Gastautorin Johanna Merhof: „Der Eine, den du einfach nicht vergessen kannst …“


„Nichts geht wirklich verloren. Es befindet sich nur irgendwo, wo es nicht hingehört.“, wusste schon Theodor Fontane.
Photo: Maik Wöll
Modelle: Ysabella Noemi und Ando Tizian

Ich glaube, jeder kennt mindestens einen Menschen, den er nie ganz verwunden hat. Den er traf und immer weiter treffen wollte, aber die Umstände waren dagegen, die Zeit oder vielleicht auch die Sterne, denn man kann sie eben nicht immer ganz begreifen, diese große, radikale Dampfwalze namens Leben. Ich habe zwei von der Sorte. Reicht auch. Im Englischen gibt es für solche Menschen eine wunderbare Bezeichnung: The one that got away. Der, der entwischt ist. Als hätte er Flossen, blitzschnell und geschmeidig. Und manchmal ist dieser Mensch für die Charakterbildung wichtiger als andere, die uns viel länger begleiten. Er bezeichnet unseren wunden Punkt, unsere Achillesferse würden die Griechen sagen, weil die Griechen eben unbequeme Sandalenträger sind. (Ich liebe die Griechen, aber das ist ein ganz und gar anderes Thema.) Meinen ersten Fisch traf ich, als ich 15 war.

Es war auf dem Nachhauseweg von der Schule, schönerweise auf einer Straße mit dem galanten Namen ‚Große Allee‘. Aus keinem ersichtlichen Grund drehte ich mich plötzlich um und hinter mir ging ein Junge, den ich noch nie gesehen hatte, der aber anscheinend dieselbe Schule besuchte. Dieser Moment war wie alle diese Momente eben sind, zwei gucken sich in die Augen und irgendetwas passiert. Was, wissen wir ja zum Glück alle nicht so genau. Unser allererster Dialog fand dann tatsächlich genauso statt: „Hey“, sagte er, „Hey“ ich. Er: „Willst du was Verrücktes machen?“ Ich: „Wieso nicht.“ Wir gingen jetzt nebeneinander. Und anstatt auf der Hauptstraße rechts abzubiegen und nach Hause zu gehen, gingen der Junge und ich in den Wald. Denn, das wusste er natürlich, was gibt es schließlich Verrückteres als den Wald. Wir stapften durch Matsch und Grün und es war herrlich, obwohl mir Natur damals wurscht war, aber jetzt war sie zum Glück da. Wir kletterten auf einen Steinvorsprung und redeten, worüber weiß ich nicht mehr, aber ich erinnere mich an eines: Als wir aus dem Wald zurückkamen und ich durch die Kleinstadtstraßen nach Hause lief, hatte sich etwas verwandelt. Ich wusste jetzt, dass es S. gab. S. in meiner Nähe. S. in derselben Jahrgangstufe. Und das war ziemlich viel.

