Du. Und ich. Gegen den Rest!

„Wir sind eins. Dein Glück ist meins. Mein Los ist Deins, das ist, so scheint’s: Das Einmaleins. Der Sinn des Seins. Wir sind eins.“

Kurzer Einschub: Dir gefällt dieser Beitrag? Das freut uns. Du möchtest unsere Arbeit unterstützen? Das freut uns fast noch mehr. Wie? Ganz einfach: Bestell Dir eines unserer Bücher!
Klick aufs Cover, um mehr zu erfahren.

Sex, der süchtig macht – Band I: Wie Du länger durchhältst und öfter kannst

Sex. Für wahre Männer.

Sex für Frauen mit Soul

„Baby, das war’s!“

Reinhard Mey

Bonnie & Clyde würden heutzutage bereits beim ersten Banküberfall scheitern. Selbst wenn ihnen ein, zwei Raubzüge gelingen würden, wären sie spätestens nach ihrer Verhaftung geschiedene Leute. Sie würde alles auf ihn schieben, oder er auf sie, was weiß ich. Paare, wie Bonnie & Clyde wirken heute irgendwie aus der Zeit gefallen.
Und, Freunde, es gibt wenig, was mich mehr abfuckt als diese Tatsache .

Diese ganzen Zweckgemeinschaften da draußen – was soll das?
Wer braucht die? Und wozu? Ich soll mir den Stress einer Beziehung antun, ohne dafür die Romantik, die in der Überschrift dieses Textes liegt, zu bekommen? Ja, bin ich denn verrückt?!

„Lebensabschnittspartner“, wenn ich das schon höre!
Nee, nee, meine Lieben, auf DIE Nummer braucht mir Keine mehr um die Ecke zu kommen! Und immer dieses Rumgeeiere, dieses nicht Farbe bekennen wollen, dieses Auflassen von Hintertürchen, nee, nee, nee, das ist alles nicht meine Welt. Dieses beim kleinsten Sturm umknicken genauso wenig.

Wir sind alle mehr oder weniger verlorene Seelen.
Fast jeder von uns hat irgendwelche Probleme mit denen er allein nicht fertig wird. Es ist so viel Kälte um uns herum. All das lässt uns immer weiter abstumpfen. Die Liebe, und nur die Liebe, ist der Ausweg aus diesem Labyrinth der Leere. Doch mit „Liebe light“ wird das nicht funktionieren. Alles was reduziert ist, ist nur ein mieser Abklatsch des Ursprungsprodukts. Liebe braucht, wie gute Milch, einen Fettgehalt von 3,8 Prozent. Nicht 3,5 oder 1,5 oder gar 0,3.

Der Beschiss lauert heute an allen Ecken. Nicht nur im Job. Es fällt immer schwerer Menschen zu vertrauen, weil sie von Tag zu Tag ichbezogener werden. Die meisten sind nur noch auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Darauf, so viel wie möglich für sich rauszuholen. Da will ich gegen halten. Doch das geht nur im Team. Wem, wenn nicht dem Menschen den ich liebe, soll ich bedingungslos vertrauen können? Wer geht für mich durchs Feuer? Wem ist es scheißegal, ob er sich dabei verbrennt? Wenn nicht der Mensch, den ich liebe?
 
Freunde gelten heutzutage oft als Ersatzfamilie. Gern in Großstädten. Nichts gegen einzuwenden. Tolle Sache! Nur: Die zieh ich doch meinem Mädchen nicht vor! Wie käme ich dazu? Der Satz „Die Liebe geht, die Freunde bleiben.“, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Sicher, ich hab noch zwei, drei Freunde aus alten Tagen, die wären sofort da, wenn die Welt zusammenfiele. Aber was habe ich im Laufe der Jahre für viele „beste Freunde“ gehabt? Wo sind die? Die sind dort, wo auch die vergangenen Lieben sind, irgendwo halt. Wen interessiert’s?
Versteht mich nicht falsch: Ich plädiere nicht dafür, sich 24/7 physisch mit seiner Liebe zu beschäftigen, sich nicht mehr um seine Freunde zu kümmern. Nein, nein, ich sage nur: Die Liebe muss die Nummer Eins sein! Sonst ist ein Eins werden, so wie in dem Mey-Song oben, unmöglich.

Alles schon erlebt: Ach, Du willst ohne mich mit deiner besten Freundin in den Urlaub fahren? Ach, so! Klar, mach! Aber lass mich dir vorher noch kurz mitteilen, dass du dann keinen Freund mehr haben wirst.
Klingt krass, sagst Du? Täuscht. Was haben wir bislang von der Welt da draußen gesehen? Wie weit kamen wir? Bis Altona? Wie die Ameise in dem Gedicht von Ringelnatz? Bitch, please! Was gibt es Schöneres als gemeinsam die Welt zu erkunden? Neues zu entdecken, was dann nur uns gehören wird?
Ganz offen: Wenn du kein Interesse daran hast, deine wenigen Urlaubstage mit mir zu verbringen – die Tage und Nächte, die die schönsten des Jahres sein sollten – such dir doch einen Lebensabschnittspartner und gründe eine Zweckgemeinschaft! Dann könnt ihr einen Urlaubsplan an die Korkwand in der Küche pinnen, den ihr vorher in den fünf gemeinsamen Minuten die ihr morgens bei einem Latte macchiato habt abstimmt: „Okay, also du fliegst mit Marco im August nach Lanzarote, dann kümmere ich mich in der Zeit um den Kleinen und düse danach im direkten Anschluss mit Anuschka nach …“ WTF?!

