Johanna Merhof: Ich habe einen (Alb)traum: Weihnachten!

So, die Woche der Gastautoren geht weiter, Freunde! An dieser Stelle erwartet meine Kollegin und gute Freundin Johanna Merhof eine Lobpreisung ihrer Person, die sie zweifelsohne verdient hätte, aber ich bin heute nicht Form, entschuldige, Süße.

Und nun wünsche ich Euch gute Unterhaltung mit einer Weihnachtsgeschichte, in der sich fast jeder von uns wiederfinden kann. Ach, Eines noch: Kauft ihr Buch! Es heißt „Heartcore“ und es lohnt sich wirklich. Den Bestelllink findet Ihr unterm Text.

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Sex, der süchtig macht – Band I: Wie Du länger durchhältst und öfter kannst

Sex. Für wahre Männer.

Sex für Frauen mit Soul

„Baby, das war’s!“

„Ich habe einen (Alb)traum: Er heißt Weihnachten!“

Ich habe einen Traum: Es ist der 25. Dezember. Ich werde morgens von dem köstlichen Duft von frisch gebrühtem Kaffee und der sanften Stimme eines außerordentlich attraktiven, unfassbar intelligenten Sexgottes geweckt: meines Freundes. Wir befinden uns ausnahmsweise nicht in unserm gemeinsamen Loft am Berliner Landwehrkanal, sondern im pittoresk verschneiten Niederbayern – auf dem Anwesen seiner Familie. Der Gedanke an den gestrigen Weihnachtsabend zaubert mir ein Lächeln auf mein strahlendes Gesicht: wie großzügig von seinem Vater, meine ganze Familie ins nächstgelegene Kurhotel einzuladen.

Gut, die Nummer mit der Pferdekutsche und der Dorfkirche war vielleicht etwas übertrieben, doch spätestens, als wir uns durch den Weinkeller tranken und mein perfekter Freund am Klavier Glenn-Gould-Variationen zum Besten gab, flüsterte auch meine überkritische Mutter: „Kind, kneif mich mal.“ Ich seufze, nicht nur aus nostalgischen Gründen. Denn der erste Feiertag beginnt selbstverständlich genauso wie jede einzelne Heilige Nacht des vergangenen Jahres endete: Mit einem himmlischen und lebensverändernden Orgasmus. Danach verspeise ich Croissants im Bett, während mein Freund Dinge in mein Ohr flüstert, die selbst einer Romantikerin wie mir zu kitschig erscheinen, um sie niederzuschreiben.

Wie kommt es nur, frage ich mich, als wir später mit unseren perfekt harmonierenden Sippen fürstlich vor dem überdimensionalen Tannenbaum speisen, dass alle Welt Weihnachten mit Stress gleichsetzt? Als Antwort bekomme ich eine Ladung Dosenbier auf meinen neuen Mantel gekippt.

Ich wache auf. Ein Mensch gewordener Irrtum rempelt gegen mich, er trägt eine Weihnachtsmannmütze und versucht zu seiner ebenfalls im Gang hockenden Freundesclique durchzukommen, deren Trinkspruch: „Prost, Jesus!“ lautet.

Es ist der 24. Dezember, 13 Uhr: Ich sitze auf meinem Koffer im überfüllten ICE Richtung Heimat. Ich bekomme eine SMS von meiner Mutter: „Hoffe, du hast das Geschenk für Oma dabei. Schaffe es nicht, dich vom Zug abzuholen, es gibt ein Problem mit dem Weihnachtsbaum.“ Typisch Mutter, denke ich, behandelt mich immer noch wie ein Kleinkind. Und überhaupt: Problem mit dem Weihnachtsbaum? Ich krame in meiner Tasche nach Kopfschmerztabletten. Nach dem gestrigen Fiasko namens Last-Minute-Geschenke-Shopping legte ich mein Wohl in die Hände des Barkeepers meines Vertrauens. Leider! Verpasste daher meinen regulären Zug mit reserviertem Sitzplatz.

13.05 Uhr: Die Typen spielen sich inzwischen Technoversionen von Jingle Bells vor. Wo sind die verdammten Kopfschmerztabletten?

13.18 Uhr: Bekomme eine SMS von meiner Schwester: „Mama hat mich gerade dazu gezwungen, einen Weihnachtsbaum zu stehlen. Bleib lieber in Berlin, hier ist Totalchaos. Mir fehlt noch ein Geschenk für Oma. Hast du was?“ Ich bin bei Verrückten aufgewachsen.

13.20 Uhr: Oh nein, wo ist die Tüte mit den Geschenken? Lieber Gott, bitte mach, dass sie ganz unten in der Tasche ist. Oder hab ich sie vielleicht neben dem Bett…?

13.21 Uhr: FUCK!

13.30 Uhr: Der Weihnachtsmützenprolet schenkt mir einen Jägermeister.

13.35 Uhr: Und noch einen.

13.37 Uhr: Und noch einen.

13.42 Uhr: Hicks!

15.00 Uhr: Ich wanke aus dem Zug – rein ins Taxi. „Na, Weihnachten ist es eben bei Mutti am schönsten.“, sagt der Taxifahrer. Ich denke an meinen imaginären Freund mit Landgut. Ich denke an den realen Wahnsinn namens Verwandtschaft. Ich sage nichts. Als wir durch die geschmückten Kleinstadtstraßen fahren, denke ich kurz: Vielleicht wird dieses Jahr doch alles ganz anders.

18.00 Uhr: Irrtum! Ich habe mich in Nullkomanix in das nörgelige Kind verwandelt, das ich nie sein wollte. Streite mit meiner Schwester um das Fernsehprogramm, den Sitzplatz am Esstisch und die Kerzenfarbe. Meine Mutter hantiert mit hochrotem Kopf in der Küche, meine Oma erzählt von Verdauungsproblemen und fragt mich wiederholt, wo denn mein netter Sebastian sei. Sebastian und ich sind seit vier Jahren getrennt. „Oma, ich bin Single“, sage ich. „Wer ist denn Jingle?“ fragt meine Oma. Ich schalte ihr Hörgerät wieder an. Meine Schwester und ich trinken den dritten Glühwein.

20 Uhr: Schöne Bescherung. Ich gestehe, dass ich meine Geschenke in Berlin vergessen habe. Meine Mutter zieht nur die Augenbraue hoch, mein verzogener Cousin ätzt: „Dann hättest du auch gleich da bleiben können.“ Darauf: peinliche Stille.

20.10 Uhr: Meine Schwester schenkt mir einen Vibrator. Meine Oma fragt nach dem Verwendungszweck, mein Onkel schlägt vor, ihn gleich auszuprobieren, meine Mutter schreit auf – jedoch nicht vor Begeisterung. Aus der Küche zieht Rauch auf: die Gans!

20.30 Uhr: Wir singen Weihnachtslieder. Es klingt nach Tierquälerei. Beim Festmahl versuchen wir gemeinschaftlich zu ignorieren, dass der Braten nach zähem Leder schmeckt. Meine Schwester spuckt auf Konventionen und zündet sich nach dem ersten Bissen eine Zigarette an. Meine Mutter ist den Tränen nah, mein Onkel, der militante Gesundheitsfanatiker, nah am Herzinfarkt. Er reißt das Fenster auf und krächzt: „Zum Glück regelt ihr Luftverpester das mit dem Aussterben selbst!“ Jetzt beginnt der kaputteste Teil des Abends: die Grundsatzdebatten. Rauchverbot, Sozialpolitik, Klimawandel. Alle schreien durcheinander. Einzig sinnvolle Verhaltensregel: mehr trinken.

21 Uhr: Der Freund meiner Schwester steht mit Rosen vor der Tür. Mir wird schlecht. Weitertrinken!

22 Uhr: Der Freund meiner Mutter hat inzwischen die Digitalkamera rausgeholt. Er zwinkert mir zu: „Das hier ist feinste Realsatire.“

23 Uhr: Meine Tante fragt, ob es stimmt, dass ich jetzt lesbisch sei.

23.30 Uhr: Mein Onkel fragt, ob ich nur schreiben oder auch richtig arbeiten würde. Na dann, Prost!

0.10 Uhr: Ich liege mit der Weinflasche im Arm auf dem Sofa. Bevor ich ins Koma falle, höre ich, wie meine Oma zu meiner Mutter sagt: „Ich mach mir Sorgen um das Kind. Wenn da mal keine Drogen im Spiel sind – in Berlin weiß man ja nie.“ „Ach, ich glaube sie ist nur frustriert“, antwortet meine Mutter „so ganz ohne Freund.“ „Mädels!“, schreit mein Onkel in die Runde, „wir sehen uns morgen Punkt eins zum Essen.“

2.31 Uhr: Ich habe einen Albtraum: Er heißt Weihnachten und er kommt Alle Jahre wieder.

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162 Comments

  • och, menno, und es hat so schön angefangen… *g*

    ich denke, fast jede familie durchlebt den Irrsinn der Weihnachtsfesttage. ach wie schön dass ich heide bin und mir meine feste selbst mache 😉

    • Heide? So hiess meine Mutter, und ich habe erst gestern oder vorgestern mit einem Freund über die Etymologie dieses Wortes diskutiert, ob es wohl die Gleichen semantischen Wurzeln wie die Landschaft, die Region Heide hat. Ich vermute derzeit, dass auch die Römer uns teilweise so bezeichnet haben, und von da dann auch das gemeinsame Wort stammt, jedoch mit einer ganz anderen, weiteren Bedeutung wie bei denen aus der Heide selbst.

      Aber es tut mir Leid von dir zu hören, Lostsoul, dass bei dir die alljährliche Familienaufstellung so problematisch und unangenehm ist, dass du es vorziehst ihr aus dem Weg zu gehen. Denn nichts anderes ist für die meisten Weihnachten, auch wenn ihnen das nicht bewusst ist, und auch mir gerade eben erst durch dich klar wurde.