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„Baby, das war’s!“

Leider war ich damals in Gefühlsdingen noch wie ein Jongleur: Wer mit vielen Bällen jonglieren kann, hat’s raus. Ich hatte mich an jenem Silvester zuvor mit einem in Dänemark lebenden Deutschen „verlobt“, wie man das in dem Alter schon mal spontan macht nach einer angeknallten Nacht, wenn ein hübscher Kerl ’Leaving On A Jet Plane‘ für einen singt und Ringe kaufen will. Ich erzählte S. davon. Er grinste schief und ich ahnte, dass das nur scheinbar ein gutes Zeichen war. Irgendwann küssten wir uns zum ersten Mal. Er hatte inzwischen rosa Haare, aber das machte bei einem wie ihm nichts, und das sagt eigentlich schon alles. Wir konnten gut küssen, und wir konnten uns gut reiben. Wir waren ein kleiner Aufstand. Ich erhielt weiter Kassetten mit Liebesliedern von dem Dänen und S. bekam es mit. Sechs Wochen nach unserem Waldspaziergang hörte er auf, mit mir zu reden. Eines darf man nicht vergessen: Sind Fische einmal abgetaucht, sind sie weg. Selbst wenn man sie jeden Tag in der Schule sieht. Ich verließ den Dänen, übte alle Augenaufschläge, redete mir auf einem Spielplatzgerüst nach einer Party den Mund fusselig. Vergebens. In unserem gemeinsamen Politikleistungskurs saßen wir manchmal nebeneinander. „Sollten wir mal Kinder kriegen…“, sagte ich und er sagte: „Du bestimmst ganz sicher nicht die Namen.“ Ich summte den ganzen Weg nach Hause Iggy Pops ‚Louie Louie‘. Jedes Kind braucht schließlich einen vernünftigen Song. In der Abizeit  küssten wir uns wieder. Landeten bei ihm. Er aß morgens einen Apfel im Bett und ich lag halbnackt an seiner Schulter. Wieder sollte es nicht klappen. Again and again. Ein Jahr nach dem Abitur schliefen wir zusammen. Ich betrog meine ernstzunehmendste Beziehung mit ihm, denn das zwischen S. und mir war eine andere Welt mit eigenen Gesetzen. Bei unserem letzten Kuss standen wir vor einem Hochbett und es lief ‚Your body is a wonderland‘. Wenn wir schon kein Timing hatten, die Umstände waren stets auf Zack. So war das zwischen uns und es sollte auch nicht anders werden. S. hatte mich verletzt, ich ihn auch.  Es gab etwas an ihm, das ich nicht verstand. Aber es gab auch etwas, das in jedem Kuss gut und richtig war. S. war keiner, der sich verbrauchte. S. war jemand, der wählte. Ich konnte und habe ihn nie besessen. Und das ist vielleicht das Schönste daran. Alles was lebt und was man besitzt, verliert seinen Herzschlag. Sicherheit gab es bei uns nie. Es gab immer nur einen Moment.

Als ich ein weiteres Jahr später auf Weihnachtsbesuch erfuhr, dass er sein erstes Kind mit seiner Freundin erwartete, bröckelte eine Möglichkeit, eine andere Lebensspur zusammen. Ich war gerade neu und heftig verliebt. Dennoch wusste ich: Niemals sind zwei Lieben gleich. Meine mit S. hatte nie ihre Mitte gefunden. Es gab etwas, das unausgesprochen war, unentdeckt und es bleiben würde. Eine ewig blaue Blume, die partout  nicht gepflückt werden will. Damals weckte ich meine Mutter und rief: „S. wird Vater!“, als sei das ein Vulkanausbruch. Heute hat S. zwei Kinder. Manchmal träume ich von ihm. Dann küssen wir uns wie die Weltmeister und das Timing ist immer auf den Punkt. Ich liebe Träume. Die Granate Pink singt in ihrem Song ’The one that got away‘: “You were mine/Somewhere in time/ I’ll look for you first/ In my next life.“ Neben S. gibt es noch einen anderen Mann, nach dem ich im Falle der Wiedergeburt zuerst Ausschau halte. Es muss schließlich spannend bleiben. Diese Männer sind für mich der Beweis, warum nicht zu Ende gelebte Liebe die Reinform von Sehnsucht ist. Sie erzählt uns von etwas, das nicht klein zu kriegen ist, obwohl es nicht von einem finalen Siegeszug namens Happy End gekrönt wird. Der würde sie eventuell sowieso nur zerstören mit Kleinkram und ungemachten Betten und gegenseitigem Sezieren.

Wenn mich doch mal die Wehmut packt, hör ich auf Fontane. Der sagte: ‚Nichts geht wirklich verloren. Es befindet sich nur irgendwo, wo es nicht hingehört.‘ Das ist der ultimative Satz für Stories mit schlechtem Timing. Jede Liebesgeschichte ist  erst dann ganz zu Ende, wenn wir aufhören, sie zu denken. Ich werde niemals so ganz verstehen, wieso die ‚One that got away‘-Kerle nicht an meiner Seite oder zumindest mitten in meinem Leben sind. Aber ich hoffe, sie wissen es. Und wissen es besser. Only know you love him, when you let him go. Bis zum nächsten Leben!

