Flesch auf Mallorca – Null integriert! Und warum das völlig okay ist

Oliver Flesch mit Freundin Odette Dressler auf Mallorca
Im Sommer sind wir ein halbes Jahrzehnt zusammen. Rekord für uns beide. Mallorca hat uns noch enger zusammmengeschweißt

Nun, wo die Sonne auf Mallorca von einem zarten Lächeln in ein breites Grinsen übergegangen ist, bekommen wir wieder Gäste aus der ganzen Welt. Einer hieß Jason. Er kommt aus Kalifornien – sein Vater ist Vietnamese, seine Mutter Japanerin. Dass er Jason heißt und eben nicht Hung oder Yūto, sagt alles aus, was man über den Unterschied zwischen der Einwanderung in die USA und der nach Deutschland wissen muss. Oder kennt irgendjemand einen türkischen Jungen, der Alexander heißt? Oder Benjamin? Oder Christian?

Woran liegt das? Die meisten Menschen, die in die USA einwandern, träumen den „Amerikanischen Traum“, der zumindest der Legende nach ein gutes Leben für all die verspricht, die ihren Arsch in Bewegung halten. Sie wollen dazugehören. Mit allem Drum und Dran. Dafür ändern viele sogar ihren Nachnamen und ihre Kinder bekommen einen amerikanischen Vornamen.

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„Baby, das war’s!“

Die Muslime und die Deutschen dagegen, das war nie eine Liebesheirat. Um ihm Bild zu bleiben: Der Deutsche ist der Millionär, der Moslem die Schlampe, die versucht, ihn auszusaugen. (Leider ganz ohne die Attribute, die sogenannte Goldgräberinnen sonst so auszeichnen, also außergewöhnliche Schönheit, pralle Brüste und Knackpopo.)
Viele Muslime in Deutschland wollen lieber jammern anstatt sich anzupassen. Darüber zum Beispiel, dass sie mit einem türkischen Namen schwerer einen Ausbildungsplatz oder eine Wohnung bekommen.

Aber ist denn das so schlimm, wenn ein Volk seine Identität behalten und sich nicht assimilieren möchte? Aber ganz und gar nicht! Ich mache es hier auf Mallorca nicht anders. Hier bin ich die Türkenmuddi, die kaum unter Einheimische kommt, deshalb die Landessprache (noch) nicht spricht. Müsste ich einen Einbürgerungstest machen, würde ich gnadenlos versagen. Ich habe keine Ahnung von der spanischen Geschichte, der Politik und obwohl ein großer Fußballfan interessiert mich die spanische Liga null.
Warum ist es also meines Erachtens okay, wenn ich mich nicht integriere und warum ist es nicht okay, wenn sie sich viele Muslime in Deutschland nicht integrieren?

Oh, dafür gibt es einige Gründe:

1. Wir westlich zivilisierten Menschen sind uns in unseren Wertvorstellungen ähnlich. Deutsche und Franzosen und Italiener und eben Spanier verstehen sich auch ohne eine gemeinsame Sprache.

2. Ich verachte weder Spanien, noch Spanier und Spanierinnen.

3. Es gibt in Spanien kein vergleichbares Sozialsystem. Wer nichts in System eingezahlt hat, bekommt auch keine Unterstützung. Hier müssen Einwanderer sehen, wo sie bleiben. Ich liege den Spaniern also nicht auf der Tasche, sondern bringe ihnen Geld.

4. Ich passe mich den Sitten und Gebräuchen meines Gastlandes an. So ist es hier zu Beispiel selbst bei 40 Grad im Schatten nicht erwünscht, mit freiem Oberkörper ein Restaurant, einen Supermarkt oder eine Bank zu betreten. Nervt mich ein bisschen, aber ich halte mich an dieses ungeschriebene Gesetz. Wäre ich ein Moslem würde ich das eventuelle nicht tun; stattdessen ständig jammern, dass die mich hier in meiner Freiheit einschränken, vielleicht würde ich sogar auf das Recht, jedermann meine spektakuläre Muskeldichte zu präsentieren, klagen. So wie es Musliminnen in Deutschland tun, wenn es um ihr geliebtes Kopftuch geht.

5. Ich akzeptiere die spanische Obrigkeit. In Deutschland war ich im Herzen eher ein Punk, habe mir beispielsweise von Polizisten kaum was sagen lassen. Hier in Cala Ratjada schob ich neulich sogar mein Rad, nur weil mich ein Polizist böse angeschaut hat, weil ich auf der falschen Straßenseite fuhr.

6. Ich belästige keine Frauen. Weder einheimische, noch deutsche.

Man könnte sagen, ich habe meine rebellische Art, die in Deutschland in mir wohnte, in Spanien ablegt. Warum? Weil ich es nicht als selbstverständlich erachte auf Mallorca leben zu dürfen. Ich bin den Spaniern dankbar, dass sie mich aufgenommen haben. Und wie käme ich dazu, Menschen, denen ich dankbar bin, etwas Böses anzutun?

Diese Kolumne erschien zuerst im Compact-Magazin.

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4 Comments

  • Hm, Malle ist ein Sonderfall. 17. Bundesland und so. Schwer zu sagen wer such da and wen anpassen müsste: Die Engländer an die Einheimischen? Die Einheimischen and die Deutschen?

  • Hi Oli, ich bin Lehrer.
    In meiner Klasse gibts ein türkisches Mädchen mit dem Vornamen Elisabet. In der Parallelklasse heißt ein türkischer Junge Elias (jüdisch). Ich kenne außerdem eine Melissa und eine Julia. Alle sind im Teenageralter.

    Gruß in den Süden

    • Und, wie viele davon sind Mischlinge?

      Und wie heissen alle anderen türkischstämmigen Kinder in deinen Klassen?

      Natürlich gibt es immer Ausnahmen, das ist auch Oli bewusst.

      Nur betont er das nicht, so wie ich das oft mache, sondern setzt das Wissen darum als selbstverständlich voraus.

      Das Ausnahmen eben leider nur die Regel bestätigen, darum nicht unbedingt erwähnt werden müssen.

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