      Und hier wollte ich jetzt den Song „Us“ vom Album Switch von INXS posten, für dich.

      • The world is always changing, you can see it every day
        But in a tragic situation you just can’t hide yourself away
        So try a little kindness cause it sure can’t be that hard
        You’re shining in the darkness when you open up your heart

        Your love is all we need to bring us together
        Don’t leave it to me, nothing’s for free, it comes down to us

        Hungry babies on television, can you feel the shame?
        (Can U feel the shame?) We got 2 keep on giving 2 one another
        ‚Cause it’s all gonna happen again
        Why don’t you try a little kindness ‘cos it sure can’t be that hard
        Just think about what binds us and find a new place to start

        Your love is all we need to bring us together
        Don’t leave it to me, nothing’s for free, it comes down to us
        Your love is all we need to bring us together
        We’re not indestructable, we’re some kind of miracle
        Happens every day, yeah

        Ooh, come on, yeah, I’m feeling it

        Your love is all we need to bring us together
        Don’t leave it to me, nothing’s for free, it comes down to us
        Your love is all we need to bring us together
        We’re not indestructible, we’re some kind of miracle
        Happens every day

        (It comes down to us) Oh it comes down to us
        (It comes down to us)
        Yeah we all have to stop stop stop to tail you down
        (It comes down to us) Oh we better stop to free you
        (It comes down to us) You stop and listen to me, it’s all we need
        (It comes down to us)
        It’s you and me, it’s you and me, it comes down to us
        (It comes down to us) Oh, I’m gonna tell you what it’s real
        (It comes down to us)
        We gotta get you down, we gotta shut you down, whoa…

        Us / INXS / 2005 / Das einzige Album von INXS ohne Michael Huschende. Trotzdem gut.

      • Ähm… Ich hab keine Probleme in der Familie. Ich mag nur nicht diesen Gesellschaftszwang, ein mal im Jahr auf gut-wetter zu machen. Ich brauch keine fest gesetzte Feiertage, an denen ich meinen lieben zeige, was sie mir bedeuten. Das mach ich durchgehend das ganze Jahr über, wenn mir danach ist. Und seien wir mal ehrlich, die ganzen christliche Feiertage sind aus div vorher bestehenden heidnischen Festen abgeleitet /adoptiert und haben in ihrem Ursprung etwas anderes als die liebe zu seinem nächsten.

      • …Familienaufstellung..das passt wie die Faust aufs Auge…
        und es ist vielen nicht bewußt…wieder richtig…ach Aca Du bist so weise.

        Nein Nix Eisprung, der ist erst in 14 Tagen ca. Hihi….

      • Also mich zwingt auch niemand, zu nichts, aber ich feire es trotzdem gern, das christliche Weihnachtsfest. Weil sich zumindest recht viele Menschen an solchen Tagen verstärkt bemühen und auch der Werte besinnen, die unser tierisches miteinander, aber dadurch eben auch gegeneinander, etwas erträglicher machen sollen. Allerdings ist mir bewusst, dass man dann gleichzeitig auch Freiräume für die Menschen schaffen muss, in denen sie ihre animalische Natur hemmungslos ausleben dürfen. An diesem Punkt jedoch scheitern ja leider die meisten Regierungen, Christen und Gutmenschen, und darum haben die meisten von denen ja auch einen Schatten, also eine sehr dunkle Seite, die ihnen aber meist nicht bewusst ist, und darum unterschwellig, unbewusst, subtil destruktiv und zersetzend wirkt.

        “Was ist der Mensch?

        Eine Brücke zwischen Affe und Übermensch – eine Brücke über einen Abgrund.“

        F. W. Nietzsche
        Also sprach Zarathustra

    • Ich kann gerade total nachvollziehen, warum manche Frauen zu viel Respekt haben, sich mit Dir einzulassen. Für was längeres, meine ich.

    • Phuu, ich zum Glück auch.
      Ich hab meine Kinder schon in die Welt gesetzt, reicht. Genug Verantwortung fürs ganze Leben, bzw noch ein paar Jahre lang.

      • Keine Ahnung. Hab‘ mir bis jetzt noch nie bildlich darüber Gedanken gemacht ob es wohl Frauen gibt und welche das sind, die beim Onanieren an mich denken. Aber die Vorstellung gefällt mir durchaus, wenn ich so darüber sinniere.

        Aca, die Wichsvorlage.

        Immerhin. So weit habe ich es zumindest schon gebracht. Meine Mutter ist bestimmt stolz auf mich. :)

      • Ich weiss. Während dein Mann mit dir fickt.

        Kommt ja häufiger vor, als den meisten Männern bewusst ist, das Frauen das auch „passiert“.

      • Aber, und jetzt wird’s noch lustiger, fickst du in so einem Moment „nur“ mit dir selbst. Nämlich mit deiner eigenen Vorstellung von mir, die zudem auch noch eine von dir, durch dich idealisierten Version von mir ist. Viel Spass dabei. :)

      • Nein, nicht ganz. Dabei hab ich ja mit ihm gefickt. Ok, ein Gedankenblitz war da schon, pfui, schäm dich…………mach ich.
        Nachher, wenn ich mit mir allein bin, kommt die idealisierte Version.

      • Hahahahaha. Und das ist auch, was Raphaela entgangen ist. Denn auch sie habe ich idealisiert, etwas extrem geiles auf sie projiziert, etwas unbeschreiblich schönes in ihr gesehen. Aber ich habe es etwas später dann trotzdem noch erlebt, auch ohne sie, mit „ihr“, im Traum. Ja, ich kenne sie, meine Traumfrau. Sie ist bezaubernd, fröhlich, klug, bescheiden, grossartig, fein, verletzlich, sehr feminin – und besitzt trotzdem den Mut einer Tigerin.

        http://www.myvideo.de/watch/8267484/Rosenstolz_Weil_wir_Freunde_sind_Der_Tiger_Taps_Song

      • …und dann ist da nur noch die Frage der Tiefe…

        Es ist Nacht und mein Herz kommt zu Dir.
        Hälts nicht aus, hälts nicht aus mehr bei mir.
        Legt sich Dir auf die Brust,
        wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem Deinen hinein.
        Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh,
        liegt am Grund seines ewigen Du. C. Morgenstern

        ist das nicht schön

    • Diese Antwort hab ich erwartet, ja Aca zerstöre die idealisierte Version.
      Aber das tust Du ja gar nicht. (Zwinker)

      Mark, ich hab mir die größte Mühe gegeben.( nochmal Zwinker)

      • Tja, es gibt halt Männer die das erstmal lernen müssen, eine Frau „nur“ als Sexobjekt, nur zu seiner reinen Unterhaltung und vor allem nur auf ihre Tauglichkeit hin zu begutachten, ihm Vergnügen, ihm Freude zu bereiten, auch auf sexuelle Art.

        Denn was für einen ehrlicheren Beweiss seiner Liebe, seines Begehrens gibt es denn noch für eine psychisch gesunde Frau, als seinen steifen Schwanz in der Möse zu spüren, seinen kostbaren Samen in hoffnungsvoller Zuversicht von ihm anvertraut zu bekommen?

        Es ist mir gestern sehr schwer gefallen und hat mich vorübergehend vollkommen frustriert, mich letztendlich von der ausgesprochen hübschen Marie mit der Lüge „bis später“ eigentlich für immer zu verabschieden, wie mir dann klar wurde. Ich will und darf keine mehr Retten, egal wie attraktiv sie ist, und schon gar nicht mein Herz an sie verlieren.

        Von ihrer körperlichen und rein physischen Erscheinung her hätte sie es sein können. Sie ist auch durchaus intelligent und hat auch einen ausgeglichenen, wohl erzogenen Charakter. Aber ihr Schatten, der bereits als Krankheit seinen Weg nach Aussen sucht ist überdeutlich. Neurodermitis und Pollenallergie im Frühjahr, kaum Strahlen in den Augen, gehemmt, zurückhaltend, reserviert, auf Selbstkontrolle bedacht, und die Art wie sie mir gesagt hat, sie sei sehr glücklich mit ihrem Freund entsprach in meinen Augen in etwa der Begeisterung einer Klofrau für ihren Job. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Gott die schönsten Früchte mit einem Fluch belegt hat, und so kam mir das gestern auch vor. Zum heulen.

      • Nein, nicht zum heulen. Es ist zum kotzen was mit Frauen geschieht, die einen schwachen oder abwesenden Vater und eine dominante oder sogar tyrannische Mutter hatten.

      • Na, dann bist Du ja aus dem Schneider, ODER?
        Eigentlich schade, das Du Dich degenerieren möchtest. Und ich kann es auch nicht glauben.

        Glückwunsch zu Deiner scharfen Beobachtungsgabe, auch Krankenbeobachtung genannt. Leider sehe ich da auch manchmal Sachen, die man gar nicht wissen möchte.

        Mit dem Samen wäre ich vorsichtig. Liebesbeweis schön und gut aber ohne Gummi, da würde ich das Gegenteil von dem Mann denken. Leichtsinnig.,dumm.

      • Degenerieren? Das ist bei ihr alles psychosomatisch. Die gleichen Symptome wie bei meiner Mutter. Habe ihr darum auch das Buch „Krankheit als Weg“ empfohlen, und auch das Thema Vatertöchter kurz angeschnitten. Aber da hat dann auch schon ihre Abwehr angefangen zu arbeiten, und ich kann sie ja nicht zur Therapie prügeln. Das ist meine Ohnmacht, mit der muss ich leben lernen, auf Gott vertrauen, denn er wird schon wissen warum das so ist, was er tut und was er mit ihr vor hat. Und warum er sie mir vorgestellt hat, mich das hat erleben lassen. Alles fügt sich.

      • nein, degenerieren, war auf den Kommentar bezogen, das Du Frauen jetzt lieber nur als Sexobjekt sehen möchtest

        Das das bei Ihr psychosomatisch ist ist mir klar.