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Johanna Merhof, 31, lebt als freie Autorin in Berlin. In ihrem Debüt ‚Heartcore – Liebe ist ein Aufstand’ erzählt sie mehr vom schönsten Gefühl der Welt.

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57 Comments

  • :-) Schöner Text….. Kennt irgendwie jeder sowas…aber ich denke heute etwas anders über solche Gechichten von nicht „ausgelebten“ Beziehungen als früher. Schicksal, schlechtes Timing, erschwerende Umstände die gegen sowas sprechen..kennt auch jeder. ABER ruft man sich mal wieder all diese Situationen in Erinnerung und betrachtet sie aus einer gewissen Ferne und somit auch ehrlicher…. Muss man sich doch selbst die Frage stellen, gab es diese „Umstände“ wirklich, oder war man es eher selbst der sich damals im Weg stand? Aus Gründen die einem heute ebenso wenig bewust sind wie damals. Aus irgend einem Grund hat man selbst kein Gaß gegeben, hat gewartet bis sich das irgenwie ergibt….oder auch nicht…
    Nimmt dem Ganzen natürlich etwas an Zauber, wenn das alles weniger mit Schicksal und die Liebe seines Lebens zu tun hat, sondern mehr damit, das man es nicht nötig hatte mehr dafür zu tun – ja vielleicht sogar um so einen Menschen zu kämpfen. Man hat es einfach nicht, also war es dann überhaupt so etwas besonderes?

    Wo war ein S all die Jahre bevor er Vater wurde und so zu einem „nicht mehr verfügbaren“ potentiellen Partner wurde? Genau da wo er hingehörte… in der Uninteressantecke! Aber warum war er dort und was hat er da gemacht? Sich ne Partnerin gesucht… :-)

    Erst die Tatsache das sich sowas dann quasi erledigt hat, der Drop gelutscht wurde, lässt doch einen erst wehmütig werden – und das aus sozusagen „falschen Gründen“. Diese Gefühl hat man doch jedes mal wenn der/die Ex nen neuen Partner hat (im Kleinen zummindest)…. Mag sein, das bei manchem Menschen dieses „falsche Gefühl“ etwas ausgeprägter ist, vor allem oder gerade weil man Gelegenheiten verpasst hat, oder eigentlich nur das Gefühl hat, das man das hätte. Denn wie schon gesagt, man hat immer die Wahl gehabt, die Option war immer vorhanden (auch unter vielleicht sogar wirklichen erschwerten Umständen) – vielleicht sind solche Menschen und die Beziehungen mit ihnen nicht gut für einen selbst, hätten nie richtig funktionieren können und man vermeidet es deshalb unterbewusst schon mit ihnen zusammen zu kommen. Vielleicht ist die Illusion einer perfekten Beziehung besser, als es mal wirklich ausprobiert zu haben und genau das erkannt zu haben?… ein großer Vorteil dabei….man musste sich nie nackich machen vor dem Anderen und kann hinterher schön in seinem eigenen Bedauern baden 😉

    – soll jetz kein Angriff sein! Find den Text immernoch toll!

    • Erst die Tatsache das sich sowas dann quasi erledigt hat, der Drop gelutscht wurde, lässt doch einen erst wehmütig werden – und das aus sozusagen “falschen Gründen”.

      Vielleicht bezieht sich sowas mehr auf einen selbst, weil einem dann erst die eigenen Fehler die man gemacht hat bewusst werden?
      Vielleicht kommt das Gefühl von Bedauern eher davon? Vielleicht weniger weil eine Gelegenheit die man nicht wahrgenommen hat (und irgendwo in einem selbst ist der Grund dafür auch vorhanden) verstrichen ist?

      • Schön geschrieben, Johanna!

        Ja Mark, so denke ich auch und noch weiter.

