Am Ende zählt doch wieder nur die Liebe

Für die Ewigkeit. Wahre Liebe schmeckt im Alter besonders lecker
Für die Ewigkeit. Wahre Liebe schmeckt im Alter besonders lecker

Marmorkuchenduft durchströmt das Wohnzimmer im siebten Stock eines Plattenbaus in Berlin, Friedrichshain. Eine Kanne meines Lieblingskakaos („Landliebe“) steht auf dem Esstisch.  Mein Mädchen und ich sind bei unserer Oma.  Nun fragt ihr euch vielleicht, wie ein Paar ein und dieselbe Großmutter haben kann. Ich kann euch beruhigen, ich bin nicht mit meiner Schwester zusammen, ich habe gar keine richtigen Schwestern (nur zwei halbe), so wie ich auch keine blutsverwandte Oma habe, nie hatte, beide starben lange vor meiner Geburt.
Ich nenne Oma nur Oma. Gleich aus mehreren Gründen. Erst einmal weiß ich nicht, wie sie wirklich heißt. Der wichtigere Grund ist aber, dass Oma eine von diesen Bilderbuchomas ist, die für alles Verständnis hat, immer hilft, immer da ist.

Oma wird jetzt 84 und ist, wie man so sagt, geistig noch voll auf der Höhe. Weise gar. So sagt sie zum Beispiel, dass wir in komischen Zeiten leben, Zeiten, in denen Frauen nicht mehr richtige Frauen sein dürfen und Männer keine richtigen Männer mehr. Oma erzählt viel von früher, von ihrer Kindheit, der Vertreibung aus den alten Ostgebieten. Ich interessiere mich für deutsche Geschichte, deshalb höre ich ihr gern zu, aber so richtig an ihren Lippen klebe ich, wenn sie von ihrem verstorbenen Mann erzählt. Dann breitet sich ein seliges Lächeln auf ihrem Gesicht aus, ihre Augen leuchten und manchmal blitzen sie. Da ist keine Verbitterung, weil er ein paar Jahre vor ihr unsere Welt verließ, da ist nur Dankbarkeit für all die guten Jahre, all die schönen Erinnerungen.

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„Baby, das war’s!“

Mein Mädchen und ich sitzen schon am Tisch, Oma steht noch, leicht nach vorn gebeugt, „Morbus Bechterew“ , eine chronische Erkrankung der Wirbelsäule plagt ihren Rücken, aber das lächelt sie weg. „Er war immer für mich da, hat mich immer unterstützt, sogar im Haushalt, hat Staub gewischt und die Fenster geputzt, was damals noch ungewöhnlich für einen Mann war. Nur in die Küche machte er keinen Schritt.
Und wenn ich ausnahmsweise mal mit ihm geschimpft habe, schaute er mich an und sagte ganz ruhig: ,Habe ich jemals so mit dir gesprochen? Auch nur einmal so ein böses Wort benutzt?‘“
Nein. Hatte er nicht.
Oma geht es gut. Sie strahlt mehr Lebensfreude aus, als viele Menschen, die sechzig Jahre jünger sind. Auch finanziell geht es ihr exzellent – trotz einer kargen Rente. Opa, ein Ingenieur, hat, na klar, für sie vorgesorgt.

Als ich abends in meinem Bett lag, kamen mir Omas Erzählungen in den Sinn; das Entzücken, das auf ihrem Gesicht lag, wenn sie von ihrem Mann erzählte. Ich bin jetzt 45 und kann damit nicht dienen. Meine vielen Beziehungen gingen immer höchstens drei Jahre und weil ich heute eine neue Frau liebe, gibt es keine schönen Erinnerungen an frühere Lieben.
Vielleicht wäre es anders, wenn ich zu den Damen noch Kontakt hätte, aber dem ist nicht so. Was ich schade finde. Die Damen aber – so denke ich – nicht, was es wiederum okay macht.  Obwohl …, nee, macht es doch nicht, es kann doch nicht angehen, dass ich aus 30 Jahren Liebesleben (im Wortsinn) keine einzige schöne Erinnerung habe! Aber ich will nicht jammern. Es ist schließlich nichts Ungewöhnliches in unserer schnelllebigen Zeit, in der Menschen kommen und gehen, es in unseren Herzen wie auf einem Hauptbahnhof zugeht.