        Die Frage war eher auf mich bezogen, wegen dem fast nicht anwesenden Vater.
        Aber ich bin kerngesund und habe keinerlei Allergien.
        Mich interressiert, in welche Schemata wir/ ich verfallen. Wo ich aufpassen muß. Ich hätte keine Probleme zu einer Therapie zu gehen. Ich kenne einige die ohne ihr wöchentliches Coaching nicht über die Woche kommen. Und ich finde es mutig und nicht stigmatisierend.

      • Ja und so lange sie keine Probleme erkennt, wird sie nicht zu einer Therapie gehen. Oh ja ich kenne so manchen,dem ein paar Therapiestunden helfen könnten. Aber sie sind ja so blind und wenn man denen die Richtung weist, heißt es. Quatsch, ich bin doch nicht verrückt.
        Wie sollen die mir denn helfen?

      • Aca Ich hätte da noch eine Frage. Ich habe leider auch schon oft bemerkt, daß ich verkrachte Existenzen zu mir hingezogen fühlten,solche Menschen kletten sich manchmal an mich, alle paar Jahre eine Neue ( Frauen)
        Hab ich zu viel Verständnis? Zu große Empathie?
        War gestern auch mit so einer Frau in der Sauna und ich merke, wie sie saugen, würde man im Reiki sagen. Meine Energie.
        Kannst Du mir sagen, woran das liegt. Oder lernt jeder solche Menschen kennen?

      • Und wie soll man sowas abstellen? Ihnen sagen, daß ich denke sie brauchen dringend eine Therapie? und wenn sie schon eine hatten? Nochmal! sagen?

      • Wie ich auch ziehst du ein Stück deines Selbstwertes daraus, Astrid, verschaffst du dir auf diesem Weg das Gefühl, geliebt und gebraucht zu werden, unentbehrlich und wertvoll, liebenswert und wichtig zu sein, bekommst du dadurch die Anerkennung und Aufmerksamkeit, die dir als Mädchen entweder verwehrt oder versagt geblieben ist.
        Viele Vatertöchter aber auch Muttersöhne arbeiten deshalb in Berufen, in denen sie anderen helfen, sie „retten“ können, so wie sie ihre Mutter oder ihren Vater retten wollten, die meisten jedoch daran gescheitert sind.
        Es hat aber natürlich auch etwas mit Macht zu tun, Macht und Dominanz über andere, und da kommen wir dann in den etwas dunkleren Bereich dieses Themas hinein, wenn man sich nicht darüber bewusst ist. Nimm so einem Menschen die Möglichkeit gut oder der Gute zu sein, und schon erlebt man ihn von einer ganz andere Seite.

        Erinnerst du dich noch wie du reagiert hast, als ich das nur mal zur Probe kurz mit dir gemacht habe?

        Du bist nicht so selbstlos und unschuldig wie du glaubst, Astrid, aber weil ich dich möglicherweise besser kenne als du selbst mache ich dir keinen Vorwurf daraus. Ich weiss wie du gelitten hast, und wonach sich dein Herz sehnt.

      • Ich weiß, das man daraus auch Selbstwertgefühl zieht. Aber mein Beruf ist doch nur ein Drittel meines Lebens.
        Ich bin mehr als die Krankenschwester, die bin ich nur teilzeit.
        Wir haben alle irgendetwas aus unserer Kindheit zu verarbeiten. Aber ich dachte wirklich, das hätte ich getan.

      • Ja ich weiß, ich kenne die guten und auch die dunklen Seiten.
        Kann ich alles unterschreiben, aber nun?
        Was soll der weg sein? Wonach sehne ich mich denn Deiner Meinung nach? Nach dem Vater? Nach einer Vaterfigur?

      • So, und jetzt überleg mal, was du mit Bianca gemacht hast. Kannst du dir vorstellen, dass sie etwas ähnliches durchgemacht hat wie du?

        Ja, jetzt rede ich mal kurz wie ein Vater zu euch der sich wünscht, dass sich seine geliebten Töchter vertragen und damit aufhören, um die Liebe und Aufmerksamkeit des Vaters zu buhlen und zu streiten.

        Verrückt. Und während ich das gerade hier schreibe streiten sich gerade ein Mann und eine Frau hier unten auf der Strasse vor dem Haus in dem ich Wohne. Unfassbar.

      • Ich weiß, das ich nicht nur selbstlos bin und unschuldig auch nicht. Hattest Du diesen Eindruck?
        Als ich neulich von meinem helfen erzählt habe, hatte ich tatsächlich jemandem das Leben gerettet, nicht auf der Arbeit. In der Freizeit.Der Notarzt kam aus dem Staunen nicht raus. Und natürlich spürt man da eine gewisse Macht. Aber warum soll das nicht auch ein schönes Gefühl sein, zu helfen?

        Ich wollte diesen Eindruck nicht vermitteln, das das nun mein Hauptebensinhalt wäre. Und wer mich kennt, dem würde unschuldig auch nicht als erstes einfallen.

      • Ich hatte eher den Eindruck, den auch Mark hatte, das sie um Dich buhlt. Das sie eifersüchtig war, weil wir beide getextet ok geflirtet haben. Aber ich hab sie doch mit einbezogen, ich wollte nicht mit Ihr um Dich buhlen.
        Ich möchte es nur verstehen, vielleicht hab ich ja falsche Signale gesendet? und sie verletzt?

      • Wie zärtlich muss ich denn noch mit dir sprechen, um dich zu beruhigen, um dir die Angst zu nehmen?

        Wenn ich sage, alles wird gut, dann wird alles gut. Kannst du fühlen, wie ich dich gerade im Geist in den Armen halte?

        Ich würde es tun, wenn ich jetzt bei dir wäre. Selbst einem Mann würde ich für eine Weile so halt geben, bis er sich wieder berappelt hat, und das ist schon vorgekommen.

      • Ich möchte nicht, dass du dich jetzt wie ein gescholtenes Mädchen fühlst. Du hast teilweise Dinge getan, über die du dir nicht bewusst bist, bewusst warst. Das ist aber jetzt schon Vergangenheit, und darum nicht mehr wichtig.

        Und wer von uns glaubst du wäre nicht stolz auf dich, wüsste nicht wie wundervoll das ist, was du da geleistet hast, in dem du einem Menschen das Leben gerettet hast? Lass uns für heute das Thema erstmal abschliessen, ich denke jeder von uns hat jetzt erstmal etwas, worüber er für sich nachdenken kann.

        Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. 😉

  • Duhu Vati :)
    Es hatte sich für mich gar nicht wie streiten angefühlt :)

    Mit mir kann man übrigens nur streiten wenn ich streiten will und

    da ich das in den meisten Fällen nicht für nötig halte….weiße bescheid.

    Alles, was ich geschrieben habe, hätte ich einem ganz ruhigen Ton gesagt,
    wie eigentlich immer hier, könnte mich an keinen Streit erinnern, das wäre ja auch Zeitverschwendung.
    Wenn man nichts nettes mehr zu sagen hat, kann man ja den Raum verlassen.

    Mich können auch nur Menschen verletzen, die mir nahe genug sind…..also bitte.
    Buhlen heißt, so viel ich weiß, kämpfen. Wie absurt! Gehts noch?!
    Wenn Du um jemanden kämpfen mußt….. was, glaubst Du, wirst Du bekommen?
    Das verstehen aber auch nur die, die die Fragen verstehen:
    Ach, Du wurdest betrogen?! Um was denn?
    oder
    Du bist eifersüchtig?

    Ich weiß, daß Aca das macht, was er für gut und richtig hält und genau das freut mich, zieht mich zu ihm hin,

    kämpfen könnte ich also, wenn, sowieso nur gegen ihn und das würde uns wohl nicht zu Freunden machen.

    So, habt ihr das jetzt mal geschnallt? Mann, Mann, Mann, Mann

    Ich finde das Lied übrigens wunderschön, ich lächel wenn ich es hör.

    • Ihr seid euch ähnlicher als ihr denkt, Bianca, nur das du anders damit umgehst wie sie. Du ziehst dich zurück, aber auf sie re-agiert hast du trotzdem. Aber ich bin froh, dass diese Situation entstanden ist, zeigt sie mir doch auch sehr viel über dich, was mir vorher noch nicht bewusst war. Allerdings hätte ich meinen Traum nur etwas genauer analysieren müssen, da steckte der Hinweiss schon drin, was ich deswegen jetzt nachholen werde.

      • Guten Morgen Aca,
        habe noch eine ganze Weile mit meinem Mann über das Thema gesprochen. Nachdem er mich,( stellvertretend ) in den Arm genommen hat und mich gehalten hat.
        Ja wir sind eben alle Vätertöchter und Muttersöhne, auch wenn der eine mehr ,der andere weniger darüber nachgedacht hat, bleiben wir immer die Kinder unserer Eltern.
        Ich danke Dir, daß Du mir (mit dem Holzhammer) gezeigt hast, in welche rolle ich schlüpfe, wenn ich angegriffen werde.
        Und da ging mir so manches Licht auf. In der Arbeit spiele ich diese Machtposition natürlich nicht so aus, das kannst Du mir glauben. Das war natürlich völlig überzogen, denn ich war verletzt.

        So und das ist doch das tolle, mein Juwel, meine Erfahrung die ich gestern, dank aca, gemacht habe. Denn man braucht neue Gedanken, möglichst professionell, damit man nicht im eigenen Saft schmort, wie mein mann sagen würde.
        Ich weiß ja nicht, was Du beruflich machst Aca. Habe schon vermutet, das Du Musiker bist, aber die Psychologieratgeberstunde, machst Du sehr gut. Ich hätte Dir was überweisen sollen, nicht Oli( Zwinker).
        Und was ich auch hier von Dir lese, egal in welcher Angelegenheit, bin ich Deiner Meinung, fast immer.
        Du weißt, das Du besonders bist.
        Und ich weiß, Deine Traumfrau wird auftauchen, sie wird Dich finden.