        Es hat einen Grund gegeben, warum es nicht zu Stande kam, das Timing schlecht war. Aber, ich wiederhole mich,
        denke ich, das einem jede Begegnung mit einem Menschen etwas gibt. Auch die ganz kleinen Begegnungen, die manchmal scheinen am Rande des Weges zu sein, sind im späteren Betrachten wichtig.

        Man darf wachsen an jeder Begegnung, reifen, sich erfreuen, genießen, betrachten und zu sich selbst finden.

      • Richtig Astrid. Aber wenn man das nunmal nicht sieht bleibt ja nur noch das „Schicksal“ das eben nicht so wolle. Eine höhrere Macht die nix mit einem selbst zu tun hat. :-)

  • Wow der Beitrag hat mir gerade direkt aus der Seele gesprochen. Sicher kennt jeder jemanden den man nie wirklich vergessen konnte, wie du so schön gesagt hast ‚the one that got away‘ und es ist noch viel schlimmer wenn das Problem ist das es von Anfang an gar nicht klappen kann – bei mir hatte ich das Glück jemanden zu Treffen nachdem meine Entscheidung für das Studium im Ausland getroffen war – und auch wenn man sich nach drei Monaten fest vornimmt sich zu sehen, das Timing stimmt einfach nicht. Super Artikel, hat mir gerade echt gezeigt das ich nicht ganz alleine da stehe und diese irrationalen Gedanken nicht abschalten kann.

  • Und manchmal passieren Dinge aus einem vollkommen anderen Grund den wir uns vorstellen.

    Ah ja, Fontane kannte diesen Gedanken also auch: „Nichts geht wirklich verloren.“

    Mir war er aus dem Buddhismus bekannt, und ist eine logische Konsequenz im ganzheitlichen Denken.

    Die Hindus umschreiben diese Vorstellung, diesen „Mechanismus“ mit dem Begriff Karma.

  • alles im leben hat seinen sinn, auch wenn es auf den ersten und vllt auch noch zweiten blick recht sinnlos erscheint… ob man sich selbst im weg stand? hm… vllt war es so besser, vllt aber auch war es zu der zeit nicht anders möglich, weil man eben noch nicht gelernt hat, mit vielen sachen zu jonglieren 😉

  • oh, wie sehr ich sie verstehen kann. ich denke auch, jeder hat so eine geschichte – der eine, wo es manhcmal immer noch im herzen stict, wenn man daran denkt, der eine, der nie ganz aus dem kopf verschwindet und an dem man jeden folgenden mann misst. ach ja… da könnt ich auch wieder in erinnerungen schwelgen, die eigentlich nicht gut tun, weil sie zu schön sind.

  • Es soll und darf nicht stechen, darf nicht weh tun… warum? Weil sich all diese kleinen Schmerzen summieren und man etwas nachtrauert, das JETZT keinen Wert hat. Woran man sich erinnern soll, ja muss, sind die schönen gemeinsamen Momente und auch die Erfahrungen die einem jeder Mensch, den man trifft weitergibt.
    Ich weiss, das ganze ist nur menschlich, aber wie Buddhas Lehren schon weisen… pain is inevitable, suffering ist optional. Ich kenns ja nur zu gut :-).

    Das Problem für mich sehe ich darin, nicht nur an den potentiellen Partnerinnen die ich treffe, sondern auch an mir, das man viele solche Knicke in der Liebesgeschichte nur schwer überwindet oder Vergleiche zwischen den Lieben anstellt, die eigentlich unnötig sind. Jeder Mensch ist anders und liebenswert so wie er ist.

    Ich glaub den Artikel hab ich hier schon mal gelesen, ändert nichts daran dass dieser ganz toll verfasst wurde und viel emotionale Nähe birgt.

