Glück ist eine Frage der Erwartungshaltung

 

Vielschauspieler. Hier mit Elizabeth Olsen in „Old Boy“. Neulich sah ich einen Film, in dem Josh Brolin NICHT mitspielte. War aber nicht so gut.
Vielschauspieler. Hier mit Elizabeth Olsen in „Old Boy“. Neulich sah ich einen Film, in dem Josh Brolin NICHT mitspielte. War aber nicht so gut.

Es ist im Grunde immer eine Frage der Erwartungshaltung. Wenn ich dir sage, „Old Boy* mit Josh Brolin ist der gottverdammt noch mal beste Action-Triller aller Zeiten! Musst du unbedingt gucken, Mann!“, wirst du, nachdem du ihn dir angeschaut hast, höchstwahrscheinlich ein bisschen enttäuscht sein und denken: „Na ja, war ganz okay, aber der beste Action-Triller aller Zeiten? Ich weiß ja nicht.“
Wenn ich dir stattdessen sage: „Old Boy mit Josh Brolin ist mehr so die lahme Nummer, hab mich lange nicht mehr so gelangweilt, kannst du dir echt schenken.“, wirst du höchstwahrscheinlich total begeistert sein und denken: „Also ich weiß gar nicht, was der Flesch hat, der Film war doch der Hammer!“
Und genauso, mein Freund, verhält es sich mit der Liebe. Sobald du erwartest, dass deine Liebe der beste Action-Triller aller Zeiten wird (mit Überlänge bis dass der Tod euch scheidet), hast du schon verloren. Liebe, das ist nicht immer Action. Da gibt es auch leise Zwischentöne, die, wie in Filmen, mal zum Dahinschmelzen sein können, aber eben auch mal so gähnend langweilig, dass dich nur ein Stoß mit dem Ellenbogen in die Rippen vorm Einschlafen bewahrt.

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Liebe, dass ist auch nicht immer Thrill. Die Schmetterlinge, die durch deinen Magen flattern, solange deine Beziehung noch frisch ist, die sind ja nicht wirklich bio, nur eine chemische Reaktion; eine vergängliche. Nicht weiter wild. Schmetterlinge sind oberflächliche Gesellen auf die du dich nicht verlassen kannst. Sie interessieren sich nicht wirklich für die wahre Liebe. Sie sind Kamikazeflieger, todessehnsüchtig auf der Suche nach dem kurzen Thrill. Schön, dass es sie gibt, sie bleiben unvergesslich, aber es ist auch kein Weltuntergang, dass sie sich eine Weile wieder verpissen.

Liebe zieht sich durch jedes Filmgenre. Action und Thriller hatten wir schon, aber sie ist auch Drama und Komödie, manchmal auch Porno, klar, aber eben manchmal auch Horror. Darauf solltest du vorbereitet sein. Erwarte nicht zuviel, damit du vor Enttäuschungen gefeit bist. Aber auch nicht zu wenig. Sobald deine Liebe nur noch aus Drama und Horror besteht, solltest du den Film wechseln.

*Bitte keine Belehrungen à la: „Old Boy muss man im koreanischen Original gucken!“ Denn: Filme, in denen ausschließlich Asiaten mitspielen, interessieren mich nicht. Gilt auch für Inder, Russen oder Aborigines und diverse andere Völker. 

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14 Comments

  • Ja, Oli, da hast Du absolut recht.
    Ich hatte bei vielen Freunden, die ich in meiner Jugend hatte, wohl auch die Grundeinstellung, das ich da mit dem Mann meines Lebens zusammen bin. Aber so ist das in der Jugend…
    Als ich dann mit 19 meinen jetzigen Mann kennenlernte, sagte ich mir zum ersten mal ganz bewußt : Nun mal gaanz langsam. Dies muss nicht der Mann meines Lebens sein. Ich genieße mal ganz entspannt, was da so kommt.
    Und ? Er war es und wir kommen noch immer 😉