        Ich hoffe wir saugen Dich nicht aus ( auf dieser Seite muß das natürlich falsch rüberkommen ) ich mein energetisch, und Du kannst auch was für Dich mitnehmen.

      • Holzhammer? :) Ich habe dich mit Samthandschuhen angefasst, Prinzesinenbohne.

        Aber ich kann den Hammer ja mal auspacken, wenn du so scharf darauf bist.

        Wie hart hättest du es denn gern? Nur das es später deswegen keine „Missverständnisse“ gibt. :)

        Du weisst ja, Kachelmann und so.

  • Wir hungern alle ohne Ausnahme nach Liebe und Anerkennung, wollen gesehen und wahrgenommen, geherzt, in die Arme geschlossen, gestreichelt, gevögelt und leergesaugt werden. Manche brauchen davon mehr, manche weniger.

    Schenkt es euch, euch selbst, und auch jedem anderen. Ihr vergebt euch dadurch nichts, ihr könnt dadurch immer nur gewinnen. Mit der Liebe ist es anders wie mit den Dingen, die wir von der Erde, die wir aus der Materie, aus der Dualität her kennen. Weil sie nicht dual ist, sie ist das Eins, zu ihr gibt es keine Entsprechung.

  • Man kann etwas, was überall ist, im All, im Meer, in uns, in dir, in mir, in jedem Stein und in jedem Tier nicht suchen, und darum auch nicht finden. Und darum kann man auch nicht gefunden werden. Doch da ist noch etwas anderes, etwas, was sich vollkommen unserem Vorstellungsvermögen entzieht, und nur darauf muss man, braucht man, kann man, darf man vertrauen. Darauf blind zu vertrauen ist jedoch die grösste Herausforderung, die mir bekannt ist.

    • Als ich das hier eben geschrieben habe, hatte ich noch nicht deinen Kommentar gesehen und gelesen, Astrid. Ich denke du weisst was „Nessun Dorma“ heisst. Es gibt jetzt Menschen die sagen „das ist Zufall“, ich gehöre jedoch nicht zu denen. Aber ob du mir das überhaupt glaubst oder nicht, dass liegt einzig und allein an dir. Seine Wege.

      • Ich weiß, das es keinen Zufall gibt. Ist nicht nur so ein Spruch von mir.
        ich habe viel erlebt, was einen unwissenden, unaufmerksamen Menschen als Zufall erscheint. Und wenn ich das erzähle, denken Menschen “ Wie verrückt ist das denn “ aber die Macht der Gadanken ist enorm. Und im Reiki sagt man, man kann das Universum bitten. Andere nennen es beten. Auf jeden Fall bewirkt es etwas in uns und um uns herum.
        Darauf vertraue ich blind. Nenn mich naiv, ich bin es nicht.

      • Ja, es geht in meinem Fall um erkennen, mich zu erkennen geben, mich zeigen. Damit sie mich erkennt. 😀 😀 😀

        Culcha, Candeeeela! – Right!

      • …und wenn ich es gesungen von Paul Pott höre, kommen mir immer die Tränen.

        Diese aroganten Menschen, die ihn nach seinem Äußeren beurteilen und dann trifft er sie mitten ins Herz!

      • noch ein Gänsehautmoment Laura Buschhagen und neo singen bei Voice of Germany Pink Floyd “ Wish you were here“
        besser als das Original, das muß man erstmal schaffen.

  • Gedanken natürlich….bin zu entspannt gerade. Liege mit dem Stern im Bett , gut gegessen und was sonst noch zum Entspannen gehört ( Zwinker) so muß ein Wochenende sein. Der eine malt der andere schreibt, und jeder hat seinen Freiraum…ach, was bin ich glücklich.
    Und dann noch den Aca als Sahnehaube drauf…köstlich.

    • Folgender Gedanke:

      Wenn ich glauben würde, das Ganze hier auf Erden würde „nur“ auf Zufall beruhen, dann wäre in der Tat die Wahrscheinlichkeit, dass ich einem meiner Traumfrau ähnlichen Hammerhasen begegne geradezu null. Und dann würde ich mit einer dementsprechend traurigen und deprimierten Fresse rumlaufen, wie ich sie leider bei sehr vielen Menschen jeden Tag auf der Strasse sehe. Natürlich könnte ich auch versuchen, dieses Bild in mir zu löschen, oder, so wie ich es gerade erlebe, in immer mehr Frauen die Schönheit sehen, die man nur mit dem Herzen sieht. Aber ich will keiner etwas vormachen: So richtig boing, so das es mich aus den Socken haut, macht es trotzdem nur ganz selten, obwohl ich im Augenblick aus dem Schauen und Staunen gar nicht mehr herauskomme. Mein Herz tanzt zur Zeit, obwohl es keine gibt, die mein neues Bett, das Kopfkissen mit mir teilt.

      Aber ich glaube, es ist etwas anderes. Es liegt einzig und allein an mir. Ich fühle mich nicht der liebe Wert, die ich für so eine Frau im Herzen habe. So einer Frau möchte ich die Welt zu Füssen legen, denn nicht weniger hat sie in meinen Augen verdient. Denn so wie sie für mich das Licht meiner Sonne ist, möchte ich die Sonne ihres Herzens sein. Ich möchte, dass sie über beide Ohren strahlt, wenn sie mich sieht, so wie ich mich vor Freude nicht mehr einkriege, wenn ich sie sehe. Und darum liegt es auch einzig und allein nur an mir aus mir den Menschen zu machen, der Mensch zu sein, der Mensch zu werden, der ich sein möchte, und jetzt kommst, der ich eh schon bin, immer war, und immer sein werde. Ich weiss es doch schon seit meiner Kindheit. Ich wollte immer die Hauptrolle, und ich hatte auch schon immer die Hauptrolle, wenn ich so in meinem Leben zurückblicke.

      Warum zögere ich also noch: Die richtige Motivation. Dafür, dass sich meine Mutter dann in meinem Glanz sonnt, ich also ihr Ego damit bediene wollte ich es irgendwann nicht mehr tun. Und ich muss auch höllisch aufpassen es nicht zu tun, es nicht zu wollen, um damit mein eigenes Ego aufzublasen. Was in Gottes Namen könnte es also noch für eine Motivation geben, ein Stern sein zu wollen, der Stern zu sein, der man schon immer war, geboren aus der Not seine unglückliche, traurige, unzufriedene Mutter glücklich zu machen, andere Menschen zum lachen, zum weinen, zum mitfiebern, zum fühlen, zum lieben, zum nachdenken, zum hoffen, zum staunen, zum über mich ärgern zu bringen, sie lebendig machen? Und doch ist es das Gefühl, geliebt zu werden das, was mir am meisten Angst macht. Weil ich das nicht kenne. Einfach nur meiner selbst wegen geliebt zu werden, einfach nur so, ohne das ich etwas dafür tun muss. Nichts Sagen, nicht Schreiben, nicht Tanzen, nicht Singen, nicht Philosophieren, nicht Therapieren, nicht Lachen, nicht Unterhalten, nicht Dichten, nichts Schenken, keine Komplimente verteilen, nicht Flirten, keine schönen Augen machen, nichts Machen. Aber das muss jetzt auch nicht mehr sein. Das alles fällt mir mittlerweile so leicht, geht mir inzwischen so leicht von der Hand, dass ich es sogar gerne tu. Es ist auch nicht gespielt, auch wenn es trotzdem „nur“ eine Rolle ist, eine Archetyp, eine Selbstdarstellung, eine Show unter 7 Milliarden. Unser Geist ist wie Lehm, kann beliebig in jede gewünschte Form gebracht werden, und jeder Mensch ist darum das, was er von sich denkt was er ist, was aber auch nur eine weitere Vorstellung seiner selbst ist, die sich zudem auch noch ständig verändert und entwickelt. Und das gilt auch für alles andere, was ihr um euch herum seht, inklusive der Menschen, die euch begegnen. Wir sehen immer nur uns selbst, unsere Vorstellungen und Projektionen. Stellt euch für einen kurzen Moment vor, jeder Mensch auf der Strasse würde so aussehen wie ihr selbst, nur das jeder natürlich gerade in einem anderen Film, mit etwas anderem beschäftigt, gerade anders drauf ist. Klar, der erste und darum unbegreiflichste Unterschied beginnt deswegen mit dem Thema Männchen und Weibchen, und darum ist das eines der faszinierendsten aber gleichzeitig auch problematischsten Dinge, mit denen wir spätestens in der Pubertät zu tun bekommen, und das sogar dann, wenn alles sogar halbwegs „normal“ gelaufen ist. Aber „normal“ war mein Leben auch nicht, und darum natürlich auch nicht mein Bild, was ich von Frauen habe, genauso wenig wie das Bild, was ich von mir selbst habe. Und darum bin ich jedem dankbar, der eine oder auch mehrere Facetten meiner selbst, meines Selbst, von mir spiegelt, in denen auch ich mich erkenne, seien sie manchmal auch noch so hässlich, oder auch so wunderschön, wie ich es vor allem in letzter Zeit immer öfters erlebe. Es ist schön zu lieben, und auch geliebt zu werden, und sich zu zeigen und offen zu stellen, sich zu öffnen ist Liebe, ist Lieben. Und das lerne ich gerade, werde ich gerade gelehrt: In die Liebe, der Liebe zu trauen.

      So klingt zum Beispiel meine Traumfrau, die ich in mir trage, und die ich darum schon längst gefunden habe.

      Achtet darum nicht auf die Bilder – Musik ist die Sprache der Seele.

      • Oh Mann das ist so schöne Musik.
        Das ist mein Juwel des Tages. Noch schöner als Sahnehaube mit Kirsche.
        Ich bewundere Menschen, die mit einem Instrument der Musik Seele einhauchen.

        Du weißt ja gut über Dich Bescheid Aca.
        Und natürlich möchte jeder um seiner selbst geliebt werden. Ohne irgendein zuTUN. Wie man ein Kind bedingungslos liebt. Lieben sollte, denn das schaffen ja manche nicht.

