Armer Bachelor: Optik-Quote der Kandidatinnen liegt bei grad mal 6,0

Vielleicht hätten sich alle Kandidatinnen selbst shooten sollen. So wie Vivien
Vielleicht hätten sich alle Kandidatinnen selbst shooten sollen. So wie Vivien

Gestern sah ich eine Parfum-Werbung im Fernsehen. Sie wirkte prächtig auf den ersten Blick. Erst als ich etwas genauer hinschaute, fragte ich mich: Wieso sehen die Models alle so…, nun ja…, alle so scheiße aus?! Die Antwort ergab sich prompt: Es war keine Parfum-Werbung, es war die Vorschau auf die neue „Bachelor“-Staffel, die vermeintlichen Models waren die Kandidatinnen.

In der Hoffnung, das eine oder andere hübsche Gesicht übersehen zu haben, schaute ich mir die offiziellen PR-Fotos der Mädels an. Leider hatte mich mein geschulter Blick nicht getäuscht. Keine Zehn dabei! Keine Neun! Ein paar Achten, aber auch nur mit viel Wohlwollen.
Ein Casting-Desaster. Wie konnte das passieren? Ich habe keine Erklärung. Gut, die Casting-Direktorin könnte eine Frau sein, Frauen verstehen oft nichts von der Schönheit anderer Frauen.
Es könnte natürlich auch Berechnung dahinterstecken. Die Zielgruppe ist weiblich und wird eher durchschnittlich aussehen. Durchschnittlich aussehende Frauen hassen schöne Frauen in der Regel. Die Show soll Frauenträume erfüllen. Exotische Drehorte, ein halbnackter Kerl, der zwei Sätze unfallfrei sprechen kann und einen Beruf ausübt, der den Kühlschrank nie leer werden lässt.
Ja, ich glaube, das ist es: Die Auswahl der Damen soll der durchschnittlichen Zuschauerin, zum Beispiel Dani, 23, „Lidl“-Kassiererin aus Duisburg-Marxloh, signalisieren: „Schau her! Auch DU hättest eine Chance beim Bachelor!“

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„Baby, das war’s!“

Ich habe mich bei meiner Bewertung ausschließlich nach den PR-Fotos gerichtet. Dazu müsst ihr Folgendes wissen: Der Location-Scout: kann nix. Der Stylist: kann nix. Das Haare/Make-up-Team: kann nix. Der „Fotograf“: kann schon mal gar nix!
Selten so viele Vollversager auf einem Haufen gesehen. Und ich will nicht wissen, was der Sender für das Shooting rausgehauen hat. Bin absolut sicher, ein guter Fotograf hätte noch ein paar Punkte mehr rausholen können.

Meine Bewertung ist hart, Freunde, obwohl mir bewusst ist, dass die meisten von uns fast alle Kandidatinnen mit Kusshand nehmen würden. Aber wir sind hier nicht der Maßstab. Der Bachelor soll einen Traummann symbolisieren. Mr. Perfect, Mr. Right, wie immer ihr ihn bezeichnen mögt. Deshalb gebührt ihm eine absolute Traumfrau.
Dass der Bachelor in meinem Augen auch eine ziemliche Pfeife ist, macht den Cast am Ende doch wieder so einigermaßen rund.

Anni / 24 / Freiburg / Punkte: 6 (von 10) Hach ja. Der „All American Girl“-Look – wie ich ihn liebe! Allerdings nicht an Anni. Ihr Gesicht ist so durchschnittlich, ihr Lächeln so nichtssagend, dass mir zu dieser Frau nichts Originelles einfällt. Anni über ihren Traummann: „Sein Gesamtpaket muss mich einfach umhauen!“ Tja, liebe Anni, ich wäre ja schon froh, wenn mich irgendetwas an Dir umhauen würde. Deine Figur ist großartig, kein Zweifel, aber ich gehöre nun mal zu den Männern, die einer Frau beim Sex am liebsten in die Augen schauen. Deshalb bekommt, Anni, eine Rechtspflegerin im öffentlichen Justizdienst, von mir keine Rose.
Anni / 24 / Freiburg / Punkte: 6 (von 10)
Hach ja. Der „All American Girl“-Look – wie ich ihn liebe!
Allerdings nicht an Anni. Ihr Gesicht ist so durchschnittlich, ihr Lächeln so nichtssagend, dass mir zu dieser Frau nichts Originelles einfällt.
Anni über ihren Traummann: „Sein Gesamtpaket muss mich einfach umhauen!“
Tja, liebe Anni, ich wäre ja schon froh, wenn mich irgendetwas an Dir umhauen würde. Deine Figur ist großartig, kein Zweifel, aber ich gehöre nun mal zu den Männern, die einer Frau beim Sex am liebsten in die Augen schauen.
Deshalb bekommt, Anni, eine Rechtspflegerin im öffentlichen Justizdienst, von mir keine Rose.