    • Hab vor ein paar jahren mal 3 Mädels ne lange ausführlich email geschrieben in der ich mich bei jeder einzelnen dafür bedankt habe, das sie mir das Herz gebrochen haben. Klar wars scheisse für mich damals…aber letztendlich hat mich das auch weiter gebracht und zu dem gemacht der ich heute bin! Wer weiß wie ich wäre, wäre mir das nicht passiert…. Sie habens alle sehr positiv aufgenommen – mit einer hab ich mich dann sogar wieder angefangen zu treffen :-)

      • Hihi, bedankt.
        Das war ja mutig und sehr reif von Dir, Mark.

        Bei mir ist das lange her, so mit Herzschmerz und brechen.

        Ich hab eigentlich immer nur gedacht, später, das derjenige nicht der Richtige für mich war. Und auch im Nachhinein muß ich sagen, das keiner von meinen Verflossenen den Sprung zum Ehemann geschafft hätte.
        Außer mein erster Freund, bei dem hat nur der Geruch nicht gestimmt, sonst alles. Ist auch ein toller Familienvater geworden. Aber da war die Reproduktion offensichtlich nicht gewährleistet, die Natur hat ein Machtwort gesprochen.
        Ist mir im Leben auch nie wieder passiert. Dem hab ich das Herz gebrochen, das weiß ich.

        Daher auch der Spruch “ Man kann sich nicht riechen.“

      • Wow cool muss auch mal probieren ;). Irgendwie fällt mir grad auf ich hatte noch nie Sex mit einer ex Freundin. Oder das ich wieder mit einer zusammen gekommen wär. Hat mich aber auch dann irgendwie nie angemacht, wenn ich ehrlich bin… hätte glaub nie auchnur annähernd die gleichen Gefühle wie davor aufgebracht, egal wer Schluss gemacht hat.

      • Ja, nichts liegt tiefer begraben, als eine gestorbene Leidenschaft. (wiederhole mich schon wieder)
        Bin auch nie wieder mit einem zusammen gekommen. Wollte ich nie.
        Nur für ein „Experiment“ , weil er damals nicht alles von mir haben durfte, körperlich, und ihn das wohl sehr gereizt hat.
        Da ich Single war und sein Verführungsversuch sehr sinnlich und direkt war, dachte ich „Warum nicht?“
        Und für mich als Experiment, weil ich auch nur den Sex wollte und nichts weiter, das kannte ich vorher nicht.

      • Na ja…irgendwann hats bei mir Klick gemacht – davor habe ich immer gedacht viele Freunde zu haben ist wichtig und gut – beliebt zu sein schön…. Das war ich alles, hatte ich alles – heute ist mir sowas nicht mehr so wichtig. Sprich man sollte sein Leben, Handeln niemals nach denen um einen herum ausrichten. Ich kam eines Tages an den Punkt an dem ich einfach Dinge getan habe – wie diese emails schreiben (wobei diese eher zu den langweiligeren Dingen gehören)- weil mir danach war, völlig unabhängig davon, was „die anderen“ jetzt wohl von mir denken oder was ihre Reaktion darauf sein könnte… wenn man sich einmal davon befreit hat (dieses „mitdenken“ und berechnen, das Bedürfnis sich einzureihen, für irgendwas anerkanntes, bewährtes in einem gewissen Rahmen vorgegebenes Anerkennung zu bekommen, aber ohne dabei aus der Masse heraus zu stechen, – fühlt sich wirklich wunderbar an – Wenn du handelst als ob es niemanden sonst auf der Welt gäbe – is bei Mann und Kindern natürlich nicht so einfach wie bei mir…. ist ein sehr befriedigendes und vor allem befriedigendes Gefühl (damit meine ich nicht Respektlosigkeit anderen gegenüber). Sicher gibt es da viele die mit dir anecken und das nicht so cool finden….aber im Großen und ganzen hat sich in meinem Umfeld nicht großartig was verändert… mit dem Unterschied das du nur noch wahre Freunde hast die genau das auch an dir zu schätzen wissen.