Was lehrt mich das? Es muss ein Ende haben, mit diesen Fast-Food-Beziehungen! Ich arbeite dran. Wenn der August an uns vorübergezogen ist, werde ich erstmals länger als drei Jahre am Stück mit einer Frau zusammen sein.  Das ist schon mal ein guter Schritt. Aber ich muss ihn weitergehen, viel weiter, aus drei Jahren sollen Dreißig werden. Damit ich im Alter auf ein prall gefülltes Horn schöner Erinnerungen zurückblicken kann. So wie Oma. Dann natürlich immer noch mit meinem ja weitaus jüngeren Mädchen auf meinem Schoß.

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17 Comments

  • Herrliches Ziel hast du..
    Ich kann kaum mitreden- in meinem Leben gab es eine Jugendliebe. Es gab danach meinen Ehemann (an den ich viele schöne Erinnerungen habe, aber auch absolut nutzlose- nicht grundlos gehen wir getrennte Wege) und es gibt jetzt den Typen. Mit dem alles anders ist als irgendwann mit irgendwem.
    Mehr Beziehungen habe ich nicht. Alles weitere war scheu und locker und kurz.
    Ich bin mir eigentlich selbst dankbar dafür, dass ich trotz allem schöne Erinnerungen an meine ex- Beziehungen habe. Liegt vllt daran, dass ich noch Kontakt zu ihnen habe. Was sie nicht stört- mich bei 50% schon 😉

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    Ich finde es seltsam, das du keine schönen Erinnerungen an frühere Lieben hast.
    Bedeutet das, das Du keine hattest? Was ich nicht glaube. Oder das sie rückblickend betrachtet , mit dem was Du jetzt erlebst , nicht vergleichbar schön sind ?

    Ich habe ein paar schöne Erinnerungen. Liebe Menschen, an die ich mich erinnere.
    Die ersten Schneeglöckchen, die er mir schenkte. Eine Kasette mit seinen Lieblingsliedern. Hundert Schmetterlingsflügel. Nackt baden in der Stille der Nacht.
    Vor Aufregung zittern. Vorfreude ihn zu sehen, dabei den ganzen Tag ein Kribbeln im Bauch zu haben.

    • Ich habe aufgehört mir nur die negativen Dinge meiner verflossenen Beziehungen vor Augen zu halten, ich denke an die schönen Momente, die die denkwürdig sind. Die negativen Erinnerungen geben einem Ansätze, wo man sich selber reflektieren kann, kann man auch mal zurück ins Gedächtnis holen, immer sind aber auch die Erinnerungen an Sex am Strand oder Sex am See oder im Auto super und besser als jeder Porno ist mein Kopfkino ^^!!

      Mit der ewigen Bindung zu einer Person, ja glaub ich auch dran und nenne das nicht hoffnungsloser Romantiker, auch wenn ich ein Mann bin, das heißt eben Arbeit, an sich und an der Beziehung und immer wieder kommunizieren, neu arrangieren über Sex reden, sich völlig hingeben können ist das Schönste und immer tiefer gehen beim Sex, ich glaube Oli nannte das mal Seelensex, den erreicht man, wenn man mit einem Menschen lange zusammen ist und bedingungslos lieben kann, den anderen sein lassen kann, sich sein lassen kann, weg vom Duracell Häschen Gerammel hin zum Sex der dir die Socken auszieht und deine Organe Inside Out dreht, der deinen ganzen Körper und deine Seele erfasst und streichelt, dich liebevoll auffängt wenn du fällst und dich dann wieder gnadenlos in der Brandung zerschellen lässt, aber niemals ohne First Aid Kit. =P

      Schön sind die Momente in der Klinik, in denen man sieht das der Mensch der da im Koma liegt gerade trotzdem irgendwie berührt wurde, durch die Anwesenheit einer anderer Person die im Raum ist und wichtig für ihn ist, gerade auch wenn Monitoring dran ist passieren manchmal Dinge die nicht medizinisch erklärlich sind =)! Menschen die präfinal sind und sich nochmal wieder berappeln, bei denen in der Übergabe jedes mal gesagt wird, der hats heute hinter sich, dann den einen wichtigen Besuch vom Partner bekommen und dann ruhig gehen können. Es gibt sie diese Bindungen, ich habe es selber schon erlebt.