 

 

Annika / 28 / Ketsch / Punkte: 4 (von 10) „Ich bin eine Charaktertussi!“, sagt Annika über sich selbst. Gut, viel anderes bleibt ihr ja bei dem Gesicht auch nicht übrig. Lesen wir mal kurz in ihre offizielle Kurzbio rein: „Wenn die gelernte Hotelfachfrau nicht gerade arbeitet, geht sie ins Fitness-Studio, verbringt Zeit mit ihrer Familie und Freunden oder ist mit ihrem Hund Coop unterwegs. … … … Seid ihr noch da? Entschuldigt, bin kurz eingenickt. „Leben am Limit“ scheint Annikas Moto zu sein. Mir ist das zu viel Trubel, ich muss an mein Herz denken, deshalb: Keine Rose für Annika!
Annika / 28 / Ketsch / Punkte: 4 (von 10)
„Ich bin eine Charaktertussi!“, sagt Annika über sich selbst. Gut, viel anderes bleibt ihr ja bei dem Gesicht auch nicht übrig.
Lesen wir mal kurz in ihre offizielle Kurzbio rein: „Wenn die gelernte Hotelfachfrau nicht gerade arbeitet, geht sie ins Fitness-Studio, verbringt Zeit mit ihrer Familie und Freunden oder ist mit ihrem Hund Coop unterwegs.



