist es das richtige Buch.

Von mir für Dich.

In Liebe

Ich war sprachlos. Ihr müsst wissen: Sie ging mit solchen Liebesbekundungen äußerst sparsam um. Kunststück, ich war oft nicht lieb zu ihr. Es gab also keinen Grund, mir Zucker in den Arsch zu blasen. Unter die Haut gehen – WOW! Das wusste ich nicht. Das hatte sie mir nie gesagt. Es war das Rührendste, was sie mir je schrieb.

Es war mein Moment. Der Moment, der aus diesem Tag einen guten Tag machte …

Berlin-Kreuzberg, März 2012

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