      • Ja aber ich nicht. Als ich schwanger war und in eine neue stadt zog (meinem Mann hinterher) kaufte ich eine Gitarre und ich schwöre , einen spanischen Sprachkurs.
        Dann hab ich mich aber so sehr um mein Kind und dann um beide gekümmert, daß die Gitarre vergewaltigt, von vielen Kinderhänden, mit 2 Saiten weniger neben der Couch steht und den spanischkurs muß ich mal suchen.
        Und das Klavierlernen schiebe ich auch auf. Die freie Zeit ist so Kostbar und ich habe jetzt gerade mal Zeit für meine alten Hobbys.
        Motorrad ist auch schon lange verkauft….

        Ich sage ja, ich bewundere jeden, aber da gehört schon viel Disziplin reingesteckt, bis man der Musik Seele einhauchen kann.

      • Weil sie es selbst nie gelernt, nie erlebt, nie erfahren haben.

        Aber das ist ja auch die Krux mit der symbiotischen Liebe, nur dann eben in die andere Richtung, denn diese prägt einen natürlich auch, entwickelt sich zu einem völlig überhöhten, grotesk verzerrtem Masstab der Liebe, den keine normale Frau oder Mann im späteren Leben mehr erfüllen kann (siehe nur die filmreife Phantasie von Johannas Weihnachtsgeschichte).

        Darum finden auch so gerne Vatertöchter und Muttersöhne zueinander, wobei dann oftmals für die Kinder kein Platz mehr dazwischen bleibt, die aber ja auch viel Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit brauchen.

        Und so setz sich dann der Teufelskreis immer weiter fort.

        Muttersöhne haben ein zuviel an Liebe im Herzen von der Mutter bekommen, die sie dann irgendwie, irgendwo aber wieder loswerden müssen, weil sie ja nicht ihrer Mutter vögeln wollen, können, sollen, dürfen. Das sind dann die Männer, die eine Frau nach der anderen ausprobieren, gleichzeitig jedoch im Herzen immer mit ihrer Mutter verbunden bleiben, weil die Liebe „ihrer“ Frauen naturgemäss ja meist schwächer ist als die einer Mutter für ihr Kind. Wenn dann auch noch der Vater fehlt, der den Sohn sozusagen von der Mutter wegzieht, und ihm vor allem emotional Halt bietet, bieten soll, wenn sie mal aus der Liebe fällt, denn auch Frauen sind ja nur Menschen mit mal guten und mal schlechten Tagen, dann ist ein dramatisches Leben für so einen Mann eigentlich schon vorprogrammiert, oft gekennzeichnet von ewiger Suche und Sucht.

        Tja, und dann schlägt die Stunde der Retterinnen, oftmals Vatertöchter, die selbst einen problematischen Vater hatten.

      • Guten Morgen Aca
        Ja, genau, weil sie es nie erfahren haben, was bedingungslose Liebe ist.

        Das hast du gut erklärt. Du solltest einen Ratgeber schreiben. Das sollte man vom Leben fürs Leben lernen. Warum gibts in der Grundschule, ok etwas später, kein Psychologie? Wo es doch soviele verkorkste Beziehungen gibt, damit die Kinder einen Chance haben, es besser zu machen.

        Was ist mit Männern, die in ihrer Kindheit die Liebe ihrer Mutter nicht bekommen haben? Weil sie selbst ohne Vater und Mutter großgeworden ist und gar nicht geben kann was sie nie erfahren hat?
        Sein Vater hat ihn geliebt war da. Ja seine Mutter liebt ihn auch, so gut sie ebend kann- ungenügend für ihn.
        Das ist vielleicht die wichtigste Frage , die ich mir schon ein paar Jahre stelle.

        Und dann schlägt die Stunde der Retterinnen…???

      • Guter Artikel, der das wiedergibt, was Du ja auch schon geschrieben hast.

        Ich kann mich aber nicht in allen Punkten wiederfinden, daher nehme ich an, daß ich nicht die typische Vatertochter bin.
        Ich wollte meinen Vater als Kind nicht retten, hab mir fast gewünscht, meine Mutter würde sich trennen.
        Und ich war auch nicht seine Verbündete.

        Das sich die Strukturen etwas auflösen, hab ich mir neulich auch schon gedacht.

      • Etwas ist gut, ganz erheblich sogar. Und das ist auch der Grund für die zunehmende Orientierungslosigkeit, der Mangel an Halt und Geborgenheit, denn viele Menschen heutzutage in der Gesellschaft spüren, ihn nicht mehr finden. Überleg mal psychosomatisch, woher wohl auch die vielen Allergien heutzutage kommen. Entfremdung.

      • ja vollkommen richtig, die Allergien sind extrem geworden.
        Die Menschen fühlen sich sprichwörtlich nicht mehr wohl in ihrer Haut.

  • So, genug geplappert. Der Herr gibt’s den seinen nämlich im Schlaf. 😉

    Und darum jetzt die GNG, die Gute Nacht Geschichte:

    Kennt ihr das? Ihr wart mal total in jemand verliebt, fandet denjenigen sogar mal wunderschön, und dann seht ihr plötzlich das neue Bild vom ihm, von ihr, was sie, was er von sich auf Facebook gepostet hat. Und ihr fragt euch, welcher Teufel euch damals wohl geritten hat, und seid mehr über euch selbst irritiert als über das Bild. Illusionen.

    „Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.“

    Salavador Dalí

    Gute Nacht, und träumt was Schönes.

    • auch dir eine Gute Nacht…wir sind noch mit eckart tolle beschäftigt…

      Ich verkehre nicht auf Facbook, aber ich weiß, was Du meinst.

    • Den Spruch kannte ich noch nicht , von Dali ist aber erschreckend schön.
      Der gute Salvador hatte ja auch Probleme damit, auf Männer zu stehen oder wenigstens bi zu sein. Man da haben es doch heute alle, die anders sind und die es schon immer gab, etwas besser.
      Ich kann da überhaupt nichts verwerfliches dran finden Die Homopärchen, die ich kenne sind tolle Menschen. Und die eine hat aus ihrer Not eine Tugend gemacht und kümmert sich sehr um gestrandete Kinder, bewundernswert. Da zieh´ich meinen Hut.
      Aber natürlich haben sie auch heute noch mit der Intoleranz einiger Menschen zu kämpfen.

      • Nein, hatte ich noch nie. Ich schaue mir gern hüpsche Frauen an, bewundere ihre Körper ( olis Fotos sind ja immer sehr schön) aber sexuell regt sich da bei mr überhaupt nichts.
        Daher finde ich zuschauen auch ganz reizvoll.

      • und Du ? Hattest Du schon mal Sex mit einem Mann?

        Im zarten Alter von 17 war mein damalig bester Freund schwul (ist er natürlich immernoch) und er hat mir damals nur erzählt, das der Sex toll ist, und ich denke mir niemand sollte urteilen über Sachen, die er nicht selbst probiert hat.

      • 😀 I’m only looking. :)

        So so, es „regt sich zwar nichts“, aber du findest es „reizvoll“. 😀 😀 😀

        Ja, hatte ich, aber das war kein Mann, und ich war es auch noch nicht. 😀 😀 😀

      • Na dann bist Du ja um eine Erfahrung reicher.

        Hab mir überlegt, das mir zuschauen dann in dem Moment vielleicht doch nicht reichen könnte. Aber nur wenn ich die beiden Protagonisten auch gern hätte, könnte ich mich vielleicht hinreißen lassen. Wer weiß

      • Das mit den zwei Männern hat eine ehemalige Freundin von mir auch sehr erregt. Kam in einem der Frauenpornos vor, also explizit für Frauen gemachte Pornos, die ich damals extra für sie besorgt habe. Ich fand’s komisch, aber bitte. 😀

      • Besitzt denn dein Mann keine andere Perspektive, oder seid ihr euch schon zu ähnlich geworden im Lauf der Zeit auf dem gemeinsamen Weg?

      • Eckard Tolle gefällt ihm übrigens sehr gut. Nun hab ich allerdings mein Weihnachtsgeschenk für ihn ausgeplaudert.
        Er mag lieber Hörbücher.

      • :) Reif ist gut. Aber Fallobst ist es zum Glück noch nicht.

        Noch steht die Banane, 1A, und es ist auch keine Chiquita. 😀 😀 😀

        Magst du Banana Split? Nein, das ist keine dir noch unbekannte, sau geile Sexstellung, ich meine wirklich das Eis, so richtig eins mit dicken Kugeln dabei, und natürlich auch jede Menge lecker Sahne darauf, und Schokosoße. 😀 😀 😀

        Jetzt weiss ich, warum du nicht gerne über Sex redest. 😀

      • Wieso? Wie kommst Du darauf, ich rede gern über Sex. Hab nur so selten Gelegenheit. Die meisten sind so verklemmt.

        (Wurde unterbrochen und mußte viele Ausmalbider drucken)

        klar mag ich Banana Split. Gibt es jemanden, dem das nicht schmeckt?