        Zum Sex mit der Ex… ich denke das hat eher was mit Bequemlichkeit und Sicherheit zu tun als mit Romantik… Man weiß genau was man hat – vor allem sexuell – aber auch zum Teil Emotional… in den meisten Fällen bist du dann als Mann nichts weiter als ein sicherer Hafen in dem man kurz Stop macht um einen Sturm vorüber ziehen zu lassen… :-)
        Also steck niemals mehr in sowas als deinen Schwanz! :-)

      • Hi Mark,

        dann hast Du in Deinem Leben schon einen sehr wichtigen Schritt gemacht.
        Viele Menschen suchen ihr Leben lang nach Anerkennung und Bestätigung aus ihrer Umwelt (mit den Eltern angefangen..)
        Sie gehen nicht den Weg ihres eigenen Herzens, sondern folgen den Vorstellungen des Verstandes, der zum
        „Normalsein“ aufruft.
        Der „Normalmensch“ tut ein Leben lang, was „man“ tut und unterläßt was „man“ nicht tut.

      • Weise Worte Mark und danke für die schöne Formulierung. Da bin ich auch gerade dran, wobei ich wohl weier bin mal manch einer den ich kenne, aber noch einen langen steinigen Weg vor mir habe, aber das Ziel ist erstrebenswert. Du hast es mir nochmals vor Augen geführt.

      • Hmm, schöne Formulierung, finde ich auch. 😉
        Könnte ich mir fast notieren:

        „Also steck niemals mehr in sowas als deinen Schwanz.“ Grins :)

      • Dein Schwanz ist nicht das, was dir als Mann mit „der Falschen“ zum Verhängnis werden kann, sondern das was da rauskommen kann, sowohl bei dir wie dann 9 Monate später auch bei ihr.

        Ich hätte mir nicht nur für meinen Sohn etwas anderes gewünscht als das was meine Exfrau und ich verbockt haben.

        Ich habe dieses kleine Wesen entbunden, nachdem ich von der Hebamme mutmachend dazu aufgefordert wurde, die Nabelschnur durchzuschneiden, habe bei seiner Geburt vor Ergriffenheit geweint, im Gegensatz zu ihm, durfte ihn, den ich vorsichtig wie ein rohes Ei dabei gehalten habe, dann vorsichtig waschen und in saubere Tücher gehüllt wieder zu seiner Mutter zurückbringen. Seine Geburt war einer dieser unbeschreiblichen Momente in meinem Leben.

      • :)
        Aber segeln, bei ruhigem Seegang und bei Windstärke 8 finde ich viel schöner 😉 ,
        lebendiger.
        In einem U-Boot würde ich Platzangst bekommen, darf gar nicht dran denken.

      • UND :)

        Bin schon bei Windstärke 8 gesegelt. War genauso schön. :) wie auch bei ruhigem Seegang.

        Danke Andreas für die PDF von Lodovico Santana. Nun bin ich mal wieder schlauer und hab 24,99 gespart.
        (Abgründe tun sich auf und ich weiß wieder einmal mehr, daß ich GOLD wert bin)

      • Nein bianca,
        das denke ich nicht.
        Jeder braucht seine Zeit allein , irgendwo, ob nun Sumpf oder U-Boot ist selbst gewählt.
        Aber am Ende des Tages, oder einer unbestimmten Zeit; ist niemand gern allein. Wünscht sich jeder einen sicheren Hafen zum anlegen.

      • ups :)
        wenn man faul ist und kopiert, statt zu schreiben 😉

        Männer sitzen lieber >>>auch mal<<>auch gerne mal<<< zurück von den "nervenden Weibern".
        Der Alptraum für jeden Mann: Der Sturm im heimatlichen Hafen

      • 😀 hahahahahaaa, ja und noch mal???!
        hahahahaaaaahahaaa, ja gut, daß wir mal darüber gesprochen haben 😀
        Ich versuchs aber noch mal, damit es alle verstehen,
        paß auf, kann los gehen?… :

      • Männer sitzen lieber >>>auch mal<<>> auch mal gerne <<< zurück von den "nervenden Weibern".
        Der Alptraum für jeden Mann: Der Sturm im heimatlichen Hafen.
        So, und los

      • Hahahahaaaaaaaa, ich habs ganz neu geschrieben aber es lies sich die ganze Zeit nicht abschicken…..
        jetzt hat das teil wieder den Senf losgeschickt….
        ich geb es auf, ich hab Dir wohl nichts mehr zu sagen, Süße.