Ach, ich habe einfach keine Lust mehr auf diese schwule Nummer. Die Liebe, die ich lebe, soll ständig glühen und flackern, sodass sie sich immer mal wieder zu einem Freudenfeuer entfachen kann. Ich will für meine Frau brennen. Ich will, dass sie für mich brennt. Es soll ein offenes Feuer sein …
 
ENDE

Stopp! Warte kurz! Klick noch nicht weiter – die nächsten zehn Zeilen werden Dein Leben verändern!

  • Du bist ein wahrer Mann und möchtest ein Sex-Gott werden? Gute Entscheidung! Wenn Du wissen willst, wie Du jede Frau süchtig fickst, trage Dich hier ein.  

    Du bist eine richtige Frau und möchtest für Männer der Fick ihres Lebens werden? Braves Mädchen! Wenn Du wissen willst, wie Du jeden Mann süchtig fickst, trage Dich hier ein.

  • Dir gefällt meine Arbeit? Schön! Dann werde Fan meiner Facebook-Seite. Dort erlebst Du mich täglich ungefiltert und hautnah.

Tweet about this on TwitterShare on Google+0Share on Tumblr0Pin on Pinterest0Digg thisShare on Reddit0Email this to someonePrint this page

31 Comments

  • Das ist sehr schön geschrieben.
    Im Grunde genommen ist doch jeder auf der Suche nach der Liebe seines Lebens,
    bewußt oder zeitweise unbewußt,
    nach jemandem, der unsere umherirrende Seele einfängt,
    bei dem man zuhause ist

  • Wunderbar, Oliver!
    Besser geht’s nicht…und mehr gibt’s dazu nicht zu sagen!
    Das war heute ein Volltreffer!!!
    😉

    • @esmeralda: doch die gibt’s wirklich!! ich hab sie selbst noch nicht gefunden, aber in meinem umfeld kann ich 3 pärchen/ehen/partnerschaften oder mehr aufzählen, die sich wahrhaftig lieben! liebe ist eine sehr tiefe freundschaft wie olli beschrieben hat. leider gibt es immer mehr menschen, die so denken wie du oder vielleicht angst davor haben und durch die schnelllebige gesellschaft geprägt sind….. die echte liebe gibt es leider deshalb heutzutage immer seltener!
      Ich wünsche dir, dass sie dir auch irgendwann begegnet sofern du es willst und zulässt! :)
      Einen schönen sonntag noch! 😉
      Sarah

  • Esmeralda irgendwie tust du mir leid, das du wahrscheinlich noch nie sowas erfahren hast, sonst würdest du genau wie ich kopfnickend lesen und nicht so einen abfälligen Quark schreiben!! man liest deine Wut so krass raus, das man gänsehaut bekommt!

  • Genau so ist es. Und wenn man all das hatte und es verloren hat, weil man es nicht genug geschätzt hat, es nicht mehr für kostbar hielt, folgt eine Leere, die vernichtend ist. Man bekommts nicht wieder.

  • derbe, transparent…treffend….und jeder der wirklich LIEBT, wird das im ergebnis so sehen…doch die meisten werden wahrscheinlich nie die eier dazu haben, dazu zu stehen….

  • Gibts :-)

    Ich hab‘ lange ähnlich gedacht wie Esmeralda, und es war viel Arbeit, meine eigenen Mauern einzureissen, und die Arbeit geht jeden Tag weiter und ist manchmal (auch) absolut zum kotzen. Wer guckt schon gern sich selbst nackt im Spiegel an….von innen und aussen….ohne sich selbst zu belügen. Blut, Schweiss, und Tränen….ich glaube für die meisten von uns ist es ein Krieg, den wir mit uns selbst so lange führen müssen, bis wir (wieder) den Mut haben mit allem was wir sind zu lieben…

    War’s den ganzen Stress wert?

    Um im Bild zu bleiben….die besten Drogen haben sich damals so angefühlt wie heute die meisten normalen Tage. Und wenn das Freudenfeuer (danke dafür, Oliver) lodert, kenn‘ ich keine Droge der Welt die auch nur annähernd in die Nähe kommen würde.

    c

  • Wenn meine Eltern es mir nicht vorleben würden, würde ich auch sagen, das ist Illusion. Mir selbst ist so jemand noch nicht begegnet. Aber das gibt es. Wirklich und wahrhaftig!