Seid ihr noch da? Entschuldigt, bin kurz eingenickt. „Leben am Limit“ scheint Annikas Moto zu sein.
Mir ist das zu viel Trubel, ich muss an mein Herz denken, deshalb: Keine Rose für Annika!
Franziska / 23 / Stuttgart / Punkte: 8 (von 10) So! Geht doch. Wobei dieses Foto täuschen kann. Ich habe ein anderes gesehen, auf dem sie längst nicht so hübsch war. Müsste ich nackt sehen. Ihr „Lächeln“ wirkt noch ein bisschen gequält, aber das kann ja noch werden. Wirtschaftswissenschaftsstudentin Franziska ist seit 1,5 Jahren Single und sagt: „Ich möchte erobert werden!“ Gern. Dafür gibt es eine Rose.
Franziska / 23 / Stuttgart / Punkte: 8 (von 10)
So! Geht doch. Wobei dieses Foto täuschen kann. Ich habe ein anderes gesehen, auf dem sie längst nicht so hübsch war. Müsste ich nackt sehen. Ihr „Lächeln“ wirkt noch ein bisschen gequält, aber das kann ja noch werden.
Wirtschaftswissenschaftsstudentin Franziska ist seit 1,5 Jahren Single und sagt: „Ich möchte erobert werden!“
Gern. Dafür gibt es eine Rose.
Denise / 25 / Berlin / Punkte: 8 (von 10) Denise beschreibt sich wie folgt: „Harte Schale, weicher Kern“. Du lieber Himmel! In 80 Phrasen um die Welt. Denise ist eine „fitness-begeisterte Einzelhandelskauffrau“, so steht es in ihrer Kurzbio. Das ist kein Leben, das ist ein Thriller! Egal, ich mag sie. Ihr Gesicht ist von klassischer Attraktivität, gebaute Titten sind immer gut (welcher Ex die wohl bezahlt hat?), großflächige Tätowierungen ebenso. Bis auf den Kussmund. Der gehört an den Hals. Wenn überhaupt. Stutzig macht mich allerdings ihr Alter: 25? Dein Ernst? 45 hätte ich Dir eher abgekauft. Aber wie gesagt, egal: Meine Rose hast Du!
Denise / 25 / Berlin / Punkte: 8 (von 10)
Denise beschreibt sich wie folgt: „Harte Schale, weicher Kern“. Du lieber Himmel! In 80 Phrasen um die Welt.
Denise ist eine „fitness-begeisterte Einzelhandelskauffrau“, so steht es in ihrer Kurzbio. Das ist kein Leben, das ist ein Thriller!
Egal, ich mag sie. Ihr Gesicht ist von klassischer Attraktivität, gebaute Titten sind immer gut (welcher Ex die wohl bezahlt hat?), großflächige Tätowierungen ebenso. Bis auf den Kussmund. Der gehört an den Hals. Wenn überhaupt.
Stutzig macht mich allerdings ihr Alter: 25? Dein Ernst? 45 hätte ich Dir eher abgekauft.
Aber wie gesagt, egal: Meine Rose hast Du!
Daniela / 24 / Hildesheim / Punkte: 3 (von 10) Oh je. Mehr habe ich zu dieser Dame nicht zu sagen, nur: oh je. Keine Rose für die „Oh je“-Frau.
Daniela / 24 / Hildesheim / Punkte: 3 (von 10)
Oh je. Mehr habe ich zu dieser Dame nicht zu sagen, nur: oh je.
Keine Rose für die „Oh je“-Frau.
Sandra / 23 / München / Punkte: 7 (von 10) Ach Mensch, die sieht auch schon wieder so ermüdend aus! Ich wusste schon, warum ich keine große Lust drauf hatte diesen Artikel zu schreiben. Ihr Bio gibt auch nix her: „Die 23-Jährige zieht aktuell in ihre erste eigene Wohnung nach München, wo sie als Privatkundenberaterin in einer Bank arbeitet.“ Hilfe! Eine Rose gibt’s dennoch, Sandra, ihre Freundinnen nennen sie bestimmt „Sandy“, ist fickbar, keine Frage.
Sandra / 23 / München / Punkte: 7 (von 10)
Ach Mensch, die sieht auch schon wieder so ermüdend aus! Ich wusste schon, warum ich keine große Lust drauf hatte diesen Artikel zu schreiben.
Ihr Bio gibt auch nix her: „Die 23-Jährige zieht aktuell in ihre erste eigene Wohnung nach München, wo sie als Privatkundenberaterin in einer Bank arbeitet.“
Hilfe!
Eine Rose gibt’s dennoch, Sandra, ihre Freundinnen nennen sie bestimmt „Sandy“, ist fickbar, keine Frage.
Leonie Rosella / 22 / Mannheim / Punkte: 3 (von 10) Bestimmt voll die Nette. Mit der kann man bestimmt viel lachen. Und Bier trinken. Aber was will die beim „Bachelor“? Gut, sie ist eine Sau im Bett, das lese ich in ihrem Gesicht, aber „Sau sein“ hat heutzutage seine Exklusivität verloren, deshalb keine Rose für Leonie, die mich an irgend so ein Tier mit einem Rüssel aus einem Kinderbuch erinnert, weiß nur nicht, an welches genau.
Leonie Rosella / 22 / Mannheim / Punkte: 3 (von 10)
Bestimmt voll die Nette. Mit der kann man bestimmt viel lachen. Und Bier trinken. Aber was will die beim „Bachelor“?
Gut, sie ist eine Sau im Bett, das lese ich in ihrem Gesicht, aber „Sau sein“ hat heutzutage seine Exklusivität verloren, deshalb keine Rose für Leonie, die mich an irgend so ein Tier mit einem Rüssel aus einem Kinderbuch erinnert, weiß nur nicht, an welches genau.

Die restlichen Frauen bespreche ich morgen, Freunde.
Ach, mir ist das Tier wieder eingefallen! Es war ein Ameisenbär.

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2 Comments

  • Deine Erklärung ist einleuchtend.
    Jede Frau soll sich wohl mit ihnen identifizieren können.
    Jedenfalls jene, die vor der Glotze sitzen und einem „Traummann“ hinterher träumen.
    Hmm
    Was macht denn besagten Mann zum Traummann ?
    Oh Mann, was für ein flacher Dünnschiss .

    Die Quote wurde zum einzigen ernsthaften Erfolgsmesser.
    Ist diese Abwertsspirale an Trivalem noch zu unterbieten?
    Jeder der dort teilnimmt und jeder Zuschauer weiß doch, das alles nur gekauft ist, in der Show niemand irgendwen findet.
    Die privaten Sender haben in den letzten 25 Jahren viel geleistet für die örtliche Betäubung von Gehirnen.
    Arbeitslose, Einsame, Rentner und Kinder sitzen nicht auf der Straße , nein sie sitzen vor der Glotze.
    Diese Befriedung durch Befriedigung hinterlässt zwar keine Erfüllung, aber weitgehend Ruhe.
    Wie hoch das Empörungspotential der Unzufriedenen in unserer Gesellschaft wäre, ohne die Ablenkungsindustrie, möchte man gar nicht wissen.

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