Als ich Rolf Eden mal ein Mädchen ausspannen wollte

Dorthin gehen, wos wehtut: Andrew Blake im Front-Einsatz ...
Dorthin gehen, wos wehtut: Andrew Blake im Front-Einsatz …

„Wenn selbst ein Kind nicht mehr lacht wie ein Kind.
Dann sind wir Jenseits von Eden.“
 
Nino De Angelo

Jedes Land hat die Playboys, die es verdient. Amerika hat den Godfather of them all, Hugh Hefner und echte Kerle wie George Clooney. Wir hatten mal Gunter Sachs, der irgendwie ganz okay war, seit seinem respektablen Abgang okay ist. Und heute? Hm. Ach ja, Michael Ammer, und natürlich Rolf Eden, der heute dreiundachtzig Jahre alt wird. Nun ja.

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„Baby, das war’s!“

Die sexuelle Verdorbenheit einer Gesellschaft lässt sich ganz gut an der optischen Qualität seiner Pornodarstellerinnen messen. Du wirst in einem Hardcorefilm aus den Siebzigern keine wirkliche Topfrau finden. In den Achtzigern begann die Zeit, in der man auch schon mal einen Blick in die Gesichter der Darstellerinnen wagen konnte. Traci Lords, die ihren ersten Porno mit Sechzehn drehte, später ins seriöse Fach wechselte, bleibt unvergessen.
Und dam kam Andrew Blake.
 
Der Regisseur aus Kalifornien war ein Mann mit Visionen. Fast im Alleingang erneuerte er ein ganzes Genre. Keine peinlichen Dialoge mehr, keine untervögelten Hausfrauen, die sehnsüchtig auf fleißige Handwerker warten, dafür Frauen in sündigen Negligees in edlem Ambiembiente. Frauen, die so schön waren, dass allein ihr Anblick schmerzte. Die Burlesque-Tänzerin Dita van Teese, die in einigen seiner frühen Werke mitspielte, fiel im Vergleich zu ihren Gespielinnen ab. Nur damit klar wird auf welchem Niveau sich Blake bewegte. „Seine“ Frauen wirkten, als seien sie nicht von dieser Welt. Es waren unnahbare Göttinnen, Kriegerinnen der Lust, die kein normaler Mann bekommen konnte. Es blieb nur Anschauen und Anbeten.
 
Es gab eine, die hatte es mir besonders angetan. Sie hatte ihre weizenblonden Haare meist zu einem Zopf gebunden, ihr Gesicht, ihr Körper war …, ach, lassen wir das, und sie schien Frauen mehr zu mögen, als Männer. Zumindest habe ich sie weitaus öfter Pussys, als Schwänze schlecken sehen.
 
An das Interview, das ich Ende der Neunziger mit Rolf Eden führte, kann ich mich kaum noch erinnern. Nicht weiter wild, der Typ labert eh nur dummes Zeug. Aber einen Satz werde ich nie vergessen: „So, mein Jung, und nun stelle ich dir meine aktuelle Freundin vor!“
Ich rechnete mit einer billigen Bitch, als Eden mit mir zum Swimmingpool eines Berliner Hotels ging. Die Sonne am Himmel brannte heiß, ich musste die Augen zusammenkneifen, um das Mädchen, das elegant kraulend seine Bahnen zog, erkennen zu können. Es hatte seine weizenblonden Haare zu einem Zopf gebunden, ihr Gesicht, ihr Körper war …, ach, lassen wir das …
 
Dieser Moment, in dem mir bewusst wurde, dass Rolf Edens „aktuelle Freundin“, die Frau war, die ich seit Jahren anhimmelte, gehört zu den Surrealsten meines ganzen Lebens. Es hätte nur noch der Satz gefehlt: „Komm doch rein, das Wasser ist herrlich!“ Leider kam dieser Satz nicht. Dafür kam ich. Auf den Schock musste ich es mir erstmal selbst machen. Nein, nicht vor ihr. Aber ich dachte an sie, na, klar, als ich in meinen Saft in einer Toilette entsorgte.

Eden stellte uns vor, nachdem sie anmutig aus dem Pool gestiegen war, sich langsam abtrocknete. Sie schenkte mir ein bezauberndes Lächeln und plötzlich wirkte sie ganz natürlich. Als hätte sie sich vom Himmel herabgelassen, um sich als Mädchen von nebenan zu versuchen. Ich verliebte mich abermals in die Frau meiner Träume. Diesmal im wahren Leben.

Ich kann Euch heute nicht mehr sagen, was diese Frau nach Berlin-Mitte verschlug. Wieso sie nicht in Kalifornien war und sich vor der Kamera verwöhnen lies. Ich habs vergessen. Ich glaube, sie kam ursprünglich aus Russland oder so. Aber ich weiß noch genau wie ich mit ihr „Schluss machte“. Ich entliebte mich in dem Augenblick, in dem ich sah, dass Eden ihr später unterm Tisch in einem seiner Klubs heimlich einen Fünfhunderter zusteckte.
Sie war eine Hure. Wofür ich damals, fast fünfzehn Jahre her, kein Verständnis aufbringen konnte. Sicher, wäre sie die oft bemühte Hure mit Herz gewesen, hätte sie auf Glanz und Gloria geschissen, gesagt: „Komm, lass uns durchbrennen!“, hätt ich mit mir reden lassen, kein Zweifel. Aber es kam nichts Derartiges.
 
Als ich mich verabschiedete, blickte sie verschämt zu Boden. Das war nicht mehr die stolze Amazone, die ich aus ihren Filmen kannte. Es war ihr unangenehm. Es war ihr unangenehm die Hure von Rolf Eden zu sein. Na immerhin.

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