      • Nein Bianca bin kein Vater….
        Wie kommst du drauf?
        Sturm im Hafen? Flucht vor Frauen?
        Wie kommt ihr jetzt bitte da drauf?!!
        Was ich damit eigentlich gemeint habe ist euch klar? oder?

        …“in den meisten Fällen bist du dann als Mann nichts weiter als ein sicherer Hafen in dem man kurz Stop macht um einen Sturm vorüber ziehen zu lassen“…

        War eigentlich so gemeint:
        Wenn es ziemlich turbulent zugeht, es keine oder nur sehr wenig Beständigkeit und Sicherheit gibt im leben einer Single Exfreundin (der Sturm) – vor allem was die Männergeschichten dieser angeht (sie es also nicht schafft sich langfirstig zu binden)- dann kommt vielen oft der Ex wieder in den Sinn .

        Bei dem weiß man was er im Bett kann und was nicht…muss es nicht erst herausfinden wie bei anderen… oder sich womöglich sogar enttäuschen lassen von denen (sexuelle Ebene). Wenn das eigene Leben zu schnell abläuft, man die „Kontrolle“ darüber zu verlieren scheint… ja da leuchtet dann der Ex auf einmal wieder am Horizont… der Mann der einem früher schon immer Sicherheit und Halt geboten hat, genau das was andere einem nicht geben wollten (emotionale Ebene) – muss beides nicht immer gleichzeitig zutreffen…

        Dann lässt man sich wieder auf ihn ein – aber nicht weil man ihn plötzlich wieder liebt – schon immer geliebt hat (hat weniger mit Romantik zu tun), nein, sondern weil es grade das beste ist, was man bekommen kann.Genau das was man gerade braucht! (Der sichere Hafen) So lange man nichts besseres bekommt ist das also ganz ok… aber mehr nicht… alles andere ist Illusion.

        Dh. Sie wird auf jeden fall wieder „auslaufen“ darum sollte man auch möglichst täglich die Liegegebühr kassieren! 😉
        Im nächsten Teil beschreibe ich dann wahrscheinlich was ich mit auslaufen und Liegegebühr meine… :-)

      • Bevor ich das jetzt weiter lese….
        das ist nicht auf Dich persönlich bezogen sondern allgemein.
        Ich sammel hier Eindrücke.
        Ich fand nur die Art und Weise wie Du das so kurz und treffend verfaßt hast sehr bemerkenswert.
        Und da das nach Acas Kommentar kam, wo es um die Geburt seines Sohnes ging,
        hab ich mich gefragt ob Du wohl auch ein Vater bist,
        der eventuell den sicheren Hafen verlassen mußte aus dem einen oder anderen Grund,
        oder der Vater davor….
        Du weißt doch, daß Väter immer ihr Bestes geben, oder?
        Manchmal ist es nicht gut, nicht gut genug, nicht genug….
        Vielleicht weil sie es nicht besser wissen oder weil sie es einfach nicht besser können.
        Aber es ist das Beste was ihnen möglich ist.

        Mal sehen ob ich heute mit Deiner Weltauffassung klar komme.
        Ich schätze übrigens Deine Ehrlichkeit sehr,
        das ist es auch, was mich immer mal wieder auf Dich sehen läßt.
        Ich finde seit dem Du mehr über Dich nachdenkst und weniger über uns hier,
        wirkst Du viel zufriedener mit Dir und mit uns….. 😉

        So, jetzt les ich mal den Rest.

      • Ja 😀 😉

        Also in meiner Realität ist das so:
        Ex bleibt Ex. Einer, mit dem NIX mehr ging, mit dem geht NIX mehr.
        Es sei denn, er war nur ein Spielzeug,
        mit „Nur-Spielzeugen“ hat man ja auch keine echte Beziehung
        also braucht man auch nicht „Schluß“ machen, sich nicht verabschieden,
        man kann es „offen“ lassen und sich unregelmäßig treffen, ja oder nein.
        So für schön.