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        Ja, Phil, hab ich auch schon oft erlebt, was du da über Deine Klinik Erfahrungen schreibst.
        Hatte ich letztes Jahr hier auch mal beschrieben, wenn der Sterbende sogar wartet, mit dem Gehen, bis die liebende Hand ihn hält.

        Ja so eine Vertrautheit, erreicht man einfach nach vielen Jahren, des miteinander Wachsens.
        Und trotzdem entwickelt sich jeder weiter, bleibt der andere spannend. Jeder geht seinen Weg, aber man geht in die selbe Richtung.

        • Der Raum des eigenen Wachsens ist sehr wichtig, aber dazu muss man sich erst mal kennen, eine gewisse Reife erlangen und muss auch wissen in welche Richtung das Leben läuft, welche Ziele man hat. Vielleicht auch immer wieder die gemeinsamen Ziele verbalisieren und aufschreiben die man zusammen erreichen kann. Meine Partnerin arbeitet im selben Beruf und das macht schon eine Menge aus, wir sind seit etwas länger als einem Jahr zusammen und ich merke das wir die erste Verliebtheit überwunden haben, das Gefühl hat sich intensiviert, man kann sich schon gut gegenseitig stützen und pushen im gemeinsamen Beruf, das macht auch gleichzeitig den Sex inniger und intensiver =)!

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            Verliebtheit überwunden 😀 Das Schlimmste habt ihr überstanden 😀 😀 Nein, war nur Spaß. ( Obwohl, die Hormone, die da auf unser Hirn wirken, auch bei bestimmten psychischen Krankheiten ausgeschüttet werden )
            Ich finde es auch schön, den anderen immer noch besser kennenzulernen. Das hört auch nie auf, weil sich ja jeder weiterentwickelt, im günstigsten Fall 😉

            Er kann von Vorteil, aber auch von Nachteil sein, wenn man in der gleichen Branche arbeitet. Kommt auf die Menschen selbst an. Ob sie gut loslassen können, oder Pat. X dann noch am Essenstisch diagnostiziert wird 😉

            • Verständnis, für den anderen, eben auch im Beruf, sollte immer da sein. Egal, ob man aus der gleichen Branche kommt.
              Ich kenne Pärchen, die nichts von der Arbeit mit nach Hause nehmen. Architektin und Bauingenieur.
              Bei anderen das genaue Gegenteil. Ich finde es sollte sich die Wage halten. Man darf sich mal auskotzen dürfen, aber den anderen auch nicht zu sehr damit belasten.
              Ich persöhnlich mache die Tür zu ( der Klinik) und dann denke ich nicht mehr daran. Selten, das es etwas davon in meinen Alltag schaft. Noch seltener erzähle ich zu Hause etwas.
              Es gibt natürlich immer ein paar besondere Begebenheiten, die man niemals mehr vergessen wird, aber der normale Alltag belastet mich überhaupt nicht.
              Man hat in der Regel sehr dankbare, nette Patienten.
              Wer wird heute noch von einem Chef gelobt?
              Wir ja. 😉 Vom Patienten.

  • Passt ja. Diese Nachricht habe ich gerade eben hereinbekommen, aus Mexiko.

    Obwohl ich die Beiden nicht persönlich kenne und auch keine bewusste Erinnerung mehr an ihre Kinder oder Enkelkinder habe, die mit mir vielleicht an der selben Schule waren.

    Trotzdem auch mein Beileid an alle Freunde und Angehörigen dieser zwei ganz besonderen Menschen.

    „Francisco (Paco) Hoffmann falleció en días pasados a los dos meses de haber cumplido 100 años.

    Y la señora
    Edith Schulte 8 días después, seguro al saber que la había dejado su pareja por más de 75 años.“

    Francisco (Paco) Hoffmann verstarb in den vergangenen Tagen zwei Monate nach seinem 100. Geburtstag.

    Und die Frau Edith Schulte 8 Tage später, sicher im Verständnis das ihr Partner über mehr als 75 Jahre von ihr gegangen war.

  • Und auch Percy Sledge, geboren 1941, verstarb gestern in seinem Haus im US-Bundesstaat Louisiana, im Alter von 73 Jahren.

    Auch er hinterlässt uns eine Botschaft, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollten.

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