        Das beruhigt mich, das bei Dir alles 1A steht. Und die Größe ist sehr wohl entscheident, jedenfalls für mich.
        Und mit Viagra würde ich auch mal probieren, aber mein Mann ist dazu zu vernünftig, glaub ich. Und hämmernde Kopfschmerzen muß für mich keiner erleiden, der es nicht will. Da nehme ich meinen Vibrator, bis die Batterien versagen und ich hab davon genug Vorrat. Hihi

      • Oh, jetzt muss ich dich aber mal rügen, Astrid. Bei deinem, ich ahne es schon, exzessiven Batterieverbrauch gehört unbedingt ein wiederaufladbarer Vibrator unter den Tannenbaum, einer mit Akku, der Umwelt zuliebe. Ernsthaft. Aber noch besser weil stärker sind die mit Strippe und Transformator, letzteres damit dir die 230V aus der Dose nicht die Muschi versengen, sollte es doch mal zu einem Kabelbruch oder blanken Kabel kommen. Der Strom nach dem Transformator und am Vibrator ist vollkommen ungefährlich, hat aber meist viel mehr Power, als ein paar läppische Batterien. Das ist vielleicht für dich nicht so wichtig, du kommst wahrscheinlich leicht und schnell, aber anderen Frauen erleichtert das die Sache ungemein. Es gibt da übrigens ein tolle Webseite, die ich deshalb hier mal Posten möchte. Für alle, die Spielzeug mögen und damit etwas anzufangen wissen, aber keinen Schrott kaufen wollen:

        http://www.lovetoytest.net

      • Ja ja ich weiß…
        Schöne Seite aber G-Punkt Vibrator…eine Banane schön gebogen tuts auch und hinterher esse ich sie auf.
        Das nenne ich umweltfreundlich…

      • Aber du weisst doch, wie vielen Frauen das eben nicht so leicht fällt wie dir, und daran sind auch nicht die Männer schuld, auch wenn die natürlich auch einiges anders und damit besser machen könnten, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

      • Wie immer hast Du recht.
        Und ich darf Dich beruhigen, mein Batterieverbrauch hält sich in Grenzen. Aus den von Dir genannten Gründen. Es geht schnell. Mit noch größerer Stimulation wäre ich vorsichtig. Und ich muß auch nicht jedesmal squirten.

      • ach iwo da gibt es Schonbezüge für die Matratze kennt man von den Kindern, die halten etwas ab und ebend neue Bettwäsche, kein Problem…

  • Oh je, der Pontifex ist unzufrieden mit mir.

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-ansprache-an-vatikan-mitarbeiter-zum-thema-tratsch-a-940475.html

    Ich weiß, Bruder Franziskus, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, doch ich begnüge mich mit dem Silber, das Gold überlasse ich dir.

    Denn Schweigen kann alles bedeuten, mit schweigen kann man Menschen auch bestrafen und verunsichern, und Gott gab uns im Gegensatz zu den Tieren eine ausgesprochen reiche Sprache was er sicherlich nicht getan hätte, wenn er sich nicht etwas dabei gedacht hätte und sie für etwas nützlich wär‘.

    „(Beleidigt zu spielen ist eine der häufigsten Manipulationen überhaupt. Die Zutaten hierbei sind Schuld und gleichzeitiger Rückzug, um dem Partner die eigene Person zu entziehen. Das Ziel des Beleidigten ist Kontrolle.)“

    Ein kluger Satz, der aber nicht von mir stammt. Es geht beim Schweigen ganz oft um Macht und Kontrolle, und nicht gerade wenige vor allem Frauen wissen um die Effektivität dieser Methode. Darum wissen sie übrigens auch, dass es ein Zeichen höchster Alarmstufe sein kann, wenn ein Mann nicht mehr sagt was er denkt, denn wenn ein Mann schweigt, dann ist die Kacke meistens schon richtig am Dampfen. Männer schweigen jedoch oft auch aus einem anderen Grund, selten um zu bestrafen oder um zu manipulieren. Oft finden sie einfach nur nicht die richtigen Worte, oder sie denken nach, sind aber manchmal auch nur noch sprachlos, und dann sollte man vorsichtig sein, mit dem Spielen besser aufhören, wenn einem noch etwas an dem Mann liegt

    Des weiteren schweigen Menschen auch aus Höflichkeit, wenn man Fremdschämen, peinlich berührt sein und Überheblichkeit als Höflichkeit bezeichnen mag. Für mich sind das immer Zeichen des sich von jemand oder etwas abgrenzen wollen, des so tun wollen als wenn man selbst nicht in so eine Situation kommen könnte, man selbst nie in eine solche Situation geraten möchte. Schon mal eine Frau erlebt, die einen nett und diskret auf den offenen Hosenlatz hinweist, oder auf Mundgeruch? Ich zumindest noch nicht.

    Und doch gibt es eine berühmte Geschichte aus der Bibel, in der auch Gott die Menschen mit Sprachlosigkeit bedacht haben soll, nämlich beim Turmbau zu Babel. Angeblich als Strafe dafür, dass sie durch den Bau des Turms den Himmel erreichen wollten, seinen Thronsitz also, sich also erheben, erhöhen wollten um ihm gleich zu sein, ihm gleich zu werden. Seltsame Geschichte wie ich finde. Heisst es doch noch wenige Seiten zuvor an anderer Stelle:

    Und er schuf den Menschen, Mann und Frau nach seinem Ebenbild. Wunderbar, so soll es sein. Vater, ich liebe dich.

      • Ich kann mit der Institution Kirche nicht so viel anfangen. Sie sind mir zu heuchlerisch, die Katholiken und zu hinterweltlerisch.
        Die Buddhisten kommen meinem Bild an das Göttliche da schon näher. Aber ich bin auch da tolerant, ob nun Gott, Buddha oder Allah. Das große Ganze zählt für mich. Nur mit der Umsetzung und der Toleranz hapert es bei vielen gewaltig. Dann ist plötzlich alles Auslegungssache, und die Kriege dieser Welt beweisen es, wie wenig wir das begreifen.

      • Beleidigt? Wie kommst du bitte darauf?

        Ach so, aus deinem zweiten Kommentar wird es klar.

        Nein. Was für einen Grund sollte ich dazu haben?

    • Und warum „Vater“, könnten mich manche jetzt vielleicht Fragen wollen, wenn sie überhaupt von mir wüssten, und ich von Bedeutung wär‘. Nun, aus Tradition. Weil auch die Bibel nur ein weiteres Bildnis ist, das wir Menschen uns von Gott gemacht haben. Gott selbst ist ja alles, du, ich, Mann, Frau, er, sie, es, dein PC, die Milch in deinem Kühlschrank, die Worte die ich gerade schreibe und auch all das, was wir noch gar nicht sehen können, kennen, was noch nicht einmal erfunden und entdeckt ist. Wie soll man sich „von so etwas“ denn bitte ein Bildnis machen? Das ist Un-möglich, und darum auch Sinn-los. Aber nur weil ich mit blossen Auge von der Erdoberfläche her betrachtet nicht sehen kann, dass die Erde rund ist heisst das doch noch lange nicht, dass sie eine Scheibe ist. 😀

      Aber wer möchte, der kann das gerne glauben. Vielleicht fehlt es ihm aber auch nur ein wenig an Kreativität und Phantasie um sich das vor-zu-stellen, was ich mir vorstelle, oder derjenige hatte einfach nur nicht das Glück, ich bezeichne es lieber als Segen, all das Wissen und die Erfahrung zu sammeln, wie es, wie sie mir zu Teil geworden, zu-geteilt worden ist. Und jetzt soll ich das wohl alles zurückgeben, es weitergeben, es verschenken, denn wozu sonst könnte es nützlich sein. Ach so, ja, um ganz ganz viel Geld damit zu verdienen, oder um andere damit über’s Ohr zu hauen. Lächerlich. :)

      Und darum gibt es auch sehr kluge Sätze in der Bibel, wie ich finde, zum Beispiel dieser:

      Gebet, wie auch euch gegeben worden ist.

    • 😀 Hahaha, sehr gut. Da scheint mir hat eine unserer „geneigten Mit-LeserInnen“ meinen Kommentar gleich mal in die Wirklichkeit umsetzen wollen, was ja schon mal nicht verkehrt ist:

      http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/bild-940838-583786.html

      Dazu muss ich allerdings sagen, dass auch ich schon mal etwas unpassend gekleidet imTigeroutfit im Kölner Dom war, damals, als ich Stefan Raab und auch Harald Schmidt mal gesucht habe, besuchen wollte. Stefan war leider nicht dort, wo ich dachte ihn zu finden, und bei Harald hat man sich ein wenig geziert und verschnupft gezeigt, jemand mit einem damals noch so gewaltigen Ego wie dem meinem zum „Meister“ selbst vorzulassen. Macht aber im Nachhinein nichts, ich hatte an dem Tag trotzdem sehr viel Spass mit den Kölnern, und damals wusste ich ja auch noch nicht, was ich da eigentlich tu.

      Für Kardinal Meisner muss es schon ein ganz schöner Schreck gewesen sein, als er plötzlich „eine Leibhaftige“ und dazu auch noch halbnackt auf seinem Altar hat stehen sehen, doch was für ein schöneres Geschenk könnte es für eine 80 jährigen Mann zu seinem Geburtstag geben wie eine 19 jährige GoGo Tänzerin, die nur für ihn vor versammelter Mannschaft mit ihren weiblichen Reizen prahlt und um seine Anerkennung heischt. Gottlob hat er dabei keinen Herzinfarkt bekommen, den jetzt das junge und darum wohl noch recht dumme Ding bis an ihr Lebensende verantworten müsste. Ich an seiner Stelle hätte mir einfach auch die Klamotten ausgezogen, und wäre dann auf sie zugestürmt nur um mal zu sehen, was sie dann macht. 😀

      Denn was hat sie jetzt damit erreicht? Glaubt sie im ernst, man kann die Dinge mit Gewalt zum „Guten“ ändern? Gewalt erzeugt nur Gegengewalt, und sonst nichts, und auch ein Schwanz wird davon nicht hart, und ob ihr leiblicher Vater sie dadurch jetzt mehr liebt wie vorher bezweifle ich auch, es sei denn er heisst Che Guevara. Denn von mir aus dürfen gerne alle Frauen nächsten Sommer auch nackt rumlaufen, wenn sie sich anders nicht mehr zu helfen wissen, aber dann bitte auch ohne Slip, Frau Witt. Und machen sie bitte das Ganze das nächste mal in einer Moschee, wenn sie dazu die Eier haben, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit unter Beweiss stellen wollen.