        Der sichere Hafen ist die Frau, eine für die man wirklich was fühlt.
        Ein Zuhause zu dem man gerne kommt.
        Wo man freudig erwartet wird.
        Das Schiff ist der Mann, er kommt nur gerne wieder zu ihr in den sicheren Hafen
        wenn der auch für ihn sicher ist, wenn er da nicht zu fest vertäut wird,
        den Anker wirft man, wenn, nur freiwillig, er ist IM Schiff.
        Ist im Hafen ständig Sturm, fühlt man sich da auch nicht sicher.
        Wenn man sich nicht mehr zu Hause fühlt, sich nicht mehr wohl und willkommen fühlt,
        will man wohl auch nicht mehr nach Hause kommen, nicht mehr einlaufen,
        vielleicht direkt abtauchen und abdrehen.
        Dann hört man auch die Rufe nicht mehr und kann zurücklassen was vorbei ist.

      • Ja, Mark, kann schon sein, dass ich dich manchmal falsch verstehe.

        In meiner Vorstellungswelt steht symbolisch „der sichere Hafen“ für Frau.

        Das, was ich im Leben nie hatte. Darum habe ich jetzt nach etlichen Mast- und Schotbrüchen ein schickes U-Boot.

      • Darf natürlich jeder so verstehen wie er mag… wie Bianca schon sagte kann jeder seine eigenen Eindrücke sammeln! Ich dachte nur ich teile euch mal mit, auf was sich diese Wörter für mich beziehen – warum ich sie gewählt habe…

        Ja Bianca…was ich zu sagen hatte hab ich gesagt. Ich bin 1. nicht sonderlich nachtragend und 2. Bringt es keinem was ständig nur jedes Wort des anderen auf die Goldwaage zu legen und Unterstellungen und Vermutungen hin und her zu schieben….sowas stört den flow des Gedankenaustausches und außerdem glaube ich die anderen hier haben es auch langsam satt gehabt so viel „negative Energie“ beim Lesen aufnehmen zu müssen.

        @Astrid :-) :-) http://www.youtube.com/watch?v=NmOrnjK7WtY

        ps…der Kommentar von ACA kam danach 😉

      • Oh 😀 das, die Maske meinte ich gar nicht aber trotzdem witzig :)
        Ich meinte Dich auch gar nicht damit, Mark.
        Ich meinte nur,
        daß jemandem die Maske schon wieder verrutscht ist.

      • Ich weiß das ich nicht damit gemeint war…..
        Aber kann es sein das ich da so eine Art subtile (vor allem unter Frauen üblich) stichelei wahrgenommen habe? :-) :-)

  • Wir treffen und haben im Leben immer genau die Menschen getroffen die wir treffen mussten, um uns zu entwickeln.

    Wir lieben und haben geliebt, so wie wir lieben konnten, und streiten und haben gestritten, so wie wir streiten mussten.

    Wir Wieder-holen jede Erfahrung so oft im Leben bis wir den Sinn verstanden haben, der sich hinter ihr verbirgt.

    Jeder Mensch zieht genau die Erfahrungen an, die er anziehen soll, anziehen möchte, oder fürchtet.

    Es gibt darum keine sinnlosen Erfahrungen. Nur solche, die angenehm sind und solche, die uns unangenehm sind.

    Und solche deren Sinn es ist zu begreifen, dass es im Leben nicht nur ums begreifen geht, oder ums verstehen.

    Erlebnisse die uns immer wieder daran erinnern sollen das es auch noch Dinge gibt, die man nicht begreifen kann.

    Oder die sich einem erst zu einem späteren Zeitpunkt offenbaren sollen, einem offenbart werden sollen.

    http://www.clipfish.de/musikvideos/video/1598211/eurythmics-you-have-placed-a-chill-in-my-heart/

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