  • Ach Oli, (ganz tiefer seufz), dazu muss man sich aber begrenzen können, auf einen einzigen Menschen allein. Denn wenn ich liebe, dann liebe ich plötzlich jeden und jede und alles um mich herum, werde ich immer gleich so unfassbar ozeanisch, kann man mit mir kaum noch ein normales Gespräch führen, dann bin ich völlig druf, verliere ich alle Grenzen und jeden Halt, und löse mich in allem und alles förmlich auf. Dieses Gefühl ist dann für mich nicht über einen längeren Zeitraum als ein paar Stunden auszuhalten. Ich fühle mich gegen Ende dann irgendwann wie eine Seegurke, die man umgestülpt hat, alles inside out, so, als würde mir jemand in den Hals greifen, und mir auf dem gleichen Weg all meine Eingeweide herausholen. So als hätte ich mir die Seele aus dem Leib gekotzt, wie in meinen übelsten Erinnerungen an Genussmittelmissbrauch oder verdorbener Nahrung. Danach brauche ich dann immer ganz viel Ruhe und Schlaf, und total geerdet Menschen um mich herum die mir sagen, dass alles OK ist, und ich mir keine Gedanken oder Sorgen zu machen brauche. Über gar nichts – was ich in der Zeit getan habe und passiert ist. Uhhhh. :)

    • Keine Sorge, Oli, mir geht’s gut. Und ich weiss trotzdem genau, was du oben beschreibst und zu recht beklagst. Ich kenn diese Sehnsucht nur zu gut, die nach der einen, doch die meine hat sich halt für einen anderen entschieden, du nennst die deine glaube ich Mietnomadin, und ich habe die meine noch nicht einmal geküsst. Ich verschenk mein Herz halt viel zu leicht. Aber dafür habe ich jetzt etwas anderes gefunden, und das ist in mir.

    • Das versteh ich sogar, was Du geschrieben hast, kann das nachempfinden
      obwohl es bei mir nicht so ist.
      Ich verstehe nicht wie das überhaupt so ausufern kann aber ich verstehe warum das passiert.

  • Wie wahr, du schreibst mir hier aus der Seele. Es ist schwer in unserer „Spaßgesellschaft“ jemanden zu finden, der noch bereit ist, wirklich zu lieben. Aber es ist schön zu wissen, dass es noch einige davon gibt.

  • richtig gute Milch gibt’s nur mit 4 Prozent Fett, mein Lieber, aber das haut low-fat-Grosstadtjungs um. Außerdem bedeutet der hohe Fettgehalt natürlich auch ein Zugeständnis. Wennste das dauernd trinkst, wirst Du sehr gross und sehr, sehr stark, aber wenn beide, Bonnie und Clyde, davon trinken, ist ja egal. Lass die anderen reden…

  • Meinst du Muttermilch? Ja, an einem Mangel daran kann es auch liegen, wenn mann/frau nicht oder nur ungenügend lieben können. Aber ein zuviel an Fett soll ja gar nicht das Problem sein, nach den neuesten ernährungsphysiologischen Studien, das die NO FAT BOYS haben, es ist der Zucker. Ein zuviel an Zucker als Ersatz für das Echte macht dick. Aber wer liebt hat ja bekanntlich eh kaum noch Hunger nach normaler Nahrung. Ist das nicht süss? Wie Muttermilch, die ist übrigens auch süss, so süss wie die Liebe, oder wie ich, oder wie du, oder du oder du oder du, Zuckerschnecke. Magersucht, Übergewicht, dass alles hat fast immer etwas mit Liebe zu tun, mit unserer Liebesfähigkeit. Mit der Fähigkeit, zu lieben, aber auch mit der, geliebt zu werden, sich lieben zu lassen. Arbeitet eure Kindheit auf, Arbeitet an euerer Liebesfähigkeit, und ihr werdet staunen, und es erleben.

  • hoeher, schneller, weiter, doller .. ‚es ist doch gut, so wie es ist‘ bekommt man zu hoeren .. oder ‚mach es doch nicht so kompliziert‘ .. es ist traurig anzusehen wie die zwischenmenschlichen beziehungen zunehmend an wert & bedeutung verlieren .. nun ist alles schnelllebig und von nur kurzer dauer, sodass man sogleich etwas beginnt, damit rechnen muss, dass es beim naechsten augenaufschlag der vergangenheit angehoert .. und dann fragt man sich leider viel zu oft ob es ueberhaupt real war .. einmal das ‚beziehungs sparmenue‘ bitte .. natuerlich zum mitnehmen – ich esse doch nicht in der oeffentlichkeit ! oder einmal ‚zaertlichkeit to go‘ .. und diese (oben erwaehnten) verdammten floskeln, wie ‚ich weiss nicht, was ich will‘, scheinen bei den meisten ledeglich einer ‚hinhalte taktik‘ anzugehoeren .. uebersaetzt muesste es demnach heissen „eigentlich will ich ja nur f*icken – aber das so offen preiszugeben, wuerde meine auswahl erheblich verringern“ ..

Kommentar verfassen