      • Ich habe da auch schon eine wirklich tolle Idee, wo, Frau Witt. Da können sie die, na ja, „heisse“ Nummer nämlich auch gleich noch in einer jüdischen Synagoge ausprobieren, oder am besten gleich vor der Klagemauer, wenn sie schnell genug sind: In der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg zu Jerusalem. Aber erzählen sie denen dann bloss nicht, auch nicht nur so zum Spass, sie wären Jüdin, oder Deutsche, oder so. Es sei denn, sie wollen auch noch gleich ganz nebenbei den Dritten Weltkrieg auslösen. Aber wie schon gesagt. In Zukunft bitte ohne Slip, so wie Gott sie halt erschaffen hat. Sind sie eigentlich rasiert? Nein, nicht nur an den Beinen, wie man sieht. Ich suche nämlich auch schon seit längerem nach einer würdigen Tanzpartnerin, müssen sie wissen, allerdings für den Petersdom.

      • Eigentlich ist sie ja wahnsinnig süss und absolut beherzt, die Josephine. Eine Frau ganz nach meinem Geschmack.

        „Ich glaube an die Gleichheit aller Menschen“ soll sie auf dem Altar im Kölner Dom an Heilig Abend gerufen haben. Quelle: Die Welt, online, 25.12.2013

        Da kann sie sogar sehr stolz auf sich sein, auf das was sie da gesagt hat. Ich bin es zumindest.

        Philosophiestudentin ist sie, in Hamburg, gerade mal 20 Lenze alt. Und doch leidet sie am gleichen Problem wie viele andere Frauen auch. Ein negatives Männerbild.

        Vielleicht sollte sie sich einfach nur mal das zu Herzen nehmen, was sie gesagt hat, und mal darüber nachdenken, ob das wirklich das ist, was sie glaubt. Denn entweder liebt sie sich dann selbst nicht, oder sie ist wie ein Mann oder wie die Männer, die sie ablehnt, also ein Machtmensch und Unterdrücker, der sich selbst für etwas besseres als die anderen hält. So, und jetzt komm zu Papa, Josi, und lass uns schmusen, du liebesbedürftige Maus.

      • Total verrückt eigentlich. :)

        Sie verhindern durch ihr Verhalten im Grunde genommen das sich das ihnen nähert, was sie sich am meisten wünschen, wonach sie sich am meisten sehnen.

        Aus den verschiedensten Gründen allerdings, wie mir mehr und mehr klar wird.

        Kein Wunder, dass es so wenig Liebe gibt, die Liebe so selten ist und alle immer total ausflippen, wenn es sie dann doch mal erwischt. 😀

      • Lustig? Nein, ich bin nicht lustig. Ich weiss, dass vieles was ich hier sage alles andere als lustig ist. Verbittert? Nein, ich bin auch nicht verbittert. Worüber denn, es ist ja nicht meine Schuld, dass die Dinge nun mal so sind wie sie sind. Bist du happy, Aca? Nein, ich bin auch nicht immer happy. Wie soll man denn immer happy sein, wenn man das alles sieht, was ich sehe. Und wenn man sich wie ich mehr und mehr darüber im klaren ist, dass man trotzdem im Grunde genommen nichts ausrichten kann, man sogar dafür angegriffen und bekämpft wird, wenn man das ausspricht, was ich ausspreche. Kennt ihr Asterix und der Seher? Ich komm‘ mir in letzter Zeit immer öfter vor wie der Seher. Oder wie Franziskus, als seine Jünger ihn fragten, was sie denn jetzt nun tun sollen, wie es denn jetzt weitergeht. „Ich kann euch nicht sagen, was ihr jetzt tun müsst“, soll er ihnen gesagt haben, „ich weiss nur, was ich jetzt tun muss“, und hat sie dann sich selbst überlassen und ist gegangen. Jeder muss für sich selbst im Leben rausfinden, was gut und richtig, erstrebenswert und wichtig für ihn ist, muss lernen zu spüren und zu fühlen, was ihm gut tut, und was nicht. Ich bin es Leid, mir jeden Tag den gleichen Schwachsinn und die Lügen anzuhören, die sich Menschen gegenseitig erzählen, die Menschen mir erzählen, die ganze Selbsttäuschung und Täuschung zu erleben, die naturgemäss immer nur in Enttäuschung enden kann Und das ist wohl auch der Grund, warum ich gerne allein bin, am liebsten allein arbeite und darum immer wieder mal Probleme mit Menschen habe, auch mit den Frauen, die ich im Grunde zwar alle liebe, egal wie of track sie auch sein mögen, aber kaum eine über längere Zeit in meiner Nähe ertrage. Kuscheln? Könnte ich jeden Tag mit einer. Mit ihr Sex haben? Na klar, wenn’s nicht jeden Tag der Fick ihres Lebens sein muss. Miteinander quatschen? Na logisch, ich bin ein Plappermaul vor dem Herrn, aber bei mir geht es natürlich auch ans Eingemachte. Bullshit und Blabla muss sich da mit zumindest ein bisschen Anspruch schon die Wage halten. Aber ich glaube der Punkt ist ein anderer. Es geht um Synchronisation. Sie muss mit mir synchron gehen, bereit sein, sich auf meinen Rhythmus, auf mich einzulassen, bereit sein, mir zu folgen. Das ist jetzt bitte nicht als Forderung zu verstehen. Es gibt keinen einzigen Menschen auf der Welt, von dem ich das verlangen würde. Aber ich kenne mich, und ich funktioniere sonst nicht, bekomm‘ es anders nicht gebacken, so gerne ich es auch können würde und immer wieder versucht habe. Aber mein Leben ist nicht aufregend und glamourös, eher bescheiden und mühselig, sehr einfach und umspektakulär, wahrscheinlich sogar langweilig. Wahrscheinlich weil meine Innenwelt, meine Gedankenwelt schon so reich an Input ist, dass die Realität, die Wirklichkeit mir im Vergleich dazu nicht interessant genug erscheint, mir zu banal, berechenbar und durchschaubar vorkommt. Darum liebe ich wohl auch eher etwas verrückte, ungewöhnliche Menschen, wenn mich ihre Verrücktheit nicht zu sehr mit Dingen konfrontiert, mit denen ich selbst nicht so gut zurecht komme. Mit saugenden, klammernden, ängstlichen oder autoritären Menschen komme ich nicht so gut zurecht, genauso wenig wie mit verschlossenen, intriganten, repressiven oder depressiven Charakteren. Ich mag Menschen, die einfach entspannt vor mir stehen, mich offen und neugierig anschauen, mit einem sanften und leichten Lächeln auf den Lippen und Augen, die Zuversicht, Klugheit, Sanftmut und Selbstvertrauen ausstrahlen. Ich brauch‘ kein Spektakel, keine Schau, kein Aufgepluster, kein künstliches sich niedlicher machen als man ist. Den ganzen Scheiss kann man sich bei mir sparen. Ich mag selbstbewusste, echte, authentische Menschen, die einfach nur das sind, was sie sind, sie selbst sind, mit all ihren Schwächen und Fehlern, aber auch Stärken und vor allen der Fähigkeit, sich trotz ihrer ganzen Unvollkommenheit wahrhaftig selbst zu lieben. Denn nur von solchen Menschen kann ich das lernen, was auch ich noch mehr lernen muss, auch wenn ich mich dann immer wieder mal belehrt, wie ein dummer Junge, wie ein Schüler fühle. Aber das gehört dazu, zur Selbstwerdung, zur Mannwerdung.

        Geiles Cover. 😀

      • Aber genau das ist ja eben das Problem mit all den bezaubernden Muttersöhnen und Vatertöchtern, die unseren wundervollen Planeten bevölkern. Sie sind zwar alle „etwas“, und ganz oft sogar etwas recht spektakuläres, aber eben nicht sie selbst. Sie haben ein vermeintliches Idealbild von sich selbst geschaffen, ein Image, bei dem jedoch viele Aspekte des Seins ausgelassen werden, wurden, nämlich all die, die eben nicht sein sollen, oder sein dürfen. sein durften. Doch das verrückte ist, dass alle Systeme immer wieder zurück in’s Gleichgewicht streben, nicht nur physikalische, mechanische oder chemische. Auch geistige Systeme streben zum Gleichgewicht, und wenn man sie daran hindert werden sie krank. Das gilt sowohl für kollektive Systeme wie die der Gesellschaftsordnung und Politik, aber eben auch für jeden Menschen an sich. In der Gesellschaft äussert sich Krankheit in ihrer extremsten Art in Form von Bürgerkrieg, Krieg und Wirtschaftskrisen, beim Menschen in jeder Form von Krankheit, die seine weitere Existenz bedroht, wie zum Beispiel Krebs oder andere schwere Störungen des Organismus.
        Wir sagen nicht umsonst, „du machst mich krank“ oder wenn uns jemand oder etwas zu verrückt vorkommt, „man, ist das krank“ oder, „der ist ja wohl total krank“. Das Wort krank ist glaube ich nicht umsonst dem Wort krängen so ähnlich, besser bekannt als Schlagseite, also die Neigung, die Schieflage(!) von Schiffen um die Längsachse.