  • Tja, und die Erwartung, reicht wohl dann doch nicht…
    Ich habe den Eindruck, manche sind so traurig, resigniert in ihrer Beziehung gefangen, möchten aber ums verrecken nicht aufstehen und sagen : Halt, so nicht mehr. Ich bin nicht glücklich.
    Verraten sich selbst und ihre Ideale.
    Jetzt werden innerhalb von einer Woche, zwei solche “ Beziehungen“ an mich herangetragen.
    Sie haben genaue Vorstellungen, Erwartungen, wie ihr Leben aussehen sollte. Sehen aber nur, das die Realität dem nicht entspricht.
    Aber was beide Partner damit zu tun haben, erkennen sie leider nicht.
    Wenn man sagt, da hilft nur ein Therapeut, wenigstens ein Kommunikationstraining, bekommt man zu hören : Das macht er nicht mit.
    Tja, willkommen in der Endlosschleife.
    Und so traurig, das sie nur wegen der Kinder bei ihm bleiben, und wegen materieller Vorzüge. Den traurigsten Satz den ich seit langem gehört hab : „Aus der Nummer komm ich nicht mehr raus.“
    Puh..
    Da bin ich allerdings anderer Meinung.
    Aber nur warten, in hoffnungsvoller Erwartung, wird da nicht helfen.

  • Wenn man richtig verliebt ist wird das Plansoll doch eh schon meist voll und ganz erfüllt, gut, klar, minus Verhütungsmittel natürlich und deren Folgen, Auswirkungen, Effekte. Doch wenn man aufrichtig liebt können sogar alle Erwartungen erfüllt werden, wenn beide dazu bereit sind, beide das wollen. Vielleicht ist nur wichtig dabei, überhaupt lieben, wahrhaftig, aufrichtig sein zu können, vor allem aber zu sich selbst. Klar zu wissen wer man ist, und was man will. Für die Liebe muss man bereit sein, um ja zu ihr sagen zu können. Sich etwas wünschen, um etwas bitten können, von ganzem Herzen. Von ganzem Herzen sich selbst auch erstmal ganz annehmen können. Dann bekommt man immer öfter von ihr besuch.

    • Wie aber soll man auch etwas finden, sehen, was ständig und überall da ist, wovon wir ununterbrochen umgeben sind. Etwas, was gleichzeitig sehr stark ist, einen verändert, so unberechenbar und übermächtig auf uns wirkt, dass viele sich vor ihr auch fürchten. Um bereit für die Liebe zu sein muss man alle Bremsen loslassen, und am besten auch noch beide Augen gleichzeitig zudrücken, also blind sein. Ich würde das gerne öfter können, doch selbst im Vollsuff bekomme ich noch alles mit, sehe, fühle, spüre ich, wovon ich besser die Finger lasse, mir selbst zu liebe. Dieses trotzdem nein sagen zu müssen zu Menschen, die auch soviel schönes an und in sich haben, und mit denen ich sogar ganz wundervolle Momente, ja, sogar manchmal einige schöne Stunden habe macht mich gerade richtig traurig. Natürlich habe ich mir das alles selbst auferlegt, und vielleicht irre ich mich auch, mache ich deswegen gerade auch alles falsch, trotz der unglaublichen Möglichkeiten, die sich mir mittlerweile bieten, doch das alles ist keine Erwartung, die mich davon abhält, sondern Notwendigkeit.

  • Wir Menschen sind halt fast alle auch ein bisschen Wi-Fi, ein bisschen IEEE 802.11, und eben nicht nur Bluna, oder nur Media Markt. Wie wandelnde, biologische W-LAN Geräte auf der Suche nach Verbindung, nach Anschluss, nach jemand der einen versteht, mag, womöglich sogar liebt.
    Danke, Astrid, dass auch du mir immer wieder Mut machst und mir zu verstehen gibst, dass wir uns verstehen. 😉 Wie ein kleiner, weit entfernter Hot Spot, weit draussen im All, von dem immer wieder mal ein kleines Signal kommt. :)

    • Bitte gern. Das haben Asteroiden so an sich. Sie blinken in das unendliche Universum, zwar nur einer von vielen, aber bei eigendwem kommt das Blinken an. Und manchmal schlägt er auch ein. Peng, Explosion, Tschuldigung. 😀

  • Tja, du stellst fest, was Glueck sei.
    Ich willst nicht verheimlichen, ich las es vor ein paar Tagen:

    Nachts um 3 schellt es bei dir an der Tuer.
    Verschlafen machst du auf.
    Da stehen zwei finstere Herren in langen Ledermaenteln, eine Hand an der Pistolentasche.
    Sie fragen: sind Sie Herr Mueller?
    Du sagst: eine Treppe hoeher.

    Siehst du, das ist Glueck!

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