Erkläre mir Oliver Flesch

Oliver Flesch wuchs in Hamburg zwischen (Flug)hafen und Reeperbahn auf. Ließ sich in den 90ern von den Popliteraten des Tempozeitalters beeinflussen und hat sich seitdem ganz bewusst nicht weiterentwickelt.
Seine Rockbiografien „Let The Good Times Roll“ und „Wer einmal tief im Keller saß“ lassen sich käuflich erwerben.
Er hat zwei Söhne und lebt in Berlin.

Gute Leute über Oliver Flesch
„Das ist keine Poesie, das ist das Bekennerschreiben eines Losgelösten.
Das ist so romantisch wie die Schiffsschraube, die einen kleinen Delfin zerhackt. Aber ein Entziehen ist unmöglich, weil so die Schönheit der erzählbaren Augenblicke einfach so vorbeigleiten würde.
Lesen, Gesindel, Lesen!!!”
Dirk Bernemann / Anti-Popper / „Ich hab die Unschuld kotzen sehen“

„In raren Momenten des zweifelnden Selbsthasses, erkenne ich mich als kaputten Macho mit mehr Ehrenrespektscheißdenke als der dümmste Türke. Mein Macho-Bruder Oliver Flesch ist definitiv noch kaputter in der Birne, leider schreibt er auch noch besser. Pech für mich, gut für seine Leser.“
Götz Schrage / Schwindler & Lieblingsschreiber / „Der Schwärmer“

„Sauber, Alter.“
Helge Timmerberg / Held & Vorbild / „Der Jesus vom Sexshop: Stories von unterwegs“

„Ahoi Gevatter Fick (wie gefällt dir dein neuer Spitzname..?)!
Ernsthaft, wollte Dich nicht beleidigen, hoffe, mein Respekt kommt durch, Du bist einer der wenigen, die mit so etwas wie sexueller Autorität sprechen.“
Bernd Begemann / Popstar der Herzen / „Was macht Miss Juni im Dezember?“

„Mensch Olli, Du kannst schreiben, Respekt!“
Olli Schulz / Popstar / „Koks & Nutten

„Cooler Text! Aber nächstes Mal: Selber lesen, nicht lesen lassen!“
Ben Becker / Schauspieler / Nach einer gemeinsamen Lesung

Sehr süffig!
Frank Thadeusz / SPIEGEL / Über mein erstes Buch „Let the good times roll!“

Haste gut gemacht, du Arschloch!
Gunter Gabriel / Geschichtenerzähler / Über seine Biografie, die ich schrieb

„Flesch lebt, was er schreibt. Er schreibt, wie er lebt. Er ist ein Lebemann. Einer der, und das unterscheidet ihn von all den Playern da draußen, am Ende nur die Eine sucht.“
Michael Ammer / Partykönig

Weiß nich‘. Muss ich lesen. Schick’s mir.“
Marc Fischer / Held der Schreibe / Kurz vor seinem Tod, auf die Frage, ob er mir für mein nächstes Buch eine Widmung schreibt.

So, so, du bist also ein böser Junge.“
Bushido / Karel Gotts Bro

Das ist mir zu blöd. Versuchen Sie’s bei Friedmann.“
Henryk M. Broder / Gescheiterte Interview-Anfrage meinerseits.

„Flesch hört Doo Wop und Country. So etwas bringen nur Hardcore-Melancholiker.“
Dirk Darmstädter / Popstar der 80er / „Brand New Toy“

„Man unterstellt Oliver Flesch viel zu leichtfertig, dass es vor allem die authentische Kenntnis über die diversen Milieus, über die er schreibt, sei, mit der er eine so große Aufmerksamkeit erzeugt. Natürlich ist er ganz der polarisierende Storyteller, der Narrator, der die Fiction aus biografischen Erfahrungen generiert. Und natürlich ist die Quintessenz die Reaktion des Publikums. Das ist sogar ein ganz wesentliche Programmpunkt seines Schaffens. Warum auch nicht? Niemand hat behauptet, das dieser Blog keine scharfen Polemiken, keine hämischen Spitzen, keine Übertreibungen, sondern ausschließlich konsensfähige Lebensansichten, gut gemeinte Beziehungsratgeber oder drollige Gute-Nacht Geschichten enthält. Und: Niemand hat behauptet, Oliver Flesch muss sich reumütig rechtfertigen für einen Lebensstil, den die meisten vielleicht selber gerne ihren eigenen nennen würden. Wenn sie denn könnten. Ganz im Gegenteil. Vieles treibt er, gerne und oft, auf die Spitze, in die letzten Millimeter Überholspur, die noch bleiben,  niemals zotig, und niemals ohne ein subtiles Lächeln, selbst wenn er gerade die dreckigsten Winkel dieser Dekade auslotet.

Dabei ist Flesch, man sollte sich das in aller Klarheit verdeutlichten, ein Könner und souveräner Stilist. Vielleicht der Hemingway des modernen Zeitalters, der viril und mit lakonischer Macho- Gelassenheit den schmutzigen Seiten des Lebens, die er oft mit dem (manchmal auch weinenden) Auge eines Poeten besieht, gegenüber steht. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, und das können nur wenige Blogger in Deutschland für sich in Anspruch nehmen. Etwas Mediales, etwas Neues zu erschaffen, etwas, in dem sich Sex, Liebe, Musik und eine gute Prise Humor zu einem investigativen Happening kanalisieren, bei dem die Interaktion mit dem Publikum das Wichtigste wird.

Ich würde seinen speziellen Mix Blog noir taufen, nicht, weil Oliver Flesch düstere Belanglosigkeit propagiert, sondern weil er in der Tradition, wenn auch in modifizierter Weise (und auch schräger) der „schwarzen Serie“ steht: Der einsame Expressionist des Dark-Rooms, der Raymond Chandler der spontanen Gruppensex-Orgie, der Mann mit Hut, der des Nachts rauchend an der Straßenecke steht und auf neue Erfahrungen wartet, die ihn dort abholen. Vielleicht schon im nächsten Taxi?“
Stiff Chainey / Kulturpessimist / „White Trash Voodoo”