        Gestern Abend wurde mir beispielsweise endlich klar, warum ich immer noch süchtig nach Tabak bin. Tabak wird in der Homöopathie mit dem Thema Kontakt in Verbindung gebracht. Es erleichtert bestimmten Menschen den Kontakt zu anderen. Kontaktprobleme, ich? Wenn mir etwas leicht fällt dann ist das doch wohl die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen, habe ich immer gedacht. Stimmt, dachte ich, ist aber falsch. Es ist richtig, dass ich sehr leicht auf der geistigen Ebene, ja sogar auf der spirituellen mit anderen Menschen Kontakt aufnehmen kann, doch wie mir gestern bewusst wurde nicht auf der emotionalen, auf der verbindlichen Ebene des Herzens. Und ja, dass hat mit meiner „Verrücktheit“, mit meiner Andersartigkeit, mit meiner „Krankheit“ zu tun. Ich treffe selten Menschen, die mir ähnlich genug sind, so das sich „von selbst“, ohne mein „dazu tun“ Harmonie mit ihnen einstellt, Gleichlauf, Synchronisation, Gleichtaktung, Gleichschwingung, genügend Resonanz für ein harmonisches Miteinander entsteht. Habe auch schon darüber nachgedacht, ob ich das vielleicht sogar bewusst kultiviere, um mir damit das Gefühl von „Besonderheit“ zu geben, als Kompensation eventuell vorhandener Minderwertigkeitskomplexe, von denen ich glaube ich auch nicht frei bin. TCK’s wird jedoch allgemein nachgesagt, dass sie arrogant wirken, als arrogant von Menschen wahrgenommen werden, die diese immer noch verhältnismäßig seltene Lebenserfahrung nicht haben, in mehreren Kulturen als Kind aufgewachsen zu sein. Denn auch das prägt, verändert das Bewusstsein erheblich. Allerdings sind nicht alle TCK’s automatisch auch Raucher, weshalb ich meine speziellen Probleme wo anders verorte, doch dazu später mehr, ich muss jetzt mal eben erstmal mit jemand „Kontakt“ aufnehmen. :)

      • Hahaha, und schon wurde mein durchaus beherztes Projekt unerwartet mal wieder durch Armut beendet, Herr Westerwelle, meiner Telefonkarte ist nämlich gerade der Saft ausgegangen, aber was wissen sie schon von materieller Armut, wenn sie bisher nur die geistige erlebt haben, und ihnen das zu allem Übel nicht einmal bewusst ist. Aber verschoben ist bei mir ja nicht aufgehoben, also mach‘ ich mir wegen solcher koitaler Interruptionen kaum noch nennenswerte Gedanken.

        Ah ja, wo waren wir eben noch mal? Richtig. Beim Thema emotionale Nähe zu meinen Mitmenschen. Ganz schwieriges Thema oft für mich ohne mein Beruhigungsmittel Nikotin, im Volksmund allgemein bekannt als Tabak. Starker Tobak, fällt mir dazu gerade ein, der Ausdruck und seine Bedeutung sind sicherlich auch kein Zufall. Als ich die süsse Maus gestern im Klub plötzlich mit einem Glimmstängel in der Hand gesehen habe war mir sofort klar, dass ich sie doch von Anfang an richtig eingeschätzt habe, und warum sie mir dann wenig später auch einen Korb verpasst hat, verpassen musste. Auf mich hat sie am Anfang wie ein Kind gewirkt, wie ein junges Mädchen, das zum ersten mal vor einem Weihnachtsbaum steht als sie in den Klub kam. Wie eine Jungfrau die gerade dabei ist, zum ersten mal in ihrem Leben einen aufregenden und spannenden Spielplatz erotischer Annäherung zu betreten, was natürlich einen enormen Reiz auf mich ausgeübt hat. Supersüss, denn dazu war sie auch noch perfekt ganz in schwarz und absolut damenhaft und feminin gekleidet, und auch ihre zierlichen, zarten Körperproportionen und dazu auch noch das hübsche Gesicht erinnerten mich sofort an einen Satz, den ich erst vor kurzen wieder gelesen habe. Die Verkörperung von absoluter Schuld und Unschuld zugleich. Und ich hatte es ja bereits schon vorher hier irgendwo erwähnt. So einer muss ich ohne Rücksicht auf Verluste wenigstens einmal völlig den Verstand aus dem Hirn vögeln, um mich zu befreien, damit der Bann, der Fluch von mir abfällt, der noch auf mir lastet. Einen Engel ficken, sozusagen, also selbst die Verkörperung absoluter Schuld werden. Ein zugegeben absolut egoistisches Projekt, dass ist mir bewusst, aber genau aus dem Grund ist es ja auch so wichtig für mich. Und ja, was ich mir da vorstelle kommt schon fast einer Vergewaltigung gleich, wobei mir während es passiert mir zu jedem Moment klar ist, dass sie es genau so will. Sie diese absolute Entschlossenheit, diesen absoluten Willen ohne die geringste Chance zu haben sich zu wehren, Widerstand leisten zu können, spüren will. Klar, wenn sie umkippt, wenn plötzlich dann doch Tränen fliessen ist’s sofort vorbei, dass versteht sich von selbst. Das ist ja eben der entscheidende Unterschied, zwischen einer Vergewaltigung und dem, wovon viele Frauen heimlich träumen. Überwältigt zu werden. Die Kleine gestern ist schon so nass darauf, dass sie sogar irgendwann angefangen hat selbst die Jungs anzutanzen, die ihr gefallen haben, leider jedoch erfolglos. Im Gegensatz zu den anderen Mädchen wurde sie sogar von den frechsten, offensivsten jungen Männern auf der Tanzfläche gemieden, obwohl sie mit Abstand die hübscheste im ganzen Laden war, und sich sehr darum bemüht hat, cool und locker und nicht süss und unschuldig zu wirken. Ach ja. Seufz. 😀 😀 😀

      • Aber verdammt noch mal, ich weiche schon wieder aus. lenke ab, von mir selbst.

        Emotionale Nähe – huaaaaaaaaaaaaaaaa!

        Puta madre, es gibt für mich nichts schlimmeres als dieses Gefühl. Ist für mich fast wie eine Gänsehaut bekommen. Da kriecht dann etwas über meinen Nacken hin zum Rücken, oder war es in umgekehrter Richtung, ich kann es im Augenblick gar nicht so genau sagen. Ich brauche nur daran zu denken, und schon verspannt sich meine Nacken-, und teilweise auch Rückenmuskulatur. Uahhh.

        Bitte bitte, lieber Gott. Bitte mach, dass ich niemals wieder in meinem Leben an so eine Frau gerate, dass ich an so eine Frau nicht noch mal mein Herz verliere. Ich flehe dich, auf Knien bitte ich dich darum, bettle ich dich an mich davor zu bewahren. Bitte bitte bitte, beinahe schon mit Tränen in den Augen.

        Never, neeeeveer again.

        Denn entweder sie liebt mich, und dann habe ich zu keinem Moment bei ihr das Gefühl, dass ich nicht alles von ihr jederzeit bekommen könnte, haben kann, wann, wo und was immer ich von ihr will, oder sie ist nicht ich, und dann ist sie auch kein Teil von mir. Und das ist Symbiose. Das, woran alle Muttersöhne und Vatertöchter kranken, an genau diesem Wunsch, an dieser Wunschvorstellung, an der Allmachtsfantasie über Mutti oder Vati, die auf den Partner projiziert wird. Das aber kann kein Mensch aus Fleisch und Blut leisten, denn er ist nicht du, er ist nicht ich, er ist ein eigenständiges Lebewesen, mit einer eigenen Geschichte, mit einer eigenen Entwicklung, die er auch durchwandern muss, mit individuellen Bedürfnissen und Nöten, Eigenschaften und Eigenarten. Das Ideal der Liebe ist immer eins, die Wirklichkeit jedoch ist bis auf ganz wenige, ganz besondere Momente, besondere Lebensphasen immer zwei.

        Boah, dass hat mich jetzt richtig Kraft gekostet, macht mich gerade richtig schwach, diese Worte mit euch zu teilen.

      • Denn wo geht es jetzt weiter sobald man begriffen hat, dass die symbiotische Liebe der Masstab ist, dass Mass an Liebe ist das man gewohnt ist zu fühlen, und die man darum zur Erfüllung auch von einem Partner erwartet? Wo geht es für einen weiter wenn man schon als Kind daran gewöhnt wurde, an eine besondere Art Droge, die mit keiner anderen vergleichbar ist: Mutterliebe Extrem, und die man als Junge dann natürlich auch noch bis an alle Grenzen beansprucht hat. Doch da waren keine Grenzen, mal abgesehen vom Inzest. Ich bin mir vollkommen bewusst darüber, dass ich an eine „normale“, „durchschnittliche“ Frau absolut überzogene Ansprüche stelle, aber alles andere kickt mich halt nicht, verschafft mir nicht das Gefühl, mit ihr wirklich im Himmel zu sein. Und in der Liebe kann man halt nicht so tun als ob, so tun als wäre Käsekuchen Schwarzwälder Kirschtorte, obwohl es durchaus auch wirklich leckere Käsekuchen gibt. 😀

        Ich kann noch heute nicht all zu viel mit Birnen und Äpfeln anfangen, auch noch nicht nach 30 Jahren in Deutschland, weil ich immer noch auf Mangos, Papayas, Guaven, Passionsfrucht (Maracuja) und anderes exotisches Zeug stehe, auf das ich als Kind geprägt wurde. Beim Essen ist das heute kein Problem mehr, mir diese Freude zumindest hin und wieder mal zu verschaffen, aber in der Liebe? In der Liebe kann sich nur gleiches zu gleichem im gleichen Mass geben, sonst hungert einer immer. Ich kenn‘ die Frauen, erkenne sie mittlerweile sehr gut und recht schnell, die den gleichen Hunger nach Liebe haben wie ich, doch die sind auch alle leider genauso verrückt und damit genauso schwierig zu Handhaben wie ich, und völlig unmöglich zu Lieben, solange sie sich ihres speziellen „Wahnsinns“, dem Liebeshunger noch nicht bewusst sind. 😀

        Ich habe gerade ernsthaft darüber nachgedacht, ob eine „Partnerbörse“, eine „Partneragentur“ für Durchgeknallte eventuell eine Lösung des Problems, der Probleme sein könnte, auch der meinen, die nicht nur ich, sondern auch viele andere Menschen haben, bei denen etwas in der Kindheit und/oder Jugend mit Krängung (!) abgelaufen ist. 😉

      • So, und jetzt pusch ich dich raus, Philo, aber das wirklich nichts mit dir zu tun, sondern nur etwas mit mir, mit meinem verspielten, infantilen Ego. 😀

        Passiflora edulis wäre ein schöner Name für die Agentur: Passionsfrucht!

        😀 😀 😀 Passion!

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